Vonovia Aktie: Dividende rückt ins Zwielicht
JPMorgan reduziert sein Kursziel auf 26 Euro; Analyst Neil Green hält eine geringere Ausschüttung ohne größere Verkäufe für möglich.
Kurz zusammengefasst
- JPMorgan senkt Kursziel auf 26 Euro
- Einstufung „Overweight“ bleibt bestehen
- Analyst sieht Dividendenkürzung als Möglichkeit
- Aktie notiert nahe jüngstem Tief
Bei Vonovia verdichten sich die Sorgenfalten. JPMorgan stutzt das Kursziel kräftig und hält erstmals eine niedrigere Ausschüttung für denkbar, falls größere Verkäufe ausbleiben. Die Aktie notiert unterdessen nahe ihrem jüngsten Tief.
JPMorgan kappt das Ziel
Analyst Neil Green senkt das Kursziel von 34,50 auf 26,00 Euro, ein Minus von knapp einem Viertel. Die Einstufung „Overweight“ bleibt bestehen. Das neue Ziel liegt damit weiterhin deutlich über dem aktuellen Kurs.
Green beschreibt eine zunehmend frustrierte Anlegerschaft. Trotz des bereits deutlichen Kursrückgangs fehle dem Papier die Zugkraft. Auch die Zinsentwicklung erschwere den Weg zum Ziel.
Als möglichen Hebel nennt JPMorgan Verkäufe von Unternehmensteilen. Vonovia könnte Aktivitäten im Wert von rund einer Milliarde Euro abgeben und den Erlös in den Schuldenabbau stecken. Das würde die Bilanz entlasten. Bleiben solche Transaktionen aus, hält Green eine Dividendensenkung für möglich. Das ist eine Einschätzung des Analysten, keine Ankündigung des Konzerns.
Mit seiner kritischeren Sicht steht JPMorgan nicht allein. Goldman Sachs hatte Anfang September das Kursziel von 29,90 auf 21,20 Euro gesenkt und das Papier von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft.
Charttechnik: Blick auf 15 Euro
Am Donnerstag notiert die Aktie bei rund 16,70 Euro. Die Marke von 16,90 Euro ist damit gefallen. Charttechniker richten den Blick nun auf den Bereich um 15 Euro als nächste wichtige Unterstützungszone.
Kein Wunder, dass die Stimmung angespannt bleibt. Die Mischung aus Zinssorgen, gekappten Zielen und Dividendenspekulation lässt wenig Raum für Erholungsfantasie.
JPMorgan argumentiert dennoch mit der niedrigen Bewertung und der Robustheit des deutschen Wohnimmobilienmarkts. Konkrete Verkäufe und weiterer Schuldenabbau wären aus Sicht des Hauses der Weg, Vertrauen zurückzugewinnen. Fällt die Aktie unter die jüngsten Tiefs, rückt die 15-Euro-Zone in Reichweite.
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