Vonovia Aktie: JPMorgan sieht 34,50 Euro
Vonovia profitiert von politischer Kehrtwende und bestätigt Jahresziele. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial für die Immobilienaktie.

Kurz zusammengefasst
- Bundesregierung stoppt Vergesellschaftungspläne
- Jahresprognose trotz schwachem Quartal bestätigt
- Verschuldungsgrad und Beleihungsquote verbessert
- Charttechnisches Kaufsignal durch Linienbruch
Starke Signale für Deutschlands größten Immobilienkonzern. Nach einer langen Durststrecke setzen Anleger bei Vonovia wieder auf Erholung. Das Management hat die Jahresziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Parallel dazu liefert die Politik unverhoffte Unterstützung. Aktuell notiert das Papier bei 22,50 Euro und verzeichnet ein leichtes Plus. Auf Monatssicht steht damit ein Gewinn von gut 14 Prozent auf der Kurstafel.
Milliarden-Risiko schwindet
Am 2. Juli lenkte die Bundesregierung ein. Ein neues Gesetz soll die Vergesellschaftung von privatem Wohnraum künftig verbieten. Das wertet der Markt als starkes Signal. Besonders im umkämpften Berliner Markt sichert diese Entscheidung den Bestand von Vonovia. Dort hält der Konzern Objekte im Wert von rund 23 Milliarden Euro.
Analyst Neil Green von JPMorgan bewertet diesen Schritt als sehr positiv. Er bescheinigt dem Konzern ein deutlich reduziertes Risiko. Die US-Bank belässt ihr Kursziel unverändert bei 34,50 Euro. Das entspricht einem massiven Aufwärtspotenzial vom jetzigen Niveau. Kein Wunder, dass die Käufer zurückkehren.
Bilanz auf Kurs
Auch fundamental liefert das Management Argumente für den Kursanstieg. Trotz eines schwächeren ersten Quartals hält der Vorstand an den Gewinnprognosen fest. Die operative Basis bleibt stabil.
Die viel beachtete Beleihungsquote sank leicht auf 45,1 Prozent. Ebenso verbesserte sich der Verschuldungsgrad auf das 13,7-Fache des operativen Gewinns.
Bis 2028 plant das Management für diese Schuldenkennzahl einen Wert von unter 12. Der Konzern trimmt seine Bilanz konsequent auf Widerstandsfähigkeit im volatilen Zinsumfeld. Das schafft Vertrauen bei den Investoren.
Charttechnische Basis steht
Auf der Kurstafel hat die Aktie mit dem Sprung über die 50-Tage-Linie ein frisches Kaufsignal geliefert. Diese wichtige Trendlinie verläuft bei 21,51 Euro. Das Papier baut damit einen ersten Boden auf.
Den mittelfristigen Abwärtstrend bricht der Kurs allerdings erst über dem langfristigen Durchschnitt. Dieser harte Widerstand wartet bei 24,19 Euro. Die nächste fundamentale Hürde steht bereits fest im Kalender.
Am 5. August präsentiert Vonovia den Halbjahresbericht. Hier richtet sich der Fokus der Anleger auf die aktuellen Verkehrswerte des Immobilienportfolios.
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