Deutschlands größter Wohnungskonzern knickt ein: Vonovia hat seine restriktive Haltung gegenüber Balkonkraftwerken aufgegeben und einem klagenden Mieter aus Aachen vor Gericht zugestimmt. Der Fall könnte Millionen Mietern den Weg zu eigener Solarenergie ebnen – und markiert einen Strategiewechsel unter neuem CEO.
Konzern lenkt vor Gericht ein
Der Immobilienriese hatte zuvor erhebliche Hürden aufgebaut: Windlastberechnungen, statische Nachweise, Normen für Vertikalverglasungen – Anforderungen, die normalerweise für industrielle Großanlagen gelten. Mit Rückendeckung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zog der Mieter vor Gericht. Vonovia stimmte der Klage vorbehaltlos zu und trägt nun die Verfahrenskosten.
Die wichtigsten Folgen des Urteils:
- Pauschale Bedenken zu Optik oder Haftung reichen nicht für Ablehnung
- Anschluss über Schuko-Steckdosen ist zulässig
- Vermieter können Mini-Solaranlagen nicht mehr durch überzogene Technik-Auflagen blockieren
Neue Linie unter neuem Chef
Unternehmenssprecher Marc Friedrich relativiert: Der Fall sei kein klassischer Präzedenzfall, sondern überschneide sich mit neuen gesetzlichen Erleichterungen. Vonovia passe seine internen Vorgaben entsprechend an. Innerhalb eines Jahres genehmigte der Konzern bereits 400 Balkonkraftwerke deutschlandweit.
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Zeitgleich vollzieht sich ein Führungswechsel: Luka Mucic übernahm zum 1. Januar 2026 als CEO von Rolf Buch. Der scheidende Chef setzte Ende Dezember ein bemerkenswertes Signal: Er erwarb Call-Optionen auf 38.000 Aktien mit Ausübungspreis 36 Euro – 43 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Operative Fortschritte trotz schwachem Markt
Das operative Geschäft entwickelt sich positiv: Im dritten Quartal 2025 erzielte Vonovia 2,80 Euro Ergebnis je Aktie nach einem Verlust von 0,09 Euro im Vorjahr. Für 2026 plant das Management ein EBITDA-Wachstum von rund 200 Millionen Euro. Die Dividende für 2024 wurde auf 1,22 Euro angehoben – ein Plus von 36 Prozent.
Analysten sehen durchschnittlich ein Kursziel von 34 bis 35 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 37 Prozent entspricht. Ob sich diese Erwartungen erfüllen, hängt stark von der Erholung des deutschen Immobilienmarkts ab. Die Studien prognostizieren für 2026 allerdings keine signifikante Besserung am Investmentmarkt.
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