Vulcan Energy Aktie: 30-MW-Rohbau in Landau begonnen
Vulcan Energy startet Rohbau für Geothermiekraftwerk, während die Aktie nahe ihres Jahrestiefs notiert und Anleger die operative Entwicklung skeptisch bewerten.

Kurz zusammengefasst
- Rohbauarbeiten für Geothermiekraftwerk gestartet
- Lionheart-Projekt im Zeit- und Kostenrahmen
- Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief zurück
- Kapitalstruktur durch verfallene Rechte bereinigt
Vulcan Energy meldet einen wichtigen Baufortschritt bei seinem Vorzeigeprojekt Lionheart in Deutschland. Die Aktie handelt trotzdem nahe ihres Jahrestiefs. Am Dienstag schloss das Papier bei 1,61 Euro – nur knapp über der 52-Wochen-Marke von 1,55 Euro, die einen Tag zuvor markiert wurde.
Diese Diskrepanz zwischen operativem Fortschritt und Börsenbewertung ist der eigentliche Kern der Geschichte.
Rohbau beim Geothermiekraftwerk hat begonnen
Am Standort Landau haben die Zivilbauarbeiten für das 30-Megawatt-Geothermiekraftwerk begonnen. Damit folgt Vulcan auf die ersten Erdarbeiten. Als nächster Schritt stehen der Bau der Gebäude und die Anlieferung der Prozessanlagen an.
Konkret geht es um Fundamente, Betonarbeiten für Kraftwerksgebäude und den Ausbau der Straßeninfrastruktur. Das rund zehn Hektar große Gelände liegt im Industriepark Messegelände Südost in Landau.
CEO Cris Moreno zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt. Er bezeichnete den Übergang von den vorbereitenden Erdarbeiten zu den Zivilbauarbeiten als wichtigen Schritt für das Geothermiekraftwerk – einen zentralen Baustein des integrierten Lithium- und Geothermieprojekts Lionheart. Das Projekt liege im Zeit- und Kostenrahmen, so Moreno, ein guter Start mit den Projektpartnern.
Lithium und Energie aus einer Quelle
Lionheart verbindet Lithiumgewinnung mit erneuerbarer Stromerzeugung aus derselben geothermischen Quelle. Ziel ist eine Produktionskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat pro Jahr – genug für rund 500.000 Elektrofahrzeug-Batterien.
Beide Anlagen teilen sich die Infrastruktur. Ein Netzwerk aus Rohrleitungen und Kabeln transportiert Lithiumsole und Industriewasser zwischen den Bohrstellen und Landau, bevor das Wasser unterirdisch wieder eingespeist wird. Moreno betonte die strategische Logik dahinter: Durch die eigene Produktion von Grundlast-Wärme und -Strom – überschüssige Wärme wird an lokale Verbraucher verkauft – sichere sich Lionheart eine kostengünstige Lithiumproduktion mit deutlicher Abfederung gegen hohe Energiepreise.
Die eigentliche Bauphase soll bis 2027 abgeschlossen sein. Für die Lithium-Extraktionsanlage beginnen die Zivilarbeiten noch in diesem Jahr. Die Bohrungen für neue Geothermie-Bohrlöcher laufen bereits, eine zweite Bohrstelle soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 betriebsbereit sein.
Kleinere Anpassung im Kapitalstock
Parallel zum Baufortschritt meldete Vulcan eine kleinere Änderung an der Kapitalstruktur. 134.225 VULAC-Performance-Rechte sind verfallen, weil die Vesting-Bedingungen nicht erfüllt wurden. Der Verfall trat am 28. Juli 2026 in Kraft.
Damit hält Vulcan noch 3.028.139 nicht notierte Performance-Rechte. Für bestehende Aktionäre ändert sich nichts – die verfallenen Rechte wandeln sich nicht mehr in Aktien um. Das Verwässerungspotenzial aus Incentive-Instrumenten schrumpft dadurch leicht.
Aktie bleibt unter Druck
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Aktie tief in der Verlustzone. Seit Jahresbeginn hat das Papier 36,72 Prozent verloren, verglichen mit dem 52-Wochen-Hoch von 3,98 Euro vom 7. Oktober 2025 fehlen sogar 59,44 Prozent.
Mit einem RSI von 30,9 auf 14-Tage-Basis nähert sich die Aktie technisch überverkauftem Terrain. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 36,36 Prozent zeigt, wie stark die Kursschwankungen in dieser kapitalintensiven Bauphase ausfallen.
Das Management kündigte an, den Markt über den weiteren Baufortschritt auf dem Laufenden zu halten. Der nächste größere Meilenstein: die Errichtung der Gebäude und der Zusammenbau der Prozessanlagen vor der angepeilten ersten Produktion.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...