Vulcan Energy Aktie: 76 Millionen Euro Cashburn im Q1
Vulcan Energy erreicht Bohrziel, doch der hohe Cashburn und eine ausstehende Milliardenfinanzierung belasten die Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Sechste Geothermie-Bohrung erreicht Ziel
- Hoher Cashburn von 76 Millionen Euro
- Milliarden-Finanzierung noch nicht abgeschlossen
- Aktie fällt auf 2,27 Euro zurück
Tief unter der Erde läuft es für Vulcan Energy Resources nach Plan. An der Oberfläche wächst der finanzielle Druck. Das Unternehmen verbrennt rasant Kapital, während die Unterschrift für ein milliardenschweres Finanzierungspaket auf sich warten lässt. Das dürfte auf der anstehenden Hauptversammlung für Diskussionsstoff sorgen.
Sechste Bohrung erreicht Zieltiefe
Im Projektgebiet Lionheart treibt Vulcan den Ausbau voran. Die sechste Geothermie-Bohrung hat ihre Zieltiefe von 3.000 Metern erreicht. Tests und die finale Fertigstellung sind für das laufende zweite Quartal angesetzt. Für den Standort Schleidberg wurde der Dienstleister Expro beauftragt, um die Eigenschaften des Reservoirs exakt zu vermessen.
Die Vorgängerbohrung lieferte bereits Fließraten von über 100 Litern pro Sekunde. Im zweiten Halbjahr rückt ein weiteres Bohrgerät an. Vulcan plant den Bau einer Anlage, die jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid für die Autoindustrie liefern soll. Abnahmeverträge mit Stellantis, LG Energy Solution und Glencore sichern die geplante Produktion ab.
Hoher Cashburn zehrt an den Reserven
Dieser operative Fortschritt hat seinen Preis. Im ersten Quartal flossen 76 Millionen Euro in den laufenden Betrieb. Spezialausrüstung und Produktionsbohrungen verschlangen einen dreistelligen Millionenbetrag. Ende März wies die Bilanz noch liquide Mittel von 364 Millionen Euro aus.
Vulcan trägt die Baukosten derzeit allein. Die Lösung soll ein Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro bringen. Geplant sind besicherte Kredite eines Bankenkonsortiums sowie staatliche Fördermittel. Ein Abschluss wird für das zweite Quartal angepeilt.
Rückenwind kommt aus der Politik. Rheinland-Pfalz befreit die Lithiumförderung für fünf Jahre von Förderabgaben. Die Europäische Union stuft das Vorhaben als strategisch wichtig ein.
Verfehlte Ziele und eine unruhige Aktie
Intern hakt es offenbar beim Zeitplan. In den vergangenen Monaten verfielen knapp eine halbe Million erfolgsabhängige Aktienoptionen des Managements. Auch CEO Cris Moreno und Finanzchefin Felicity Gooding verfehlten ihre an Meilensteine geknüpften Ziele. Auf der Hauptversammlung am 28. Mai in Perth dürfte das Führungsduo unangenehmen Fragen zur Finanzierungslücke entgegensehen.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 2,27 Euro und verzeichnete ein Tagesminus von knapp vier Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein zweistelliger prozentualer Verlust auf der Kurstafel. Damit notiert das Papier deutlich unter seiner 200-Tage-Linie.
Der weitere Kursverlauf hängt nun an einem einzigen Ereignis. Gelingt der Abschluss der Milliardenfinanzierung bis Ende Juni, sinkt das Projektrisiko drastisch. Verzögert sich die Unterschrift, rückt der hohe Kapitalverbrauch unausweichlich in den Fokus der Investoren.
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