Vulcan Energy rückt mit dem Start der Bauarbeiten für Phase Eins des Lionheart-Projekts und einer gesicherten Milliardenfinanzierung stärker in den Fokus institutioneller Analysten. Zwei Research-Häuser haben ihre positiven Einschätzungen bestätigt und teils deutlich höhere Kursziele ausgerufen. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen seinen ambitionierten Zeitplan in Richtung Erstproduktion einhalten kann.
Analysten sehen Fortschritt eingepreist
In einer Studie von gestern hat Bell Potter das Rating „Speculative Buy“ für Vulcan Energy bestätigt und ein Kursziel von 6,10 australischen Dollar je Aktie genannt. Als zentrale Argumente führt das Haus den „entwicklungsreifen Status“ des Projekts sowie den strategischen Standort in Europa an.
Bereits am 7. Januar hatte Canaccord Genuity sein Kursziel auf 10,00 australische Dollar angehoben. Beide Einschätzungen verweisen auf den Übergang von der Entwicklungs- in die Umsetzungsphase und unterstreichen das Vertrauen in den Weg zur kommerziellen Produktion.
Unterstützt wird diese Neubewertung durch den Beginn der wesentlichen Bauaktivitäten für Phase Eins des Lionheart-Projekts. Die Finanzierung ist gesichert, Genehmigungen liegen vor, sodass das Unternehmen seinen Plan vorantreibt, die weltweit erste integrierte Zero Carbon Lithium™-Wertschöpfungskette aufzubauen.
Kerndaten auf einen Blick:
- Rating Bell Potter: „Speculative Buy“, Kursziel 6,10 A$
- Kursziel Canaccord Genuity: 10,00 A$
- Projekt Lionheart Phase Eins: Finanzierung vollständig gesichert
- Finanzierungspaket: 2,2 Mrd. € (ca. 3,9 Mrd. A$)
- Ziel: Erste kommerzielle Lithiumproduktion ab 2028
Finanzierung und operative Meilensteine
Rückgrat der aktuellen Bauoffensive ist ein im Dezember 2025 endgültig gesichertes Finanzierungspaket. Am 3. Dezember meldete Vulcan den Abschluss einer Struktur über 2,2 Milliarden Euro (rund 3,9 Milliarden australische Dollar).
Das Paket umfasst vorrangige Fremdfinanzierungen der Europäischen Investitionsbank und weiterer kommerzieller Kreditgeber sowie staatliche Zuschüsse und Eigenkapital. Damit sind die Investitionskosten für Phase Eins vollständig abgedeckt.
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Operativ baut das Unternehmen auf Ergebnissen aus seinen Pilotprogrammen auf. Ein zentraler Meilenstein gelang am 13. Januar 2025 mit der ersten Produktion von batteriegeeignetem Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM) in der Central Lithium Electrolysis Optimization Plant (CLEOP) in Frankfurt. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um das erste vollständig in Europa produzierte Lithiumhydroxid.
Damit konnte Vulcan die Funktionsfähigkeit seines proprietären Adsorption-type Direct Lithium Extraction (A-DLE)-Verfahrens demonstrieren. Im Verlauf des Jahres 2025 wurde das Produkt umfangreich bei Abnahmepartnern wie Stellantis, Renault und LG Energy Solution qualifiziert. Auf dieser Basis wurden nun verbindliche kommerzielle Liefervereinbarungen abgeschlossen.
Strategische Einordnung in Europa
Der Fortschritt von Vulcan findet vor dem Hintergrund verschärfter europäischer Vorgaben für kritische Rohstoffe statt. Der Critical Raw Materials Act (CRMA) der EU erhöht den Druck, lokale und CO₂-arme Lieferketten aufzubauen.
Durch die Kombination von geothermischer erneuerbarer Energie mit Lithiumgewinnung verfolgt Vulcan ein „Dual-Revenue“-Modell. Dieses soll die Abhängigkeit von reinen Rohstoffpreisen reduzieren und gleichzeitig die strengen CO₂-Grenzwerte der europäischen Automobilindustrie adressieren.
Die Aktie zeigte sich zuletzt stabil um die Marke von 4,50 australischen Dollar. Unterstützung kommt dabei vom offiziellen Baustart sowie der positiven Analystenberichterstattung. Marktbeobachter verweisen darauf, dass mit der geklärten Finanzierung der Fokus der Kursentwicklung nun stärker auf dem Baufortschritt und den Trends am Lithiummarkt liegen dürfte.
Ausblick bis zur Erstproduktion
Im Mittelpunkt steht nun die Umsetzung von Phase Eins des Lionheart-Projekts. Der Bau ist auf rund 30 Monate angelegt. Das Unternehmen peilt den Start der kommerziellen Lithiumproduktion im Jahr 2028 an.
Kurzfristige Impulse könnten aus weiteren Details zu den geplanten Lionheart-Erweiterungsphasen kommen. Hinzu kommen mögliche zusätzliche Abnahmeverträge, sobald die Qualifizierung der V-Li0N™-Muster mit den verbliebenen Partnern abgeschlossen ist. Die nächsten Jahre werden damit maßgeblich von Baufortschritt, Vertragstiefe mit Abnehmern und der technischen Umsetzung des A-DLE-Prozesses geprägt.
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