Vulcan Energy schaltet einen Gang höher: Nach Jahren der Planung geht das Lithium-Projekt „Lionheart“ in Deutschland in die Umsetzung. Der aktuelle Quartalsbericht zeigt, dass Finanzierung, Baufortschritt und erste technische Tests nun gleichzeitig laufen. Wie belastbar ist damit der Zeitplan bis zur geplanten Produktion ab 2028?
Wichtige Punkte aus dem Bericht:
– Finanzierungspaket: 2,2 Mrd. Euro für Phase 1 von „Lionheart“
– Bau gestartet: Anlagen in Landau sowie Frankfurt-Höchst in Arbeit
– Abnahmevertrag: Glencore sichert 36.000–44.000 Tonnen Lithiumhydroxid über 8 Jahre
2,2 Milliarden Euro für Phase 1
Laut Quartalsbericht hat sich Vulcan Energy ein Finanzierungspaket über 2,2 Mrd. Euro gesichert, um die Phase One des „Lionheart“-Projekts im Oberrheingraben zu bauen. Teil des Konsortiums ist die Europäische Investitionsbank (EIB), die 250 Mio. Euro zugesagt hatte.
Zusätzlich beteiligen sich mehrere Geschäftsbanken, darunter ABN AMRO, BNP Paribas, ING, KommunalKredit Austria, Natixis, OCBC und Unicredit. Ergänzt wird das Paket durch Unterstützung von Exportkreditagenturen aus Frankreich, Kanada, Australien, Dänemark und Italien. Zudem hatte die deutsche Bundesregierung zuvor zwei Zuschüsse über zusammen 204 Mio. Euro beigesteuert.
Baustart und Kapazitätsziele
Der Verwaltungsrat hatte im Dezember die Final Investment Decision (FID) beschlossen. Damit ist der Übergang von der Entwicklungs- in die Bau- und Umsetzungsphase offiziell. Der Bau der integrierten geothermischen Lithium-Extraktionsanlage in Landau hat begonnen. Parallel laufen Arbeiten an der zentralen Lithium-Verarbeitungsanlage in Frankfurt-Höchst.
Für Phase 1 nennt das Unternehmen als Ziel eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat (LHM). Zusätzlich soll das Projekt jährlich 275 GWh erneuerbaren Strom und 560 GWh Wärme liefern, bei einer geplanten Laufzeit von rund 30 Jahren.
Tests und Abnahmevertrag mit Glencore
Ende Januar meldete Vulcan erfolgreiche Produktionstests aus dem ersten neuen „Lionheart“-Bohrloch. Das Unternehmen spricht von einer starken Förderleistung, die die Annahmen des Feldentwicklungsplans stütze. Ein weiteres, im Januar gebohrtes Bohrloch habe die Ergebnisse bestätigt; die Testausrüstung sei dabei am Kapazitätslimit gelaufen.
Im selben Quartal kam zudem ein wichtiger Vermarktungsbaustein hinzu: Vulcan unterzeichnete einen Offtake-Vertrag mit Glencore über 36.000 bis 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid, zunächst für acht Jahre.
Zum organisatorischen Rahmen: Der Vorstand beschloss außerdem Vergütungsanpassungen für Top-Führungskräfte, wirksam rückwirkend zum Jahresbeginn, und begründete dies mit dem Schritt in die Ausführungsphase und der wachsenden Komplexität der internationalen Aktivitäten.
Die operative Zielmarke bleibt dabei klar: Der Start der kommerziellen Lithiumproduktion ist weiterhin für 2028 vorgesehen, während der Bau in Landau und Frankfurt-Höchst parallel voranschreitet und die Finanzierung dafür laut Bericht steht.
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