Vulcan Energy hat sich jüngst eine umfangreiche Finanzierung für sein Lithiumprojekt gesichert, an der Börse reagiert der Kurs heute jedoch mit Abgaben. Die Aktie gehört im ASX300 zu den schwächeren Werten dieser Sitzung und gibt einen Teil der Gewinne seit der außerordentlichen Hauptversammlung wieder ab. Wie passt das zusammen?
Kursrückgang nach starkem Januar
Die Aktien schlossen heute bei 4,16 AUD, ein Minus von 3,26 % gegenüber dem Vortag. Damit notiert der Titel wieder unter den Kursständen direkt nach der Zustimmung der Aktionäre zu den Kapitalmaßnahmen am 12. Januar.
Zentrale Eckdaten des Handelstages:
- Schlusskurs: 4,16 AUD
- Tagesverlust: -3,26 %
- Handelsvolumen: Über 4,4 Mio. Aktien, deutlich über dem Durchschnitt
- 52-Wochen-Spanne: 3,36–7,52 AUD
Der aktuelle Kurs liegt klar unter dem 52-Wochen-Hoch von 7,52 AUD aus 2025. Das signalisiert, dass der Markt trotz gesicherter Finanzierung weiterhin Vorbehalte gegenüber der Projektrealisierung einpreist.
2,2 Milliarden Euro Finanzierung gesichert
Der heutige Druck auf den Kurs steht im Kontrast zu den Fortschritten bei der Projektfinanzierung. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Januar haben die Aktionäre zentrale Kapitalmaßnahmen gebilligt und damit den Weg für das Lionheart-Lithiumprojekt in Deutschland freigemacht.
Die Finanzierungsstruktur umfasst:
- 1,185 Mrd. Euro an Fremdkapital von einem Konsortium aus 13 Banken unter Führung der Europäischen Investitionsbank
- 545 Mio. Euro Eigenkapital von strategischen Partnern
- 169 Mio. Euro von HOCHTIEF als Ankerinvestor und Baupartner
Diese Mischung aus Fremd- und Eigenkapital bildet die finanzielle Basis für den Bau der ersten Projektphase. Die Doppelfunktion von HOCHTIEF als Investor und Tiefbauauftragnehmer unterstreicht die industrielle Unterstützung für die Umsetzung des Projekts.
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Analysten sehen weiter Aufwärtspotenzial
Das Analysehaus Bell Potter hat am 14. Januar seine Einstufung „speculative buy“ bestätigt und ein Kursziel von 6,10 AUD genannt. Ausgehend vom heutigen Schlusskurs entspricht das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von rund 47 %.
Im Mittelpunkt der Einschätzung steht der Übergang des Lionheart-Projekts in die Umsetzungsphase als wesentlicher Werttreiber. Die vollständig gesicherte Finanzierung verringere das Risiko beim Hochlauf auf kommerziellen Maßstab deutlich, so die Analyse.
Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt bei einem Kursziel von 4,58 AUD. Die Spanne der Schätzungen reicht von 3,38 bis 6,30 AUD und spiegelt unterschiedliche Annahmen zu Umsetzungstempo und Rahmenbedingungen am Lithium-Markt wider.
Projekt geht in die Ausführung
Nach den Beschlüssen im Januar hat Vulcan Energy Phase Eins des Lionheart-Projekts offiziell von der Entwicklung in die Ausführungsphase überführt. Bereits 2025 erreichte das Unternehmen einen wichtigen technischen Meilenstein, als die CLEOP-Pilotanlage erstmals batteriefähiges Lithiumhydroxid produzierte.
Mit gesichertem Projektkredit, erteilten Genehmigungen und einem im Pilotmaßstab erprobten Verfahren sieht sich das Unternehmen innerhalb des europäischen Lithiumsektors vergleichsweise gut positioniert, um die erste Projektphase zu realisieren. Der Baustart für Lionheart soll kurzfristig erfolgen, die Bauzeit wird auf rund zweieinhalb Jahre veranschlagt.
Der heutige Kursrückgang lässt sich vor allem mit der Verarbeitung der Verwässerung aus der Kapitalerhöhung und der anhaltenden Schwankungsanfälligkeit im Lithiumsektor erklären. Investoren müssen dabei den Spagat zwischen Umsetzungsrisiken und der strategischen Bedeutung einer europäischen Lithiumversorgung bewerten.
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