Ein massiver Vertrauensbeweis aus Essen beflügelt den australischen Lithium-Entwickler. Während die Aktie am Montag um gut 4 % zulegte, sicherte sich der Baukonzern HOCHTIEF weitere Anteile und untermauerte damit die Ambitionen des Unternehmens. Mit gesicherter Finanzierung wechselt der Fokus nun von der Planung auf die Baustelle.
HOCHTIEF baut Position deutlich aus
Der deutsche Baukonzern HOCHTIEF hat seinen Anteil an Vulcan Energy signifikant auf rund 15,41 % erhöht. Die Essener übernahmen dabei sämtliche Aktien, die im Rahmen der jüngsten Kapitalerhöhung von Privatanlegern nicht gezeichnet wurden. Dieses Engagement summiert sich auf insgesamt 169 Millionen Euro.
Die strategische Investition setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:
* 39 Millionen Euro fließen direkt in das Projekt „Lionheart“.
* Bis zu 130 Millionen Euro wurden in Vulcan-Aktien zu je 4,00 AUD investiert.
* HOCHTIEF sichert sich den Status als bevorzugter Auftragnehmer für künftige Erweiterungen.
* Mit Erreichen der 10-Prozent-Schwelle erhält der Konzern einen Sitz im Board.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als klare Bestätigung für Vulcans Technologie zur klimaneutralen Lithiumgewinnung. Dass ein Infrastrukturriese wie HOCHTIEF das finanzielle Risiko erhöht, signalisiert Vertrauen in die Machbarkeit der anstehenden Bauphase.
Finanzierung vollständig gesichert
Der aktuelle Kursanstieg wird durch den erfolgreichen Abschluss eines der größten Finanzierungspakete für ein europäisches Lithiumprojekt gestützt. Mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden Euro gilt Vulcan Energy nun bis zu den ersten operativen Einnahmen als durchfinanziert. Die typische Unsicherheit, die Unternehmen in der Entwicklungsphase oft belastet, entfällt damit weitgehend.
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Die Kapitalstruktur ist breit gefächert:
* Fremdkapital: 1,185 Milliarden Euro von 13 Finanzinstituten, darunter die Europäische Investitionsbank (EIB).
* Staatliche Förderung: 204 Millionen Euro als nicht rückzahlbare Zuschüsse vom Bund.
* Eigenkapital: 133 Millionen Euro von strategischen Partnern wie HOCHTIEF, Siemens Financial Services und Demeter.
Zeitplan für die Produktion steht
Das Projekt Lionheart zielt in der ersten Phase auf eine jährliche Produktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid ab – genug für etwa 500.000 E-Auto-Batterien. Parallel dazu soll die Anlage über eine geplante Laufzeit von 30 Jahren jährlich 275 GWh erneuerbaren Strom und 560 GWh Wärme liefern.
Mit der nun getroffenen endgültigen Investitionsentscheidung verlagert sich der Schwerpunkt des Managements von der Mittelbeschaffung auf die operative Umsetzung. Der Start der kommerziellen Produktion ist nach einer zweieinhalbjährigen Bauphase für 2028 angesetzt. Für die weitere Kursentwicklung der Aktie wird entscheidend sein, ob Vulcan die strikten Zeitpläne einhält und die Baumaßnahmen ohne Kostenexplosionen realisiert.
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