Ein lang ersehnter Meilenstein ist geschafft: Vulcan Energy hat die entscheidende Genehmigung für den Bau seiner Lithium-Zentralanlage in Frankfurt erhalten. Damit rückt Europas erste integrierte nachhaltige Lithium-Produktion in greifbare Nähe – doch kann das Unternehmen jetzt auch die Finanzierung stemmen?
Durchbruch nach zähem Ringen
Gestern überreichte der Darmstädter Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt offiziell die Genehmigung für die Central Lithium Plant (CLP) im Industriepark Höchst. Diese Anlage bildet das Herzstück von Vulcans Phase-One-Projekt „Lionheart“ und soll jährlich bis zu 24.000 Tonnen batterietaugliches Lithiumhydroxid produzieren – genug für etwa 500.000 Elektroauto-Batterien pro Jahr.
Für CEO Cris Moreno markiert diese Genehmigung „einen wichtigen Schritt in der Entwicklung einer heimischen Lithium-Lieferkette für Deutschland und die Europäische Union“. Das Projekt kombiniert geothermische Energiegewinnung mit Lithium-Extraktion aus derselben Untergrundsole und nutzt dabei die proprietäre VULSORB-Technologie des Unternehmens.
Finanzierung bleibt kritischer Faktor
Trotz des regulatorischen Erfolgs steht Vulcan weiter unter Zeitdruck: Die Frist für die Inanspruchnahme von bereits bewilligten Fördermitteln in Höhe von 104 Millionen Euro wurde bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Bis dahin muss das Unternehmen die Gesamtfinanzierung für Phase One finalisieren – ein ambitioniertes Ziel für die zweite Jahreshälfte 2025.
Parallel hat Vulcan bestehende Abnahmeverträge mit Schlüsselpartnern wie Umicore, LG Energy Solution und Stellantis angepasst. Die Änderungen betreffen vor allem Laufzeiten, Volumina und geplante Betriebstermine, die nun mit dem Finanzierungsmodell abgestimmt sind.
Erste Bauaufträge vergeben
Bereits Anfang September sicherte sich Vulcan mit Canadian NORAM Electrolysis Systems (NESI) den ersten großen Projektauftrag für Phase One. NESI wird Elektrolyse-Technologie, Prozessengineering und Inbetriebnahmesupport für die Central Lithium Plant liefern.
Seit Januar 2025 produziert Vulcan am Standort Höchst bereits erfolgreich nachhaltiges Lithiumhydroxid in seiner Optimierungsanlage CLEOP. Die Inbetriebnahme dieser Anlage im November 2024 markierte die erste vollständig in Europa hergestellte Lithiumhydroxid-Produktion.
Strategische Bedeutung für Europas Autobauer
Das Lionheart-Projekt beherbergt Europas größte Lithium-Ressource und positioniert Vulcan als potenziellen Schlüsselspieler im Bestreben, die Abhängigkeit von Lithium-Importen zu verringern. Der integrierte Ansatz adressiert wachsende EU-Sorgen um die Versorgungssicherheit kritischer Rohstoffe – besonders vor dem Hintergrund der beschleunigten Elektrofahrzeug-Einführung und Batterieproduktion.
Mit nun gesicherten Genehmigungen und laufenden Vertragsverhandlungen zielt Vulcan auf Baubeginn im Januar 2026. Die Fähigkeit des Unternehmens, den Finanzierungszeitplan einzuhalten, wird jedoch entscheidend sein, um den Projektschwung zu halten und die Erwartungen der Abnahmepartner zu erfüllen.
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