Vulcan Energy Aktie: Pentagon prüft 80-Millionen-Kredit
Pentagon-Zweifel an Partnertechnologie und steigende Verluste drücken Vulcan-Aktie. Bau des Lithiumwerks in Frankfurt schreitet voran.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt um 3,3 Prozent in einer Woche
- Pentagon prüft Kredit für Partnerfirma ReElement
- Nettoverlust steigt auf 69,6 Millionen Euro
- Spatenstich für Lithium-Chemieanlage in Frankfurt
Die australische Lithium-Aktie Vulcan Energy schloss eine turbulente Woche mit Verlusten ab. Der Kurs fiel auf 2,17 Euro – ein Minus von 3,30 Prozent in sieben Tagen. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf knapp 17 Prozent.
Auslöser sind Berichte aus Washington. Das US-Verteidigungsministerium überprüft einen konditionalen Kredit über 80 Millionen Dollar für ReElement Technologies. Die Finanzierung ist Teil eines 1,4 Milliarden Dollar schweren Abkommens zur Förderung kritischer Mineralien – an dem auch Vulcan Elements Inc. beteiligt ist.
Das Pentagon zweifelt an der Skalierbarkeit von ReElements Technologie und dessen langfristigen Umsatzprognosen. Branchenkreisen zufolge wäre ein Rückzug aber kein direkter Schlag für Vulcans Rolle im Abkommen. Das Unternehmen selbst hat sich öffentlich nicht geäußert.
Geschäftszahlen 2025: Entwicklungskosten belasten
Vulcan Energy legte zudem die geprüften Jahreszahlen für 2025 vor. Der Umsatz sank auf 7,35 Millionen Euro, nach 8,12 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust weitete sich auf 69,58 Millionen Euro aus – 2024 waren es 42,36 Millionen.
Der Verlust je Aktie betrug 0,30 Euro. Die Zahlen zeigen: Vulcan ist ein reines Entwicklungsunternehmen, das massiv in seine Infrastruktur investiert. Positiv: Die Kasse ist gut gefüllt. Zum Ende des ersten Quartals 2026 lag die Liquidität bei 364,34 Millionen Euro – eine Reichweite von mehreren Jahren.
Bau des Lithium-Werks läuft
Operativ kommt Vulcan voran. Ende April erfolgte der Spatenstich für die zentrale Lithium-Chemieanlage in Frankfurt. Sie soll Lithiumchlorid per Elektrolyse in batteriefähiges Lithiumhydroxid-Monohydrat umwandeln.
Geplant sind 24.000 Tonnen Jahreskapazität – genug für rund 500.000 E-Auto-Batterien. Die integrierte Geothermie-Anlage soll zudem 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme liefern.
Hauptversammlung am Donnerstag
Der Fokus der Anleger liegt nun auf der Hauptversammlung am 28. Mai. Sie soll Klarheit über den Baufortschritt des Lionheart-Projekts bringen. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,73 Milliarden Euro.
Analysten achten vor allem auf das Produktionsziel für 2028 – der Meilenstein, ab dem Vulcan die Gewinnschwelle erreichen soll. Der technische Fortschritt am sechsten Förderbrunnen gibt zumindest untertage Rückenwind. Ob das reicht, um die Pentagon-Skepsis zu kontern, zeigt sich in den kommenden Wochen.
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