Vulcan Energy Aktie: Ressourcen um 91 Prozent gestiegen
Vulcan Energy weist für Project Ludwig einen Kapitalwert von 1,7 Milliarden Euro aus, während die Investitionskosten um 15 Prozent sinken.
Kurz zusammengefasst
- Kapitalwert von 1,7 Milliarden Euro
- Investitionsbedarf um 15 Prozent gesunken
- Jährlich 21.100 Tonnen LCE geplant
- Ressourcenbasis um 91 Prozent gewachsen
Vulcan Energy hat für die zweite Phase seines Lithiumprojekts in Deutschland eine aktualisierte Vorstudie vorgelegt, die deutlich bessere Kennzahlen ausweist als frühere Berechnungen. Die Machbarkeitsstudie für Project Ludwig zeigt einen Kapitalwert nach Steuern von 1,7 Milliarden Euro bei einer internen Verzinsung von 20,2 Prozent über eine Laufzeit von 30 Jahren.
Besonders auffällig ist der Rückgang der Investitionskosten: Mit 1,26 Milliarden Euro liegt der Capex-Bedarf 15 Prozent unter dem Wert der vorherigen Lionheart-Studie. Die Betriebskosten bezifferte Vulcan Energy auf 4.101 Euro pro Tonne Lithiumcarbonat-Äquivalent.
Geplant ist eine jährliche Produktion von 21.100 Tonnen LCE, ergänzt durch eine Wärmeauskopplung von 3.125 Gigawattstunden – ein Nebenprodukt, das dem Geothermie-Ansatz des Unternehmens seinen wirtschaftlichen Doppelnutzen verleiht.
Ressourcenbasis wächst deutlich
Neben den verbesserten Kostenkennzahlen meldete das Unternehmen einen Sprung bei den nachgewiesenen Ressourcen: Die Indicated Resources stiegen um 91 Prozent auf 1,25 Millionen Tonnen LCE.
Diese Ausweitung stärkt die Grundlage für die finale Investitionsentscheidung, die laut Unternehmensangabe erst nach dem Produktionsstart der ersten Phase, Lionheart, fallen soll. Damit bleibt der Zeitpunkt für Phase 2 an den Erfolg des vorgelagerten Projektschritts gekoppelt.
Für Anleger ist die Reihenfolge relevant: Solange Lionheart nicht produziert, bleibt Ludwig eine Option auf dem Papier – wenn auch eine mit verbesserten Zahlen. Die Kombination aus Lithiumgewinnung und geothermischer Wärmeproduktion unterscheidet das Modell von klassischen Hartgestein- oder Solebetreibern und macht Vulcan Energy zu einem Sonderfall im europäischen Lithiumsektor.
Kurs bleibt unter Druck
Von der operativen Fortschrittsmeldung hat sich die Aktie bislang nicht spürbar erholt. Das Papier notiert bei 1,64 Euro und damit rund 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 4,15 Euro, das Mitte Oktober markiert wurde.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursminus von 36 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass operative Fortschritte allein die Bewertung derzeit nicht stützen, solange die finale Finanzierungs- und Bauentscheidung für die erste Ausbaustufe noch aussteht.
Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 780 Millionen Euro. Angesichts eines für Ludwig veranschlagten Kapitalwerts von 1,7 Milliarden Euro zeigt sich, wie stark der Markt Projektrisiken und die noch fehlende Umsetzung der ersten Ausbaustufe einpreist.
Die Branche insgesamt bleibt in Bewegung: Auch andere Lithiumentwickler wie Anson Resources in Utah oder Lindian Resources in Kasachstan treiben in diesen Tagen vergleichbare Studien und Partnerschaften voran – ein Zeichen dafür, dass Kapitalgeber trotz gedrückter Aktienkurse weiterhin an langfristige Nachfrage nach Batterierohstoffen glauben.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 4. September liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...