Vulcan Energy Aktie: Zehn Kilometer Rohrleitungen für Lionheart

Vulcan Energy vergibt Großauftrag für Rohrleitungen im Projekt Lionheart und treibt damit die Umsetzung der integrierten Lithium- und Geothermieproduktion in der Pfalz voran.

Dr. Robert Sasse ·
Moderne Geothermie-Anlage mit industriellen Rohrleitungen bei Dämmerung (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Pipeline-Auftrag für Lionheart vergeben
  • Verbindung von Kraftwerk und Extraktion
  • Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro gesichert
  • Aktie trotz Fortschritten unter Druck

Vulcan Energy treibt den Aufbau seines Lithium- und Geothermieprojekts Lionheart in Deutschland weiter voran. Future Pipe Industries hat sich mit PPS Pipeline Systems zusammengetan, um mehr als zehn Kilometer glasfaserverstärkte Epoxidharz-Rohrleitungen für das Projekt zu liefern.

Die Leitungen sollen künftig die Geothermiekraftwerke mit den Anlagen zur Lithiumgewinnung verbinden – ein technisches Kernstück der integrierten Produktionskette, die Vulcan Energy in der Pfalz aufbaut.

Infrastruktur nimmt Form an

Der Auftrag reiht sich in eine Serie operativer Fortschritte der vergangenen Wochen ein. Vor gut einer Woche hatte Vulcan Energy den Baubeginn für sein 30-Megawatt-Geothermiekraftwerk in Landau verkündet, mit Fundamenten und Rohrleitungsinfrastruktur auf einem zehn Hektar großen Gelände.

Die jetzige Pipeline-Vereinbarung liefert dazu die konkrete Lieferantenanbindung für die spätere Verbindung von Kraftwerk und Extraktionsanlagen. Anleger können daran ablesen, dass das Projekt von der Planungs- in die Umsetzungsphase übergeht.

Untermauert wird dieser Kurs durch die vor über einem Monat erreichte Finanzierungsschließung für das 2,2-Milliarden-Euro-Paket, das Senior-Fremdkapital von 1,185 Milliarden Euro sowie 204 Millionen Euro an deutschen Staatszuschüssen umfasst.

Seit diesem Meilenstein hat die Aktie allerdings elf Prozent verloren – ein Hinweis darauf, dass der Markt die Finanzierungssicherheit inzwischen eingepreist hat und nun stärker auf die operative Umsetzung schaut.

Kursbild bleibt angeschlagen

Am Freitag schloss die Aktie bei 1,71 Euro, ein Plus von 2,0 Prozent auf Tagessicht. Auf Wochensicht steht dennoch ein Rückgang von 5,7 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat das Papier ein Drittel seines Werts verloren. Damit notiert die Aktie weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,28 Euro, während sie sich dem 52-Wochen-Tief von 1,50 Euro von oben nähert. Der jüngste Aufsichtsratseintritt von Amanda Lacaze am vergangenen Montag hat daran nichts geändert – seither hat die Aktie 4,5 Prozent nachgegeben.

Insiderkäufe als Gegensignal

Auffällig bleibt das Verhalten einzelner Direktoren. Cristobal Moreno hatte am 10. August seine Direktbeteiligung um 7.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 2,91 australischen Dollar aufgestockt und hält damit inzwischen 141.710 Aktien sowie 887.287 Performance Rights. Solche Käufe signalisieren Vertrauen des Managements in die langfristige Entwicklung, auch wenn sie den kurzfristigen Kursdruck nicht auffangen konnten.

Ausblick bleibt an Ausführung geknüpft

Vulcan Energy hält an seinem Ziel fest, ab 2028 mit der kommerziellen Produktion von Lithiumhydroxid zu beginnen. Abnahmeverträge mit Stellantis, LG Energy Solution, Umicore und Glencore sichern bereits jetzt einen Absatzkanal für die künftige Produktion. Der jetzt vergebene Pipeline-Auftrag zeigt, dass die technische Umsetzung dieses Zeitplans konkrete Formen annimmt.

Ob sich das auch im Aktienkurs niederschlägt, hängt davon ab, wie zuverlässig die einzelnen Baufortschritte in den kommenden Monaten aufeinanderfolgen – die Finanzierung ist gesichert, die eigentliche Bewährungsprobe steht der Vulcan-Aktie damit erst noch bevor.

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Vulcan Energy Aktie

2,62 AUD

+ 0,01 AUD +0,38 %
KGV
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 680,96 Mio. AUD
Ø Kursziel 7,25 AUD
ISIN: AU0000066086 WKN: A2PV3A

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