Vulcan Energy: Alle Phase-One-Baustellen gleichzeitig aktiv
Vulcan Energy startet Bau der zentralen Lithiumanlage in Frankfurt. Alle Kernstandorte des Lionheart-Projekts sind nun gleichzeitig aktiv.

Kurz zusammengefasst
- Spatenstich für Frankfurter Lithiumanlage
- Siemens und ABB als Großauftragnehmer
- Gesamte Produktion bereits verkauft
- Quartalszahlen am 29. April erwartet
Mit dem Spatenstich für die zentrale Lithiumanlage in Frankfurt hat Vulcan Energy Resources am 24. April 2026 einen Meilenstein erreicht: Erstmals laufen alle drei Kernstandorte des Lionheart-Projekts gleichzeitig im Bau. Das australisch-deutsche Unternehmen will damit Europa unabhängiger von Lithiumimporten machen — und hat dafür bereits Abnehmer für die gesamte geplante Produktion unter Vertrag.
Frankfurter Anlage schließt das Puzzle
Die Central Lithium Plant (CLP) im Industriepark Höchst bildet das Herzstück der Wertschöpfungskette. Hier wird Lithiumchlorid, das am Standort Landau aus Sole extrahiert wird, zu Lithiumhydroxid weiterverarbeitet — dem Schlüsselmaterial für Elektrofahrzeugbatterien. Mit dem Frankfurter Spatenstich ist nun auch der letzte fehlende Baustein in Betrieb gegangen.
Parallel dazu hat Vulcan die Vergabe der Hauptlieferantenverträge abgeschlossen. Siemens übernimmt als Main Automation Contractor die Automatisierung, Telekommunikation und Gebäudetechnik aller drei Standorte — ein Auftrag im Wert von rund 40 Millionen Euro. Ferner unterzeichneten beide Unternehmen ein Memorandum of Understanding, das Siemens bis 2035 zum bevorzugten Automatisierungspartner macht, auch über Lionheart hinaus. ABB erhält drei Verträge über insgesamt 46 Millionen Euro für die gesamte Elektrotechnik des Projekts, von Hochspannungsverteilung bis zu unterbrechungsfreien Stromversorgungen.
Abnahmeverträge decken die gesamte Produktion ab
Das Projekt ist kommerziell vollständig abgesichert. Umicore, LG Energy Solution, Stellantis und Glencore haben sich die gesamte geplante Produktion gesichert. Den größten Anteil hält Stellantis mit 128.000 Tonnen Lithiumhydroxid über zehn Jahre. LG Energy Solution erhält 31.000 Tonnen über sechs Jahre, Umicore 23.000 Tonnen im gleichen Zeitraum, Glencore zwischen 36.000 und 44.000 Tonnen über acht Jahre.
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Vulcan plant eine Jahreskapazität von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid — ausreichend für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Als Nebenprodukt sollen 275 GWh erneuerbarer Strom und 560 GWh Wärme jährlich für lokale Verbraucher entstehen. Das entspräche laut Unternehmensangaben rund zwölf Prozent des europäischen Lithiumhydroxidbedarfs im Jahr 2030.
Nächster Test: Bohrbetrieb und Quartalszahlen
Der Zeitplan ist ambitioniert. Zwei einhalb Jahre nach Baubeginn — also 2028 — soll die kommerzielle Produktion anlaufen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen die Bohrarbeiten, die erstmals zeigen werden, ob der operative Zeitplan hält.
Schon früher gibt es Zahlen: Am 29. April veröffentlicht Vulcan seinen Quartalsbericht. Im Vorquartal lag der operative Mittelabfluss bei 7,2 Millionen Euro. Mit dem nun gleichzeitigen Hochlauf aller Baustellen dürfte dieser Wert spürbar steigen — und zeigt, wie schnell das Unternehmen Kapital in Richtung des 2028-Ziels einsetzt.
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