Vulcan Energy: HOCHTIEF investiert €169 Millionen
Siemens wird Hauptlieferant und Investor bei Vulcan Energys Lionheart-Projekt. Die Partnerschaft umfasst 40 Mio Euro Liefervertrag und 67 Mio Euro Eigenkapital.

Kurz zusammengefasst
- Rahmenvertrag über 40 Millionen Euro
- Siemens investiert 67 Millionen Euro Eigenkapital
- Produktionsstart von Lithiumhydroxid ab 2028
- Hochtief hält 15,41 Prozent an Vulcan
Siemens und Vulcan Energy haben eine Partnerschaft geschlossen, die weit über einen gewöhnlichen Liefervertrag hinausgeht. Der Münchner Konzern übernimmt nicht nur die Rolle als Hauptlieferant für Automatisierung und Digitalisierung beim Lionheart-Projekt im Oberrheintal — Siemens Financial Services investiert auch direkt in das Vorhaben.
Rahmenvertrag und Kapitalzusage
Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von rund 40 Millionen Euro. Siemens AG liefert Engineering, Automatisierungs-, Telekommunikations- und Gebäudetechnik für das Projekt in Rheinland-Pfalz. Die Vereinbarung gilt als bevorzugter Lieferant bis 2035 und schließt künftige Entwicklungsphasen über Lionheart hinaus ein.
Siemens Financial Services steuert 67 Millionen Euro Eigenkapital bei. Das fügt sich in Vulcans umfassendes Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro ein, das im Dezember 2025 gesichert wurde. Das Paket umfasst 1,185 Milliarden Euro an vorrangigen Krediten eines 13-köpfigen Bankenkonsortiums sowie 204 Millionen Euro an deutschen Staatszuschüssen.
Strategische Rückendeckung wächst
Siemens ist nicht der einzige Industriepartner, der sich finanziell bindet. Baukonzern HOCHTIEF hat insgesamt 169 Millionen Euro investiert — davon 130 Millionen Euro als Eckpfeiler-Aktienzeichnung, was einem Anteil von 15,41 Prozent entspricht. Auf der Hauptversammlung am 28. Mai sollen Aktionäre Roberto Gallardo, den von HOCHTIEF entsandten Kandidaten, als unabhängigen Direktor wählen.
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Das Projekt selbst schreitet regulatorisch voran. Rheinland-Pfalz hat Vulcan Energy von Lithium-Royalties bis Ende 2030 befreit, um eine heimische Batterielithium-Versorgungskette aufzubauen. Für den Standort Insheim liegt zudem die erste kommerzielle Produktionslizenz namens LiThermEx vor, gültig für sechs Jahre.
Produktion ab 2028 geplant
Vulcan Energy will ab 2028 Lithiumhydroxid produzieren — mit einer Jahreskapazität von 24.000 Tonnen, genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Parallel soll das Projekt jährlich 275 GWh erneuerbaren Strom und 560 GWh Wärme für regionale Abnehmer erzeugen. Die gesamte Phase-1-Kapazität ist bereits über Abnahmeverträge mit Stellantis, Glencore, LG Energy Solution und Umicore vermarktet.
An der australischen Börse ASX verlor die Aktie am Donnerstag 2,75 Prozent auf 3,54 AUD. Das Unternehmen ist mit rund 1,21 Milliarden AUD bewertet und schreibt noch keine Gewinne — der Quartalsbericht für März 2026 folgt am 29. April und dürfte erste Hinweise auf den Fortschritt beim Aufbau der Produktionsinfrastruktur liefern.
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