Vulcan Energy: Mersen liefert Konversionsanlage
Vulcan Energy schließt Lieferkette für Lionheart-Projekt ab. Trotz Fortschritten fällt die Aktie. Der Quartalsbericht am 29. April gibt Aufschluss über die Finanzlage.

Kurz zusammengefasst
- Mersen liefert Schlüsselanlage für Lithium-Produktion
- Siemens-Auftrag für Automatisierungstechnik abgeschlossen
- Abnahmeverträge mit großen Konzernen gesichert
- Kursrückgang trotz operativer Fortschritte
Verträge unterschrieben, Bohrungen laufen — und die Aktie bricht trotzdem ein. Bei Vulcan Energy Resources klafft gerade eine auffällige Lücke zwischen operativem Fortschritt und Marktstimmung.
Mersen liefert Schlüsselanlage für Frankfurt
Am 23. April 2026 gab der französische Werkstoffspezialist Mersen den Abschluss eines mehrere Millionen Euro schweren Vertrags mit Vulcan bekannt. Mersen liefert eine Eco&FLEX®-Einheit für das Lionheart-Projekt — eine Anlage, die am Standort Frankfurt-Höchst Lithiumchlorid in Lithiumhydroxid umwandelt und dabei Chlor sowie Prozessenergie zurückgewinnt. Ausschlaggebend für die Wahl war Mersens Kombination aus isostatischem Graphit und proprietärer Kohlenstoffimprägnierungstechnologie, die die Produktion von hochreiner Salzsäure ermöglicht.
Der Vertrag folgt unmittelbar auf eine weitere Großbeauftragung: Siemens übernimmt Automatisierungs- und Gebäudetechnik im Wert von 40 Millionen Euro für drei Kernstandorte im Oberrheintal. Die Lieferkette für das Lionheart-Projekt gilt damit als vollständig.
Abnahmeverträge sichern Nachfrageseite
Auf der Absatzseite steht Vulcan solide. Lieferverträge bestehen mit Umicore, LG Energy Solution, Stellantis und Glencore. LG Energy Solution erhält über sechs Jahre 31.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat, Umicore 23.000 Tonnen im gleichen Zeitraum. Stellantis hat sich 128.000 Tonnen über zehn Jahre gesichert, Glencore zwischen 36.000 und 44.000 Tonnen über acht Jahre.
Die geplante Jahreskapazität von 24.000 Tonnen soll ab 2028 für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien reichen. Die Hauptbohrphase ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt — aktuell laufen bereits parallele Bohrarbeiten an den Standorten Schleidberg und Trappelberg.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vulcan Energy?
Kassenbestand unter Beobachtung
Mit dem Hochlauf auf mehreren Baustellen rückt die Finanzausdauer in den Vordergrund. Im Vorquartal lagen die operativen Ausgaben bei 7,2 Millionen Euro. Durch die simultanen Bohrarbeiten dürfte der Mittelabfluss spürbar steigen — die Zahlen dazu liefert der Quartalsbericht am 29. April 2026.
Ende Dezember verfügte Vulcan über eine Kassenposition von 523 Millionen Euro. Das gibt Spielraum, wird aber genau beobachtet werden.
Aktie verliert deutlich
Der Markt reagierte am 23. April mit einem Kursrückgang von 14 Prozent auf 1,97 Euro in Frankfurt. Das Analystenkonsens-Kursziel liegt bei 4,45 Euro — gemessen am jüngsten Schlusskurs von 2,62 Euro wäre das ein Aufwärtspotenzial von rund 70 Prozent. Ob der Quartalsbericht am 29. April die Stimmung dreht, hängt vor allem davon ab, wie stark der Cash-Abfluss im ersten Quartal tatsächlich ausgefallen ist.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...