Vulcan Energy: Mersen schließt Lionheart-Lieferkette
Vulcan Energy schließt Lieferkette für das Lionheart-Projekt ab und rückt mit steigenden Bohrkosten in den Fokus der Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Millionenvertrag mit Mersen unterzeichnet
- 72 Prozent der Produktion vorab verkauft
- Steigende Kosten durch Bohrarbeiten
- Hauptversammlung Ende Mai geplant
Vulcan Energy schließt die Lieferkette für sein milliardenschweres Lionheart-Projekt ab. Parallel dazu rückt die finanzielle Realität der Bauphase in den Fokus. Am morgigen Mittwoch legt der Lithium-Entwickler seine Zahlen für das erste Quartal vor.
Ein neuer Millionenvertrag mit dem französischen Spezialisten Mersen markiert den Abschluss der Beschaffungsphase. Das Unternehmen liefert eine Anlage für den Standort Höchst, die Lithiumchlorid in Lithiumhydroxid umwandelt. Zuvor vergab Vulcan bereits einen Großauftrag für die Automatisierungstechnik an Siemens.
Auf der Abnehmerseite herrscht Planungssicherheit. Rund 72 Prozent der geplanten Produktionsmenge für das erste Jahrzehnt sind über verbindliche Verträge gebunden:
- Stellantis: 128.000 Tonnen über zehn Jahre
- Glencore: 36.000 bis 44.000 Tonnen über acht Jahre
- LG Energy Solution: 31.000 Tonnen über sechs Jahre
- Umicore: 23.000 Tonnen über sechs Jahre
Bohrarbeiten treiben den Kapitalbedarf
Mit dem Start der Hauptbauphase verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf den Kapitalabfluss. Im Vorquartal meldete Vulcan einen operativen Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro. Dieser Wert dürfte im anstehenden Bericht deutlich höher ausfallen.
Derzeit laufen parallele Bohrarbeiten an den Standorten Schleidberg und Trappelberg. Die Hauptbohrphase ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt. Das treibt die operativen Kosten spürbar in die Höhe.
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Ein Finanzierungspaket von über zwei Milliarden Euro federt die Ausgaben ab. Den größten Anteil stellen Bankkredite, flankiert von staatlichen Fördermitteln und Eigenkapital. Der Baukonzern Hochtief erwarb kürzlich gut 15 Prozent der Anteile und entsandte einen Vertreter in den Aufsichtsrat.
An der Börse spiegelt sich die hohe Volatilität der Projektphase wider. Die Aktie notierte zuletzt bei 2,48 US-Dollar und verzeichnete auf Monatssicht ein Plus von knapp 27 Prozent. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein leichtes Minus zu Buche.
Hauptversammlung Ende Mai
Der nächste wichtige Termin folgt am 28. Mai mit der Hauptversammlung. Das Management hat bereits signalisiert, dass für das Produktionsziel von jährlich 24.000 Tonnen bis 2028 weiteres Kapital nötig sein wird. Eventuelle Kapitalerhöhungen und die damit verbundene Verwässerung bleiben ein zentrales Thema für die Aktionäre.
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