Warner Bros. Discovery (A) Aktie: Erfolgsfaktoren identifiziert

Paramount Skydance legt verbessertes Übernahmeangebot vor, das den Netflix-Deal übertrumpfen könnte. Parallel veröffentlicht Warner Bros. Discovery schwache Quartalsergebnisse.

Kurz zusammengefasst:
  • Paramount erhöht Gebot auf 31 Dollar je Aktie
  • Netflix muss möglicherweise nachbieten
  • Quartalszahlen fallen deutlich unter Vorjahr
  • Aktionärsentscheidung für März geplant

Warner Bros. Discovery steht im Zentrum eines der spektakulärsten Übernahmekämpfe der Medienbranche. Nachdem Netflix bereits ein Angebot auf dem Tisch liegen hat, meldet sich nun Paramount Skydance mit einem verbesserten Gebot zurück – und der Verwaltungsrat signalisiert: Dieses könnte dem Netflix-Deal überlegen sein. Parallel dazu veröffentlicht das Unternehmen am heutigen Donnerstag seine Quartalszahlen. Eine brisante Gemengelage.

Paramount erhöht auf 31 Dollar – Netflix muss nachlegen

Am 24. Februar machte der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery eine bemerkenswerte Feststellung: Das überarbeitete Angebot von Paramount Skydance könnte „vernünftigerweise zu einem überlegenen Vorschlag“ führen. Konkret bietet Paramount nun 31 Dollar je Aktie in bar – ein Dollar mehr als zuvor. Hinzu kommen eine vierteljährliche Gebühr von 0,25 Dollar ab Oktober 2026, eine Ausstiegsgebühr von 7 Milliarden Dollar für den Fall, dass Regulierungsbehörden den Deal blockieren, sowie die Übernahme der 2,8 Milliarden Dollar, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen müsste, um aus dem bestehenden Fusionsvertrag auszusteigen.

Warner Bros. Discovery (A)

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Netflix hat das Unternehmen bislang mit 27,75 Dollar je Aktie bewertet – allerdings nur für die Studio- und Streaming-Sparten, was einem Gesamtwert von rund 82,7 Milliarden Dollar entspricht. Paramount zielt auf das gesamte Unternehmen inklusive Kabelgeschäft ab, was den Gesamtwert auf über 108 Milliarden Dollar treiben würde.

Entscheidend: Der Verwaltungsrat hat noch nicht abschließend geurteilt, dass Paramounts Offerte tatsächlich überlegen ist. Die bestehende Netflix-Fusion wird weiterhin den Aktionären empfohlen. Sollte sich das ändern, hätte Netflix vier Geschäftstage Zeit, sein eigenes Angebot nachzubessern.

Quartalszahlen unter verschärfter Beobachtung

Während der Bieterwettstreit tobt, legt Warner Bros. Discovery heute vor Börseneröffnung seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn von lediglich 0,03 Dollar je Aktie – deutlich unter den 0,20 Dollar des Vorjahres. Beim Umsatz wird mit rund 9,38 Milliarden Dollar gerechnet, nach 10,03 Milliarden im Vorjahresquartal.

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Im Fokus steht das Streaming-Geschäft. Ende des dritten Quartals zählte die Plattform 128 Millionen Abonnenten weltweit. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass die Maßnahmen gegen Account-Sharing im vierten Quartal spürbare Effekte zeigen würden. Zudem sollten Einsparungen von rund 100 Millionen Dollar bei Sportrechten entlasten, da die Überlappung mit NBA-Rechten zurückging.

Politischer Druck und regulatorische Hürden

Der Übernahmekampf hat auch das Justizministerium auf den Plan gerufen, das prüft, ob beide Angebote den Wettbewerb beeinträchtigen könnten. Hinzu kommt öffentliche Kritik von Präsident Trump, der sich am Wochenende zu Netflix äußerte. Dass sowohl politische als auch kartellrechtliche Risiken bestehen, zeigt die Höhe der von Paramount angebotenen Regulierungs-Ausstiegsgebühr von 7 Milliarden Dollar.

Die Aktionäre von Warner Bros. Discovery sollen am 20. März über die Netflix-Fusion abstimmen. Bis dahin dürfte die Auseinandersetzung zwischen den beiden Bietern weiter an Schärfe gewinnen – und die heutigen Quartalszahlen könnten beiden Seiten neue Argumente liefern.

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