Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance haben ihren milliardenschweren Zusammenschluss besiegelt — nach einem monatelangen Bietergefecht, das Netflix zunächst als Sieger sah und am Ende mit einer Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar abfand. Jetzt steht die Aktionärsabstimmung über die Paramount-Transaktion an, und die Komplexität des Deals ist erheblich.
Die Eckpunkte des Paramount-Angebots
Paramount zahlt 31,00 Dollar je WBD-Aktie in bar — ein Gesamtvolumen von rund 110,9 Milliarden Dollar. Finanziert wird der Deal durch 47 Milliarden Dollar Eigenkapital der Ellison-Familie und RedBird Capital sowie 54 Milliarden Dollar Fremdkapital, bereitgestellt von Bank of America, Citigroup und Apollo.
Für Aktionäre enthält der Vertrag eine sogenannte Ticking Fee: Sollte der Deal bis zum 30. September 2026 nicht abgeschlossen sein, steigt der Kaufpreis um 0,25 Dollar je Aktie pro Quartal. Zusätzlich hat Paramount eine regulatorische Abbruchgebühr von 7 Milliarden Dollar zugesagt — eine der höchsten in der Unternehmensgeschichte.
Das kombinierte Unternehmen würde mit einem Nettoverschuldungsgrad von 4,3x EBITDA starten. Zusammen mit den bestehenden Verbindlichkeiten beider Konzerne summiert sich die Schuldenlast auf über 90 Milliarden Dollar — ein zentrales Risiko, das Analysten beschäftigt. Management und Berater rechnen mit mehr als 6 Milliarden Dollar an Synergien.
Insider verkaufen vor der Abstimmung
Auffällig ist die Verkaufsaktivität mehrerer WBD-Direktoren in den Wochen vor dem Aktionärsvotum. Director Paul A. Gould trennte sich von 600.000 Aktien zu rund 27,35 Dollar — ein Erlös von etwa 16,4 Millionen Dollar und ein Abbau seiner Beteiligung um rund 71 Prozent. Director Fazal Merchant reduzierte seinen Anteil um 27 Prozent, Insider Gerhard Zeiler verkaufte ebenfalls 600.000 Aktien, zu durchschnittlich 28,02 Dollar.
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Parallel dazu wurden umfangreiche Vergütungsansprüche für das Management bekannt: Streaming-Chef JB Perrette erhält fusionsbedingte Zahlungen von 142 Millionen Dollar, Chief Revenue Officer Bruce Campbell 121,5 Millionen Dollar und CFO Gunnar Wiedenfels 120 Millionen Dollar.
Regulatorische Hürden auf mehreren Ebenen
Auf Bundesebene sind die Genehmigungen bereits erteilt. Offen bleiben jedoch Prüfverfahren des kalifornischen Generalstaatsanwalts sowie Überprüfungen durch Regulatoren in der EU und Großbritannien. Hinzu kommen potenzielle Sicherheitsbedenken gegenüber bestimmten Investoren im Paramount-Konsortium, die internationale Behörden beschäftigen könnten.
Der Abschluss des Deals wird für das dritte Quartal 2026 angepeilt — abhängig von Aktionärszustimmung und regulatorischen Freigaben. Die Ticking-Fee-Klausel setzt das Management unter Zeitdruck: Jede Verzögerung über den September hinaus erhöht den Kaufpreis und belastet die Finanzierungsstruktur des ohnehin schuldenintensiven Zusammenschlusses.
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