Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance gilt als einer der größten Mediendeals der Geschichte. Doch kurz nach Abschluss des Fusionsvertrags Ende Februar gerät die Finanzierung ins Wanken – und auch politische Verwicklungen sorgen für Aufsehen.
Internationale Geldgeber zögern
Der 110 Milliarden Dollar schwere Deal stützt sich auf ein komplexes Finanzierungsgeflecht. Den Kern bilden 47 Milliarden Dollar an Eigenkapital, bereitgestellt von der Ellison-Familie und RedBird Capital. Daneben sollten drei arabische Staatsfonds – der saudische Public Investment Fund, Abu Dhabis L’imad Holding Company und die Qatar Investment Authority – gemeinsam 24 Milliarden Dollar beisteuern. Laut Financial Times überdenken alle drei Fonds diese Zusage nun. Grund: Haushaltszwänge durch den anhaltenden Konflikt mit dem Iran zwingen sie, internationale Investitionen neu zu priorisieren.
Gleichzeitig rückt ein bekannter Name wieder ins Bild. Der chinesische Technologiekonzern Tencent erwägt laut Bloomberg eine passive Beteiligung in dreistelliger Millionenhöhe. Zuvor hatte Tencent eine ursprünglich zugesagte Milliarden-Dollar-Beteiligung zurückgezogen – aus Sorge, die Transaktion könnte nationale Sicherheitsbedenken in den USA auslösen.
Trumps Bond-Käufe und das Ende des Bietergefechts
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen Regierungsunterlagen, über die Reuters am 9. März berichtete. Demnach erwarb US-Präsident Donald Trump im Dezember 2025 Warner-Bros.-Discovery-Anleihen im Wert von 500.000 bis einer Million Dollar – zu Kursen zwischen 91,75 und 92 Cent je Dollar. Die Käufe erfolgten kurz nach den ersten Übernahmemeldungen, aber Wochen vor dem Höhepunkt des Bieterwettbewerbs im Februar 2026. Das Weiße Haus wies Interessenkonflikte zurück: Trumps Vermögen werde von einem Trust verwaltet, der von seinen Kindern geführt werde.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Warner Bros. Discovery (A)?
Das Bietergefecht selbst endete am 26. Februar, als Netflix sein konkurrierendes Angebot zurückzog. Die Netflix-Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters begründeten den Rückzug klar: Zum Preis, der nötig gewesen wäre, um das Paramount-Skydance-Angebot zu überbieten, sei der Deal schlicht nicht mehr rentabel.
Regulatorische Hürden bis September
Der Abschluss der Transaktion ist für den 30. September 2026 geplant. Verzögert sich die Umsetzung, greift eine Strafklausel: 25 Cent je Aktie pro Quartal werden dann zusätzlich fällig. Scheitert der Deal an regulatorischen Hürden, ist Paramount zu einer Vertragsauflösungsgebühr von 7 Milliarden Dollar verpflichtet.
Dass diese Hürden real sind, zeigt die Haltung des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta. Er bekräftigte jüngst, die Behörde führe eine offene Untersuchung und werde die Transaktion eingehend prüfen. Mit dem 30. September als harter Deadline, offenen Fragen bei der Auslandsfinanzierung und einer aktiven Regulierungsprüfung in Kalifornien bleibt der Weg zum Abschluss anspruchsvoll.
Warner Bros. Discovery (A)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Warner Bros. Discovery (A)-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:
Die neusten Warner Bros. Discovery (A)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Warner Bros. Discovery (A)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Warner Bros. Discovery (A): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
