Trotz starker Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 gerät die Aktie von Waters Corporation unter Druck. Während das Unternehmen die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertraf, enttäuscht die Prognose für den Jahresauftakt 2026. Integrationshürden bei einer milliardenschweren Übernahme dämpfen die Stimmung der Anleger merklich.
Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:
* Umsatz Q4 2025: 932,36 Mio. USD (über Konsens)
* Gewinn Q4 2025 (bereinigt): 4,53 USD je Aktie (über Konsens)
* Gewinnprognose Q1 2026: 2,25 – 2,35 USD je Aktie
* Gewinnprognose GJ 2026: 14,30 – 14,50 USD je Aktie
* Strategischer Schritt: Abschluss der 18,8-Mrd.-USD-Übernahme der BD-Sparte am 9. Februar
Schwacher Ausblick auf 2026
Hauptverantwortlich für die negative Marktreaktion ist der verhaltene Ausblick auf das laufende erste Quartal 2026. Das Management rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,25 und 2,35 US-Dollar. Diese Spanne liegt deutlich unter den bisherigen Schätzungen der Analysten.
Ein wesentlicher Grund für die konservative Prognose ist die Entwicklung des neu erworbenen Geschäftsbereichs Biosciences & Diagnostic Solutions von Becton Dickinson (BD). Die am Montag abgeschlossene Transaktion im Volumen von 18,8 Milliarden US-Dollar bringt kurzfristige Herausforderungen mit sich. In einer Telefonkonferenz räumte die Konzernspitze ein, dass die Sparte im vergangenen Quartal schwächer abschnitt als kalkuliert. Ursächlich hierfür waren vor allem eine Flaute im chinesischen Markt sowie Verzögerungen bei staatlichen Fördergeldern in den USA.
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Gemischte Signale der Analysten
Für das Gesamtjahr 2026 plant Waters nun mit einem Umsatz zwischen 6,40 und 6,46 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in einem Korridor von 14,30 bis 14,50 US-Dollar landen. Durch die BD-Übernahme verdoppelt das Unternehmen zwar seine Umsatzbasis, doch Investoren fokussieren sich derzeit primär auf die Integrationsrisiken.
Die Reaktionen der Finanzinstitute fielen gestern unterschiedlich aus. Barclays stufte den Titel auf „Strong-Buy“ hoch und betonte den strategischen Wert des erweiterten Portfolios. Andere Häuser zeigten sich vorsichtiger und senkten ihre Kursziele. Wells Fargo reduzierte den Zielwert auf 355 US-Dollar, die Bank of America auf 350 US-Dollar und die UBS auf 370 US-Dollar.
Können die langfristigen Synergien der Mega-Übernahme die aktuellen operativen Bremsspuren kompensieren? Der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Monate, in denen Waters beweisen muss, dass die Schwäche in der neuen Sparte vorübergehender Natur ist. Vor allem die Stabilisierung der Märkte in China und der US-Förderlandschaft wird darüber entscheiden, ob die operative Hebelwirkung des Zukaufs wie geplant greifen kann.
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