Wienerberger Aktie: 2,6 Prozent Plus auf 24,50 Euro
Wienerberger verzeichnet einen deutlichen Kursanstieg bei überdurchschnittlichem Handelsvolumen, bleibt aber im Jahresverlauf klar im Minus.

Kurz zusammengefasst
- Kurs legt um 2,6 Prozent zu
- Hohes Handelsvolumen im ATX Prime
- Jahresminus bleibt bei 19 Prozent
- RSI signalisiert überkaufte Lage
Wienerberger profitiert am Mittwoch von einer freundlicheren Stimmung an der Wiener Börse. Die Aktie legt um 2,6 Prozent auf 24,50 Euro zu und zählt im ATX Prime zu den stärkeren Werten. Auffällig ist vor allem das hohe Handelsvolumen. Das spricht für ordentliches Interesse, obwohl der Titel im längerfristigen Bild weiter klar zurückliegt.
Volumen treibt den Handel
Am Dienstagvormittag lag Wienerberger im Handelssegment an der Spitze der Gewinnerliste. Zeitweise ging es um rund 2,5 Prozent auf etwa 24,30 Euro nach oben. Parallel dazu wechselten knapp 29.000 Aktien den Besitzer, mehr als bei allen anderen Titeln im Index.
Der Kurs hat sich damit etwas von seinem jüngsten Tief gelöst. Seit Jahresanfang steht die Aktie aber weiter mit 19,04 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Minus 25,67 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bleibt mit gut 10 Prozent ebenfalls deutlich.
Mehr Bewegung als Trend
Kurzfristig sieht das Bild freundlicher aus. In sieben Tagen hat die Aktie 7,17 Prozent zugelegt und liegt auch leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 24,06 Euro. Der RSI von 82,8 zeigt allerdings, dass der Titel bereits heiß gelaufen ist.
Das ist ein wichtiger Punkt. Denn die jüngste Stärke kommt nicht aus einem sauberen Trendwechsel, sondern eher aus einer Erholung in einem weiter angeschlagenen Chartbild. Die Volatilität von 40,37 Prozent unterstreicht, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.
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Operative Themen bleiben im Blick
Jenseits des Börsenhandels spielt bei Wienerberger weiter die Unternehmensseite eine Rolle. Im Mai kündigte der Baustoffspezialist die Übernahme der serbischen Univerzum Group an. Das passt zur Strategie, die regionale Marktposition zu stärken.
Hinzu kommen die Beschlüsse der 157. Hauptversammlung, die im Mai Zustimmung erhielten. Auch Directors‘ Dealings von Führungskräften wie Heimo Scheuch, Harald Schwarzmayr und Gerhard Hanke haben zuletzt für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt.
Für den weiteren Jahresverlauf rückt damit die operative Entwicklung wieder stärker in den Fokus. Das erste Quartal hatte wegen einer verfehlten Gewinnprognose Druck auf die Aktie gebracht. Solange sich die Kurse nur über dem jüngsten Tief stabilisieren, bleibt der Abstand zu den alten Niveaus groß. Der nächste echte Test ist eine Verbesserung bei Ergebnis und Ausblick, nicht nur ein freundlicher Handelstag.
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