Wienerberger Aktie: Neubau-Flaute?
Schwacher Wohnungsneubau und teurere Energie, Rohstoffe sowie Logistik drücken Wienerbergers EBITDA-Ausblick für 2026 auf 640 bis 650 Millionen Euro.

Kurz zusammengefasst
- Wohnungsneubau in drei Märkten schwach
- Energie- und Logistikkosten sind gestiegen
- Kostenoptimierung und Strategieprüfung angekündigt
- Quartalsergebnisse erscheinen am 12. November
Wienerberger kämpft mit schwachem Wohnungsneubau und steigenden Kosten. Nach Unternehmensangaben blieb die saisonale Erholung der Bautätigkeit im September hinter den Erwartungen zurück. Für das dritte Quartal 2026 erwartete Wienerberger ein EBITDA von etwa 170–180 Mio. Euro.
Nachfrage und Kosten belasten gleichzeitig
Die Schwäche im Wohnungsneubau betrifft laut Wienerberger insbesondere Großbritannien, die USA und Kanada. Zugleich seien die Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten seit Ende August deutlich gestiegen. Mit der Prognosesenkung bezifferte das Unternehmen seine EBITDA-Erwartung für das Geschäftsjahr 2026 auf 640–650 Mio. Euro.
Für das dritte Quartal 2026 stellte Wienerberger einen Umsatz von rund 1,2–1,3 Mrd. Euro in Aussicht. Dabei handelt es sich um eine Erwartung, nicht um bereits veröffentlichte Quartalsergebnisse.
Als Maßnahmen kündigte Wienerberger eine beschleunigte Kostenoptimierung und eine strategische Überprüfung an. Die gesenkte Jahresprognose begründete das Unternehmen sowohl mit der schwächer als erwarteten Nachfrage als auch mit den gestiegenen Kosten.
Vorsichtiger Blick auf eine Nachfragebelebung
Medienberichten zufolge nahm Jefferies die Bewertung von Wienerberger vor gut drei Wochen mit der Einstufung „Halten“ auf. Das Kursziel betrug 16 Euro. Die damalige Begründung: Es sei noch zu früh, auf eine Nachfragebelebung durch europäische Staatsausgaben im Jahr 2027 zu setzen.
Auch einen Aufschwung im US-Wohnungsbau bezeichnete das Analysehaus als unsicher. Im Mittelpunkt der Einschätzung stand zunächst die strategische Überprüfung bei Wienerberger.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2026 ist für den 12. November angekündigt. Am selben Tag soll die Telefonkonferenz um 12:00 Uhr CET stattfinden.
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