Williams Cos Aktie: Blackstone finanziert Strom-Ausbau

Pipeline-Betreiber Williams holt sich 5,34 Milliarden Dollar von Blackstone, Apollo und KKR für fünf neue Kraftwerksprojekte.

Felix Baarz ·
Williams Cos Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Milliarden-Deal mit drei Investoren
  • Fünf neue Kraftwerksprojekte geplant
  • Williams bleibt Mehrheitseigner mit 51 Prozent
  • Aktie klettert nahe 52-Wochen-Hoch

Williams baut sein Kraftwerksgeschäft aus – und holt sich dafür gleich drei der größten Namen der Investmentwelt ins Boot. Blackstone Credit & Insurance, Apollo und KKR stellen dem Pipeline-Betreiber 5,34 Milliarden Dollar an Kapital zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten die drei Investoren einen Minderheitsanteil an fünf neuen Kraftwerksprojekten.

Die Aktie reagierte am Montag mit einem moderaten Plus von rund einem Prozent und bewegte sich damit nahe ihres 52-Wochen-Hochs von 80,08 Dollar.

Fünf Projekte, ein Finanzierungsmodell

Konkret geht es um die sogenannten Power-Innovation-Projekte mit den Namen Socrates, Apollo, Aquila, Socrates the Younger und Neo – allesamt „Behind-the-meter“-Kraftwerke, die Strom direkt am Verbrauchsort liefern, etwa für Rechenzentren im Zuge des KI-Booms. Blackstone und seine Partner übernehmen 49 Prozent der Anteile an diesen Projekten. Williams bleibt mit 51 Prozent Mehrheitseigner und behält die operative Kontrolle.

Von den 5,34 Milliarden Dollar entfallen 4,4 Milliarden auf den Anteil der Investoren an den erwarteten Wachstumsinvestitionen. Rund 900 Millionen Dollar fließen als zusätzliche Gegenleistung direkt an Williams. Cash-Ausschüttungen richten sich künftig nach dem jeweiligen Eigentumsanteil – Williams hat sich zudem ein Rückkaufrecht gesichert, das zwischen dem siebten und 14. Jahr der Partnerschaft greift.

Für Williams-Chef Chad Zamarin ist die Konstruktion ein Weg, das mittlerweile mehr als 2,6 Gigawatt umfassende Power-Innovation-Portfolio schneller zu skalieren, ohne die eigene Bilanz übermäßig zu belasten. Der Konzern verweist auf einen Auftragsbestand von über sechs Gigawatt, den die Partnerschaft absichern soll. Citi beriet Williams bei der Transaktion, Morgan Stanley stand Blackstone zur Seite.

Bilanz bleibt im Zielkorridor

Für das operative Geschäft ändert sich an der Prognose wenig. Williams rechnet für 2026 weiterhin mit einem bereinigten EBITDA in der oberen Hälfte der Spanne von 8,05 bis 8,35 Milliarden Dollar. Die Wachstumsinvestitionen sollen zwischen 7 und 7,6 Milliarden Dollar liegen, die Instandhaltungsausgaben zwischen 850 und 950 Millionen Dollar.

Durch die Einbindung von Blackstone als nicht kontrollierender Minderheitsgesellschafter verschiebt sich der Verschuldungsgrad leicht nach oben – der Zielwert für 2026 liegt nun bei rund dem 3,6-fachen des EBITDA, weiterhin innerhalb der selbst gesteckten Spanne von 3,5 bis 4,0. Williams zahlt seit 53 Jahren ununterbrochen eine Dividende, die aktuelle Rendite liegt bei 2,8 Prozent.

Mit der Transaktion verschafft sich Williams finanziellen Spielraum, um weitere Kraftwerksprojekte anzustoßen, ohne dabei die eigene Verschuldung aus dem Ruder laufen zu lassen. Wie schnell sich der Auftragsbestand von sechs Gigawatt tatsächlich in neue Projekte übersetzt, dürfte sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen.

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Williams Cos Aktie

74,29 USD

– 0,73 USD -0,97 %
KGV 32,90
Sektor Energie
Div.-Rendite 2,68 %
Marktkapitalisierung 91,75 Mrd. USD
ISIN: US9694571004 WKN: 855451

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