WisdomTree Precious Metals: JOLTS-Daten am 2. Juni im Fokus
Der WisdomTree Physical Precious Metals ETF schloss die Woche mit Verlusten ab. Gold zeigte Schwäche, während Silber, Platin und Palladium zulegten.

Kurz zusammengefasst
- ETF-Wochenminus von 1,86 Prozent
- Gold fällt, andere Metalle steigen
- US-Inflationsdaten beeinflussen Kurse
- Geopolitische Unsicherheit bleibt Risiko
Der WisdomTree Physical Precious Metals ETF beendete die vergangene Handelswoche mit unterschiedlichen Vorzeichen bei den zugrunde liegenden Edelmetallen. Der ETF notierte am Freitag bei 249,86 Euro – ein Minus von 0,54 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht verlor das Papier 1,86 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein kleines Plus von 1,44 Prozent.
Der Fonds bildet einen Korb aus Gold (55,66 Prozent), Silber (27,39 Prozent), Palladium (10,52 Prozent) und Platin (6,43 Prozent) ab. Die Kostenquote liegt bei 0,44 Prozent pro Jahr. Die physischen Bestände verwahrt die HSBC Bank.
US-Daten und Geopolitik belasten
Die Entwicklung der einzelnen Metalle fiel auseinander. Silber, Platin und Palladium legten am Dienstag teils deutlich zu. Gold dagegen bewegte sich seitwärts und fiel dann drei Tage in Folge. Erst am Donnerstag erholte sich der Goldpreis leicht.
Auslöser waren neue US-Konjunkturdaten. Die jährliche Kerninflationsrate (PCE) stieg im April auf 3,8 Prozent – der höchste Stand seit Mai 2023. Die monatliche Rate fiel mit 0,2 Prozent aber weicher aus als erwartet. Das dämpfte den Druck auf die Federal Reserve und verlieh Gold etwas Auftrieb.
Hinzu kommt die Unsicherheit um ein mögliches US-Iran-Abkommen. Ein vorläufiger Waffenstillstand und neue Atomgespräche wurden gemeldet, doch der Iran bestätigte nichts. Präsident Trump forderte laut Berichten Änderungen am Entwurf. Die fehlende Klarheit bleibt ein Risikofaktor für die Rohstoffmärkte.
Ausblick: Was Anleger erwartet
Die neue Woche bringt entscheidende Daten. Am 2. Juni erscheinen die offenen Stellen (JOLTS), am 5. Juni der Arbeitsmarktbericht. In der Folgewoche folgen Verbraucherpreise (CPI) am 10. Juni und Erzeugerpreise (PPI) am 11. Juni. Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten die Hoffnung auf Zinssenkungen neu entfachen und Edelmetalle stützen. Starke Daten würden dagegen den Dollar und die Renditen nach oben treiben – ein Gegenwind für den Sektor.
Aus technischer Sicht liegt die Goldunterstützung bei 4.313 Dollar, der Widerstand bei 4.645 Dollar. Der ETF notiert rund drei Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 257 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 325 Euro beträgt 23 Prozent. Der RSI von 68,5 deutet auf eine neutrale bis leicht überkaufte Verfassung hin. Die Kombination aus Inflationssorgen und geopolitischer Unsicherheit dürfte kurzfristig für volatile Tage sorgen.
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