WisdomTree Silver 3x: 14,32 Prozent Wochenverlust
Starker US-Dollar und Zinserhöhungsängste lassen den Silberpreis einbrechen. Das gehebelte Zertifikat verliert in einer Woche über 14 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Wöchentlicher Kursrutsch von über 14 Prozent
- US-Dollar-Index erreicht Höchststand seit Mai 2025
- Friedensabkommen senkt geopolitische Risikoprämie
- Silbermarkt bleibt trotz Verlusten unterversorgt
Silber-Anleger erlebten eine bittere Handelswoche. Der WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged verlor am Freitag 6,38 Prozent und schloss bei 9,90 USD. Innerhalb von sieben Tagen büßte das Instrument damit 14,32 Prozent an Wert ein.
Der US-Dollar belastet den Silbermarkt massiv. Der US-Dollar-Index (DXY) kletterte auf den höchsten Stand seit Mai 2025. Ein feiertagsbedingt dünner Handel am US-Markt verstärkte diese Bewegung am Freitag zusätzlich.
Zinsdruck und diplomatische Entspannung
Parallel dazu sorgt die neue Führung der US-Notenbank Federal Reserve für Unruhe. Investoren rechnen nun mit weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2026. Das erhöht die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Silber.
Ein diplomatischer Durchbruch dämpft die Nachfrage nach sicheren Häfen zusätzlich. Das „Schweizer Friedensabkommen“ zwischen den USA und dem Iran entspannt die Lage im Nahen Osten. Die geplante Wiedereröffnung der Straße von Hormus lässt die geopolitische Risikoprämie schrumpfen.
Der „Kriegsaufschlag“ löst sich damit auf. Dieser hatte den Silberpreis seit Jahresbeginn massiv gestützt.
Technische Warnsignale und industrielle Basis
Die technische Lage ist extrem angespannt. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 30,0 gilt das Produkt als überverkauft. Die annualisierte Volatilität liegt derweil bei 155,94 Prozent. Das unterstreicht das hohe Risiko dieses dreifach gehebelten Zertifikats.
Trotz der Kursverluste bleibt das physische Angebot knapp. Experten erwarten für 2026 ein weltweites Defizit von 46,3 Millionen Unzen. Es wäre das sechste Jahr in Folge mit einer Unterversorgung.
In der Industrie zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Solarbranche benötigt dank effizienterer Fertigung rund 19 Prozent weniger Silber. Diesen Rückgang fangen jedoch neue Wachstumstreiber ab. Vor allem der Ausbau von KI-Rechenzentren und die Infrastruktur für Elektromobilität stützen die langfristige Nachfrage.
Die restriktive Haltung der US-Notenbank bleibt das zentrale Thema. Ein anhaltend starker Dollar könnte die technische Erholung des Silberpreises vorerst ausbremsen.
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