WisdomTree Silver 3x: 8% Einbruch am 15. Mai
Gehebelter Silber-ETC verliert nach starkem Wochenauftakt alle Gewinne. Inflation und Zinsängste belasten den Rohstoff zusätzlich.
Kurz zusammengefasst
- Wöchentliche Gewinne vollständig ausgelöscht
- US-Inflationsdaten belasten Silberkurs
- UBS senkt Preisprognosen für Silber
- Angebotsdefizit schrumpft deutlich
Das WisdomTree Silver 3x Daily Leveraged ETC erlebte in der Woche bis zum 15. Mai 2026 eine extreme Achterbahnfahrt. Am Mittwoch legte das Produkt um mehr als 17 % zu. Zwei Tage später waren diese Gewinne vollständig ausradiert.
Der Freitagseinbruch traf Silber mit voller Wucht. Der Rohstoff verlor mehr als 8 % und fiel auf rund 76 US-Dollar je Unze. Für den dreifach gehebelten ETC bedeutete das eine überproportionale Belastung — so funktioniert Hebelwirkung in beide Richtungen.
Inflation und Fed als Auslöser
Der Auslöser war makroökonomischer Natur. US-Erzeuger-, Import- und Exportpreise stiegen im April so schnell wie seit 2022 nicht mehr. Der Verbraucherpreisindex kletterte um 3,8 % im Jahresvergleich und übertraf damit die Erwartungen. Angeheizt wird die Inflation durch den anhaltenden Iran-Krieg und die Schließung der Straße von Hormus.
Die Folge: Die Märkte preisen laut CME FedWatch-Tool derzeit eine 50-prozentige Chance auf eine Zinserhöhung im Dezember ein. Zinssenkungen gelten als nahezu ausgeschlossen. Silber leidet darunter besonders — als ertragsloses Asset profitiert es von niedrigen Zinsen, nicht von steigenden.
UBS senkt Preisprognosen deutlich
Kurz vor dem Freitagseinbruch hatte UBS bereits die Stimmung getrübt. Die Bank revidierte ihre Silberpreis-Prognosen spürbar nach unten:
- Q2-2026-Ziel: von 100 auf 85 USD
- September-Ziel: von 95 auf 85 USD
- Jahresend-Ziel: von 85 auf 80 USD
- März-2027-Prognose: von 85 auf 75 USD
Hintergrund ist eine drastisch veränderte Angebots-Nachfrage-Rechnung. UBS erwartet, dass das globale Silberangebotsdefizit 2026 auf 60 bis 70 Millionen Unzen schrumpft — nach einer früheren Schätzung von 300 Millionen Unzen. Schwächere Industrienachfrage und gestiegene Minenproduktion erklären den Rückgang.
Zwischen drei Kräften gefangen
Die Woche begann noch mit einem historisch schnellen Anstieg. Das Gold-Silber-Verhältnis komprimierte sich von rund 62:1 auf unter 55:1 — ausgelöst durch den US-China-Zollwaffenstillstand Anfang der Woche. Silber übernahm dabei die gesamte Bewegung, was auf eine industrielle Neubewertung hindeutet, keine Safe-Haven-Nachfrage.
Am Freitag drehte das Verhältnis scharf zurück auf 58,9:1. Silbers Doppelrolle als Industrie- und Währungsmetall macht es in diesem Umfeld besonders anfällig.
Technisch hält der ETC noch Kaufsignale. Unterstützung liegt bei 22,76 und 19,28 USD. Ein Kaufsignal vom 26. März hat den ETC seitdem um mehr als 105 % steigen lassen — das 52-Wochen-Tief lag bei 5,04 USD, das Hoch bei 153,78 USD. Diese Spanne illustriert, wie extrem die Hebelwirkung wirkt.
Langfristig stützt das Silver Institute seinen Ausblick: Es erwartet ein sechstes aufeinanderfolgendes Jahresdefizit von rund 46 Millionen Unzen. Die Nachfrage aus Elektronik und Solarmodulen bleibt strukturell intakt. Ob das gegen steigende US-Zinsen und eine revidierte UBS-Prognose ausreicht, wird sich spätestens bei den nächsten Fed-Sitzungen im Juni und Juli zeigen.
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