Microsoft Aktie: Melius hebt Rating auf Buy
Melius Research bewertet Microsoft positiver; der Konzern plant bis 2030 mehr als 10 Milliarden Dollar für vier Golfstaaten.

Kurz zusammengefasst
- Melius Research hebt Microsoft auf Buy
- Kursziel von 665 Dollar genannt
- Aktie steigt gestern um 1,8 Prozent
- Mehr als zehn Milliarden Dollar Investitionen geplant
Gestern hat das Analysehaus Melius Research die Einstufung für Microsoft von Hold auf Buy angehoben und ein Kursziel von 665 $ ausgegeben. Als wesentlichen Treiber für diese Neubewertung nennen die Experten die erwartete Nachfrage nach Unternehmenssoftware und Cybersicherheitslösungen, die vor allem im Zuge wachsender Risiken durch künstliche Intelligenz an Bedeutung gewinnen dürften.
Am Aktienmarkt spiegelte sich der Optimismus direkt wider: Das Papier legte gestern um 1,8 Prozent zu und ging bei 467,90 € aus dem Handel. Damit trennen den Softwarekonzern nur noch 2,1 Prozent von seinem bisherigen 52-Wochen-Hoch.
Bedrohungslage rückt Sicherheitsdienste in den Fokus
Die Einschätzung der Analysten trifft auf ein Marktumfeld, in dem digitale Verteidigungsmechanismen für Firmenkunden höchste Priorität genießen. Microsoft selbst hatte am 1. Oktober seinen Digital Defense Report 2026 vorgelegt. Darin zeichnet der Konzern das Bild einer zunehmend vernetzten Sicherheitsarchitektur und beschreibt, wie neue Technologien die Bedrohungslandschaft nachhaltig verändern.
Auch andere Marktbeobachter sehen den Konzern im Schlussquartal strategisch gut positioniert. Medienberichten zufolge hob Wells Fargo am 1. Oktober das eigene Kursziel für die Aktie von 700 $ auf 725 $ an und bestätigte die Einstufung mit Overweight. Zudem setzte die Bank das Papier auf ihre taktische Auswahlliste für das vierte Quartal.
Vor rund zwei Wochen hatte der Softwarekonzern zudem eine Überarbeitung seines Copilot-Assistenten präsentiert, um Arbeitsschritte in den Bereichen Chat, Programmierung und Arbeitsdelegation enger miteinander zu verzahnen. Diese Produktinitiativen ergänzen das Sicherheitsportfolio und untermauern das Bestreben, Geschäftskunden eine integrierte Softwareplattform bereitzustellen.
Weichenstellungen in Führung und Infrastruktur
Parallel zu den Produkt- und Sicherheitsinitiativen zeichnen sich im Konzern personelle Veränderungen ab. Ryan Roslansky, Executive Vice President für LinkedIn und Microsoft 365, wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Wie Microsoft am 1. Oktober mitteilte, bleibt Roslansky dem Konzern jedoch bis Ende 2026 als Berater erhalten.
Gleichzeitig forciert das Management den Ausbau der globalen Präsenz abseits der etablierten Kernmärkte. Bis 2030 plant der Konzern Investitionen von mehr als 10 Milliarden $ an Betriebs- und Investitionsausgaben in Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ein Teil dieser Summe ist gezielt für die regionale Telekommunikationsinfrastruktur vorgesehen, um das Fundament für künftige Software- und Clouddienste im Nahen Osten abzusichern.
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