Shell Aktie: Der Ölpreis rutscht weg, der Kurs gleich mit
Schwächere Ölnotierungen belasteten Shells Aktie; zugleich meldete der Konzern hohe Quartalszuflüsse und vereinbarte LNG-Lieferungen ab 2027.

Kurz zusammengefasst
- Shell-Aktie binnen sieben Tagen 8,5 Prozent schwächer
- Ölpreise am Mittwoch um 8 Prozent gesunken
- Operativer Mittelzufluss im dritten Quartal: 21 Milliarden Dollar
- METLEN-Vertrag sieht sechs LNG-Ladungen jährlich vor
Die Aussicht auf eine Entspannung im Iran-Krieg setzt den Ölpreis unter Druck und belastet Shell. Reuters berichtete gestern über einen sich abzeichnenden kräftigen Wochenverlust beim Öl, nachdem die US-Wahlergebnisse Hoffnungen auf eine Deeskalation geweckt hatten. Die Shell-Aktie verlor innerhalb von sieben Tagen 8,5%.
Hoffnung auf mehr Angebot drückt Ölpreis
Bereits am Mittwoch waren die Rohölpreise Medienberichten zufolge um 8% gefallen. Neben der Hoffnung auf eine Entspannung nach den US-Zwischenwahlen standen dabei Erwartungen eines steigenden Angebots im Mittelpunkt. Der Rückgang der Ölpreise wurde als konkreter Auslöser der jüngsten Kursschwäche von Shell genannt.
Die Lage im Nahen Osten blieb allerdings angespannt. Reuters zufolge stützten anhaltende Angriffe in der Region den Ölmarkt gestern etwas. Damit standen den Erwartungen einer Entspannung weiterhin tatsächliche Angriffe gegenüber.
Hoher Mittelzufluss und laufende Rückkäufe
Shell hatte am 29. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 10,8 Milliarden $ gemeldet. Als Gründe nannte das Unternehmen eine starke operative Entwicklung, erhöhte Rohstoffpreise und Rekordmargen im Raffineriegeschäft. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft erreichte 21,0 Milliarden $.
Vor gut einer Woche kündigte Shell zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden $ für die nächsten drei Monate an. Am Donnerstag kaufte das Unternehmen im Rahmen seines Programms rund 1,9 Millionen Aktien zur Einziehung zurück.
Auf der Absatzseite schlossen Shell Global LNG Limited und METLEN am Montag einen verbindlichen Liefervertrag für Flüssigerdgas mit fünfjähriger Laufzeit. Laut METLEN soll Shell ab 2027 jährlich sechs Ladungen liefern. Das entspricht etwa 0,6 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr.
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