Der Chipkonzern TSMC erreichte am Mittwoch in den USA ein neues Rekordhoch von 333,08 US-Dollar. Gleichzeitig erhöhen Analysten ihre Kursziele – JPMorgan sieht 24 Prozent Potenzial und prognostiziert 30 Prozent Umsatzwachstum für 2026. Der Treiber: unstillbarer Hunger nach KI-Chips und die neue 2-Nanometer-Technologie.
JPMorgan hebt Kursziel deutlich an
JPMorgan schraubte sein Kursziel für TSMC am Mittwoch auf umgerechnet 2.100 Taiwanesische Dollar – ein Plus von 24 Prozent gegenüber der vorherigen Einschätzung. Die Analysten der US-Bank begründen dies mit zwei Faktoren: Erstens erwarten sie für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 30 Prozent. Zweitens sehen sie deutlich verbesserte Margen, da TSMC bei fortgeschrittenen Fertigungsknoten kaum Wettbewerb hat.
Mizuho Securities bestätigte zeitgleich seine Kaufempfehlung mit einem Ziel von 2.000 Taiwan-Dollar. Insgesamt haben seit Jahresbeginn mindestens sechs große Investmenthäuser ihre Prognosen nach oben korrigiert.
Die 2-Nanometer-Preismacht
Hinter den Upgrades steht vor allem TSMCs Übergang zur 2-Nanometer-Fertigung. Ein einzelner Wafer kostet in dieser Technologie rund 30.000 US-Dollar – deutlich mehr als die 18.000 bis 25.000 Dollar für 3-Nanometer-Wafer. Kunden wie Apple und Nvidia zahlen diesen Aufpreis, weil sie die leistungsstärksten Chips für iPhone-Modelle und KI-Rechenbeschleuniger benötigen.
Diese Preissetzungsmacht zeigt sich auch im Gesamtmarkt: Micron Technology, ein Zulieferer für KI-Speicherchips, legte am Montag über 10 Prozent zu, nachdem das Unternehmen ausverkaufte Lagerbestände meldete. Diese Speicherchips werden in TSMCs CoWoS-Packaging-Verfahren integriert – ein zusätzlicher Nachfragetreiber für den taiwanesischen Konzern.
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Weitere Entwicklungen
TSMC sichert parallel seine Technologie ab. Taiwanesische Staatsanwälte haben am Montag eine Einheit von Tokyo Electron und drei Personen wegen mutmaßlichen Diebstahls von 14-Nanometer-Betriebsgeheimnissen angeklagt. Das Unternehmen zeigt damit, dass es seine Fertigungsprozesse aggressiv schützt.
In den USA verstärkt TSMC seine Präsenz: Mit Gina Proctor wurde am Montag eine neue Treasurerin für die Arizona-Tochter ernannt. Die dortigen Werke beliefern bereits AMD und Nvidia mit fortschrittlichen Chips.
Ausblick: 50 Milliarden Dollar Investitionen
Für 2026 plant TSMC Investitionen von etwa 50 Milliarden US-Dollar, um Kapazitäten auszubauen. Während die in Taiwan gelisteten Aktien am Mittwoch nach Gewinnmitnahmen 1,76 Prozent nachgaben, setzten die US-notierten ADRs ihre Rekordjagd fort. Mit einem Plus von acht Prozent seit Jahresbeginn bleibt die Dynamik intakt – vor allem, weil globale Investoren bereit sind, eine Prämie für den Zugang zu TSMCs Monopolstellung bei High-End-KI-Chips zu zahlen.
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