Almonty Aktie: ASX-Delisting am 1. September
Almonty Industries beendet Notierungen in Australien und Kanada. Der Wolfram-Produzent konzentriert den Aktienhandel künftig auf die Nasdaq.

Kurz zusammengefasst
- Delisting von ASX und TSX
- Handelsende an ASX am 28. August
- Umwandlungsfrist für CDI-Inhaber bis November
- Aktie notiert künftig nur noch in Frankfurt und Nasdaq
Almonty Industries zieht sich von zwei Börsenplätzen gleichzeitig zurück. Der Wolfram-Produzent hat seine australischen Aktionäre formell über das Ende der ASX-Notierung informiert. Der Handel mit den Aktien konzentriert sich künftig auf die Nasdaq.
Am 29. Juli 2026 verschickte das Unternehmen die Benachrichtigungsschreiben an die Inhaber der CDIs (CHESS Depositary Interests). Damit startet eine einmonatige Frist. In dieser Zeit können Anleger ihre CDIs entweder am Markt verkaufen oder im Verhältnis 1:1 in Nasdaq-notierte Aktien umwandeln.
Der Fahrplan für australische Aktionäre
Die australische Börsenaufsicht ASX hat dem freiwilligen Delisting bereits zugestimmt. Der Handel mit den CDIs endet am 28. August 2026. Das Delisting selbst wird zum 1. September 2026 wirksam.
Wer bis dahin nicht verkauft oder konvertiert hat, verliert die Kontrolle nicht sofort. Vom 8. September bis zum 6. November 2026 öffnet eine freiwillige Verkaufsfazilität für alle, die ihre Position noch abstoßen wollen. Bleiben danach noch Anteile übrig, greift vom 9. November bis zum 9. Dezember 2026 eine verpflichtende Verkaufsfazilität.
Wer stattdessen investiert bleiben will, kann seine CDIs bis zum Schluss der freiwilligen Fazilität am 6. November 2026 in Aktien auf dem nordamerikanischen Register umwandeln. CHESS-Inhaber wenden sich dafür an ihren Broker oder wechseln in ein Issuer-Sponsored-Depot.
Warum die ASX kein Thema mehr ist
Das Management nennt einen klaren Grund für den Rückzug. Das Handelsvolumen an der ASX ist im Vergleich zur Nasdaq und zur Toronto Stock Exchange gering und rückläufig. Almonty verlässt die TSX bereits zum 31. Juli 2026 – nur zwei Tage nach den ersten ASX-Schreiben.
Das australische Register spielt für das Unternehmen ohnehin kaum noch eine Rolle. Zum 14. Juli 2026 entfielen nur rund 0,80 Prozent aller ausgegebenen Aktien auf australische CDI-Halter. Die Kosten für Compliance und Verwaltung der ASX-Notierung stehen laut Unternehmen in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen für die Aktionäre.
Nach dem Rückzug bleibt die Aktie an zwei Handelsplätzen gelistet: an der Nasdaq unter dem Kürzel ALM und an der Frankfurter Börse unter ALI1.
Kurs unter Druck
Die Delisting-Nachricht erreicht die Aktie in einer ohnehin turbulenten Phase. Der Kurs brach zuletzt um 10,34 Prozent ein und liegt inzwischen 53,70 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht bleibt dennoch ein Plus von 222,34 Prozent bestehen – ein Nachhall der Kursrally nach dem Produktionsstart in Sangdong.
Für australische Aktionäre zählt jetzt vor allem der Kalender. Wer bis zum 6. November 2026 weder verkauft noch in Nasdaq-Aktien umwandelt, riskiert eine zwangsweise Liquidation. Die verpflichtende Verkaufsfazilität läuft bis zum 9. Dezember 2026.
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