Primary Hydrogen startet ruhig ins neue Börsenjahr. Nach einer Reihe von Portfolio-Entscheidungen Ende 2025 rückt nun vor allem ein Projekt in den Fokus, während der Kurs eher auf der Stelle tritt. Entscheidend wird, ob das Unternehmen seine Pläne im kanadischen Wicheeda-Gebiet wie angekündigt umsetzen kann.
Ruhiger Jahresauftakt trotz hoher Fallhöhe
Zu Jahresbeginn zeigt sich die Aktie schwach und bewegt sich weiter in einer Konsolidationsphase. Mit rund 0,07 Euro liegt der Kurs nicht nur deutlich unter früheren Niveaus, sondern auch klar unter dem 50- und 200-Tage-Durchschnitt. Der Rückgang von knapp 18 % in den vergangenen 30 Tagen und der Abstand von mehr als 80 % zum 52-Wochen-Hoch verdeutlichen, dass der Titel bereits länger unter Druck steht.
Handelsdaten deuten auf geringe Liquidität hin, was sich in einem breiten Geld-Brief-Spannen und teils sprunghaften Bewegungen bei niedrigem Volumen widerspiegelt – typisch für kleinere Explorationswerte zum Start eines neuen Jahres. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von über 70 signalisiert kurzfristig ein überkauftes Niveau, obwohl der Kurs nahe am 52-Wochen-Tief notiert. Das passt zu einer Phase, in der kleinere Gegenbewegungen in einem übergeordnet schwachen Trend stattfinden.
Arthur Lake-Verkauf schafft Klarheit
Ein wesentlicher Treiber für die aktuelle Marktstimmung ist der im Dezember 2025 abgeschlossene Verkauf der Arthur Lake Liegenschaft an J4 Ventures Resources Corp. Kurz vor Weihnachten wurde die Transaktion finalisiert, nachdem es im Markt teilweise Verwirrung um eine mögliche Reverse-Takeover-Struktur gegeben hatte. Tatsächlich hat Primary Hydrogen dieses nicht zum Kerngeschäft zählende Projekt klar veräußert.
Die Eckpunkte des Deals:
- Einmalzahlung von 50.000 CAD in bar
- Ausgabe von 500.000 J4-Ventures-Stammaktien an Primary Hydrogen
- Beibehaltung einer 2%-NSR-Royalty (Net Smelter Return) auf die Liegenschaft
Damit strafft das Unternehmen sein Portfolio und konzentriert sich auf Wasserstoff- und Seltene-Erden-Projekte, behält aber über Aktienpaket und Royalty eine Restpartizipation an einem möglichen Erfolg von Arthur Lake. Der Markt hat diese Transaktion inzwischen weitgehend verarbeitet; der aktuelle Kursverlauf deutet eher auf eine abwartende Haltung als auf unmittelbare Begeisterung hin.
Fokus verschiebt sich auf Wicheeda North
Mit dem Abschluss des Arthur-Lake-Deals richtet sich der Blick nun auf das Wicheeda North REE-Projekt in British Columbia. In einem Update Mitte Dezember hatte das Management zentrale Meilensteine für das erste Quartal 2026 skizziert:
- Die Notice-of-Work-Anmeldung befindet sich im laufenden First-Nations-Konsultationsprozess.
- Die finale Genehmigung wird für frühes Q1 2026 in Aussicht gestellt.
- Direkt im Anschluss soll ein erstes Bohrprogramm mobilisiert und gestartet werden.
Zusätzliche Komplexität bringt der Abgang des VP Exploration Ende 2025. Statt einer internen Explorationsleitung setzt Primary Hydrogen nun auf interne Ressourcen in Kombination mit externen Dienstleistern. Dieses Modell kann Kosten flexibilisieren, erhöht aber die operative Unsicherheit. Der Markt scheint dieses Ausführungsrisiko derzeit einzupreisen und wartet auf den konkreten Startschuss für die Arbeiten vor Ort.
Finanzielle Ausgangslage und Ausblick
Die Barmittel aus der J4-Transaktion sowie der schlankere Projektfokus geben dem Unternehmen etwas Spielraum, seine Explorationsziele für 2026 anzugehen. Gleichzeitig signalisiert der neutrale bis schwache Trend, dass Investoren für den Moment eher auf Bestätigung als auf Versprechen setzen.
Kurzfristig hängt vieles an einem Punkt: der Genehmigung der Bohrarbeiten bei Wicheeda North im laufenden Quartal. Gelingt der zügige Erhalt der Bewilligungen und ein termingerechter Start des Erstbohrprogramms, könnte dies als klarer Katalysator wirken. Bleibt die regulatorische Freigabe hingegen länger aus oder verzögern sich operativ die nächsten Schritte, dürfte die aktuelle Seitwärts- bis Schwächephase anhalten.
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