Nexstar Media Aktie: FCC will 39-Prozent-Limit kippen
Die FCC plant die Abschaffung der 39-Prozent-Reichweitengrenze, was Nexstars Tegna-Integration und Expansion beflügeln könnte.

Kurz zusammengefasst
- FCC will TV-Reichweitengrenze kippen
- Aktie steigt um rund sieben Prozent
- Tegna-Übernahme vor regulatorischer Hürde
- CW Network strebt Gewinnzone an
Nexstar Media sieht die Chance auf eine radikale Expansion. Die US-Medienaufsicht FCC plant, die starre Obergrenze für die Reichweite nationaler Fernsehsender zu kippen. Damit könnte der Weg für eine massive Konsolidierung im US-TV-Markt frei werden.
Bisher dürfen Sendergruppen maximal 39 Prozent der US-Haushalte abdecken. Die FCC will dieses Limit im August 2026 durch eine Einzelfallprüfung ersetzen. Anleger feierten den Vorstoß mit einem deutlichen Kursplus von rund sieben Prozent.
Die Aktie kletterte daraufhin auf 187,53 US-Dollar. Das Management begrüßt die Initiative als überfällig. Angesichts der Dominanz globaler Streaming-Plattformen sei die aktuelle Regelung veraltet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis steht aktuell bei 40,24.
Der Tegna-Knoten könnte platzen
Die Entscheidung ist vor allem für die Integration von Tegna entscheidend. Nexstar schloss die 6,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits im März 2026 ab. Eine gerichtliche Verfügung zwingt den Konzern jedoch, Tegna vorerst als getrennte Tochtergesellschaft zu führen.
Ohne die Reform würde die fusionierte Gruppe rund 80 Prozent der US-Haushalte erreichen. Das wäre das Doppelte des bisher Erlaubten. Ein Wegfall der Quote würde die größte regulatorische Hürde für den Zusammenschluss beseitigen.
Live-Sport als Renditetreiber
Parallel dazu arbeitet Nexstar an der Sanierung des CW Network. Der Sender soll im vierten Quartal 2026 erstmals die Gewinnzone erreichen. Erreicht werden soll dies durch eine konsequente Ausrichtung auf Live-Sport.
Sportübertragungen machen mittlerweile rund 40 Prozent des Programms aus. Der Konzern sicherte sich dafür Rechte für College-Football-Ligen wie die ACC oder die Pac-12.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Nexstar ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,95 und 2,05 Milliarden Dollar an. Die Nettoverschuldung bleibt mit 12,1 Milliarden Dollar nach dem Tegna-Kauf allerdings auf einem hohen Niveau. Dem steht ein Barbestand von 379 Millionen Dollar gegenüber.
Im August 2026 legt Nexstar die Bilanz für das zweite Quartal vor. Investoren erwarten dann Klarheit über den Rechtsstreit um Tegna sowie Prognosen für die Werbeeinnahmen im aktuellen US-Wahljahr.
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