Renk gerät weiter in Bedrängnis
JPMorgan reduzierte das Kursziel wegen möglicher Quartalsschwäche; Renk verlor 3,7 Prozent und notierte nahe dem 52-Wochen-Tief.
Kurz zusammengefasst
- JPMorgan senkte das Kursziel auf 62 Euro
- Analyst David Perry bleibt bei Overweight
- Renk-Aktie verlor im Tageshandel 3,7 Prozent
- Quartalsbericht erscheint am 5. November
Die Papiere der Renk Group stehen am heutigen Dienstag erneut unter spürbarem Verkaufsdruck. Nach den Verlusten zu Wochenbeginn gaben die Notierungen im Tagesverlauf weiter nach. Wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtete, setzt sich damit die Schwächephase fort, die durch eine am Vortag bekannt gewordene Kurszielsenkung ausgelöst worden war.
Auslöser der aktuellen Abgaben war eine Neubewertung durch JPMorgan am gestrigen Montag. Analyst David Perry senkte das Kursziel für den Titel von 75 auf 62 Euro, hielt aber an seiner Einstufung „Overweight“ fest. Perry verwies zur Begründung auf ein möglicherweise leicht enttäuschendes operatives Ergebnis im dritten Quartal. Verantwortlich hierfür sei vor allem eine Schwäche im Industriegeschäft des Segments Maritime & Industry.
Die Zurückhaltung der Marktteilnehmer zeigt die wachsende Vorsicht vor der anstehenden Zwischenbilanz. Während die Verteidigungssparte gemeinhin als robust gilt, dämpfen die operativen Fragezeichen im industriellen Geschäft derzeit die Stimmung.
Geteilte Meinungen unter den Analysten
Die Einschätzungen am Markt fallen allerdings keineswegs einheitlich aus. Vor dem jüngsten Dämpfer hatte sich Goldman Sachs deutlich optimistischer positioniert: Die US-Investmentbank stufte Renk am 18. September von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und beließ ihr Kursziel bei 65 Euro. Zur Begründung verwies das Haus auf eine attraktive Einstiegsgelegenheit nach dem vorangegangenen Kursrückgang.
Die gegensätzlichen Einschätzungen spiegeln das Dilemma vieler Anleger wider. Während die langfristige Wachstumsfantasie intakt scheint, belasten kurzfristige Margensorgen den Handel und sorgen für anhaltende Verunsicherung.
Im heutigen Handel gab das Papier um 3,7 Prozent auf 38,50 Euro nach.
Wichtige Unternehmensdaten im Blick
Ob die Bedenken bezüglich der Profitabilität berechtigt sind, wird sich erst mit den nächsten offiziellen Unternehmensberichten zeigen. Bis dahin dürfte die Unklarheit über den weiteren Geschäftsverlauf den Kursverlauf maßgeblich bestimmen.
Wichtige Wegmarken stehen bereits fest: Laut dpa-AFX ist für den 21. Oktober ein Pre-Close Call für Analysten geplant, bevor am 5. November die Veröffentlichung des Berichts zum dritten Quartal folgt. Angesichts der anhaltenden Abgaben bewegt sich die Notierung inzwischen nahe an ihrem 52-Wochen-Tief von 37,42 Euro.
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