Porsche: Leiters bekennt sich zum 911-Verbrenner
Porsche hält am Verbrenner für den 911 fest und setzt auf Hybride. Analysten reagieren mit Kaufempfehlungen und steigenden Kurszielen.
Kurz zusammengefasst
- Verbrenner-911 als strategische Entscheidung
- Goldman Sachs und UBS raten zum Kauf
- Kursziel zwischen 59 und 60 Euro
- VW-Sparpaket betrifft auch Porsche
Porsche-Chef Michael Leiters erteilt dem rein elektrischen 911 eine Absage. Das Flaggschiff behält seinen Verbrennungsmotor. Diese strategische Klarheit sorgt für neuen Schwung an der Börse.
Klares Bekenntnis zum Klassiker
Leiters setzt künftig primär auf Hybrid- und Verbrennerantriebe für die Ikone der Marke. Porsche reagiert damit auf die spürbar abgekühlte Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen. Zwar investiert das Unternehmen weiter in Modelle wie den Taycan oder den elektrischen Macan. Die Offenheit für klassische Konzepte rückt jedoch wieder ins Zentrum.
Analysten heben den Daumen
Die Finanzmärkte bewerten diesen Kurs positiv. Goldman Sachs und die UBS hoben ihre Empfehlungen auf „Kaufen“ an. Sie rufen Kursziele von 59 Euro beziehungsweise 60 Euro auf. Die Experten rechnen mit steigenden Durchschnittspreisen und einer höheren Effizienz bis 2028.
Sparkurs im Mutterkonzern
Parallel dazu strafft der Mutterkonzern Volkswagen seine Kapazitäten. Weltweit soll die Produktion auf neun Millionen Fahrzeuge sinken. Das Sparpaket könnte auch die Marke Porsche treffen.
Indes wartet der Markt auf den Verkauf der VW-Tochter Everllence. Die Porsche SE bietet hier im Konsortium mit. Eine Entscheidung soll im Juli fallen.
Die technische Grundstimmung bleibt positiv. Das Papier beendete die Woche bei 49,45 Euro und rückt damit nah an seinen bisherigen Höchststand von 49,98 Euro heran. Das Papier notiert zudem deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 43,26 Euro. In den kommenden Wochen entscheiden die operative Kostenstruktur und die Margenstabilität über den weiteren Trend.
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