D-Wave Quantum Aktie: Kursziel auf 40 Dollar

Nach starkem Kapitalmarkttag erhöhen Analysten die Kursziele für D-Wave Quantum. Das Unternehmen präsentiert Fortschritte bei Buchungen, Margen und CHIPS-Förderung.

Andreas Sommer ·
D-Wave Quantum Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Roth Capital und Rosenblatt erhöhen Kursziele
  • Buchungen von 33 Millionen Dollar im ersten Quartal
  • CHIPS-Förderung von 100 Millionen Dollar diskutiert
  • Hohe Bruttomargen für Cloud und Systeme angepeilt

D-Wave Quantum bekommt nach seinem ersten Kapitalmarkttag an der New York Stock Exchange Rückenwind von der Wall Street. Analysten heben ihre Kursziele an, während die Aktie nach einer kräftigen Rallye erst einmal durchschnauft. Der Kern der Story: D-Wave will zeigen, dass aus der Quantenfantasie ein belastbares Geschäftsmodell werden kann.

Die Präsentation drehte sich nicht nur um Technologie. Es ging um Buchungen, staatliche Förderung, Margen und die Frage, wie schnell Quantencomputing kommerziell greifbar wird. Genau dort setzt die neue Analystenfantasie an.

Analysten drehen die Ziele hoch

Roth Capital erhöhte das Kursziel für D-Wave Quantum auf 40 Dollar nach zuvor 30 Dollar. Analyst Sujeeva De Silva blieb bei seiner Kaufempfehlung und verwies auf einen „sehr gut besuchten“ Kapitalmarkttag sowie ein Management, das seine Wettbewerbsposition und langfristigen Chancen selbstbewusst präsentierte.

Rosenblatt Securities blieb ebenfalls optimistisch. Analyst John McPeake bestätigte seine Kaufempfehlung und setzte das Kursziel bei 43 Dollar an. Gemessen am jüngsten Schlusskurs von 29,18 Dollar entspräche das einem Aufwärtspotenzial von rund 47 Prozent.

Auch der Analystenkonsens bleibt klar positiv. Zehn Kaufempfehlungen stehen einer Halteempfehlung gegenüber.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 37,22 Dollar. Daraus ergibt sich ein rechnerisches Potenzial von etwa 27 Prozent.

CHIPS-Geld und Margen als Kernpunkte

Auf dem Kapitalmarkttag lieferte D-Wave neue Einblicke in die eigene Finanzstory. Für das erste Quartal 2026 zeigte das Unternehmen Buchungen von 33 Millionen Dollar, darunter 2,3 Millionen Dollar von Quantum Circuits.

Wichtig ist auch die Kapitalbasis. Seit dem ersten Quartal 2024 hat D-Wave über Kapitalmarktprogramme, Optionsausübungen und weitere Eigenkapitalinstrumente mehr als eine Milliarde Dollar eingeworben.

Ein weiterer Schwerpunkt war die mögliche Unterstützung durch die US-Regierung. Diskutiert wurde eine vorgeschlagene Förderung von 100 Millionen Dollar im Rahmen des CHIPS and Science Act. Damit verbunden ist eine ebenfalls vorgeschlagene Ausgabe von Stammaktien im gleichen Umfang an das US-Handelsministerium.

D-Wave präsentiert sich dabei als Full-Stack-Anbieter. Das Unternehmen kombiniert Quantenhardware, Cloud-Zugang und Software mit einer Roadmap, die sowohl kurzfristige Anwendungen als auch längerfristige Technologieziele abdecken soll.

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Für Quantum Computing as a Service stellt D-Wave Bruttomargen von 65 bis 75 Prozent in Aussicht.

Bei Systemen nennt das Unternehmen eine noch höhere Spanne von 75 bis 90 Prozent.

Die Leap-Cloud soll pro produktivem Annealing-System jährlich 25 bis 30 Millionen Dollar an QCaaS-Umsatzkapazität ermöglichen. Aktuell unterstützen vier solcher Systeme die Plattform.

Aktie bleibt hochvolatil

Am Dienstag notiert die D-Wave-Quantum-Aktie bei 25,10 Euro und liegt damit leicht mit 0,59 Prozent im Minus. Über den vergangenen Monat steht dennoch ein Plus von 40,07 Prozent.

Das zeigt die Lage recht gut: Die Rallye ist intakt, aber die Schwankungen bleiben erheblich. Nach dem starken Lauf reichen kleinere Impulse, um schnelle Kursbewegungen auszulösen.

Die annualisierte Volatilität liegt bei 132,90 Prozent. Der Kurs handelt weiterhin 22,10 Prozent über seiner langfristigen Durchschnittslinie.

Wissenschaftliche Debatte läuft weiter

Neben der Kapitalmarktstory verteidigt D-Wave auch seine technologischen Aussagen. Das Unternehmen reagierte ausführlich auf eine Veröffentlichung des Flatiron Institute in „Science“, die klassische Rechenmethoden bei bestimmten Simulationen von Quanten-Annealing-Systemen in den Vordergrund stellte.

D-Wave weist die Deutung zurück, dass die eigenen Meilensteine zur „beyond-classical“ Quanten-Simulation damit widerlegt seien. Nach Darstellung des Unternehmens reproduziert die neue klassische Methode nicht den vollständigen Umfang des begutachteten Science-Ergebnisses und scheitert an den schwierigsten Problemklassen, Konfigurationen und Messungen der ursprünglichen Hardware-Demonstration.

Damit bleibt die Aktie ein Mix aus Kapitalmarktstory und Technologiedebatte. Am 3. Juni folgt ein Auftritt auf einer Baird-Konferenz in New York, am 10. Juni ein virtuelles Rosenblatt-Event und am 18. Juni die Qubits-Europe-Konferenz in London. Diese Termine geben D-Wave die nächste Bühne, um die hohen Erwartungen mit konkreten Fortschritten zu unterfüttern.

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D-Wave Quantum Aktie

30,14 USD

+ 0,65 USD +2,20 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 11,17 Mrd. USD
ISIN: US26740W1099 WKN: A3DSV9

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