Tesla Aktie: Roadster-Flugmanöver bei SpaceX geplant

Tesla enthüllt Roadster mit SpaceX-Kaltgastriebwerken in Texas. Zudem endet der Schweden-Streik, während die Produktion in Shanghai gedrosselt wird.

Dr. Robert Sasse ·

Kurz zusammengefasst

  • Roadster-Enthüllung mit SpaceX-Technik
  • Schwedischer Streik gegen Tesla beendet
  • Shanghai-Werk plant Produktionskürzungen
  • US-Rückruf für 20.349 Fahrzeuge

Tesla bereitet Medienberichten zufolge eine spektakuläre Demonstration seines neu gestalteten Roadsters vor. Wie Reuters heute unter Berufung auf Berichte von The Information meldet, plant das Unternehmen die Enthüllung des Sportwagens noch für diesen Monat auf dem Testgelände von SpaceX in McGregor, Texas.

Im Mittelpunkt der Präsentation soll eine ferngesteuerte Demonstration stehen, bei der das Fahrzeug mithilfe von Kaltgastriebwerken, die gemeinsam mit SpaceX entwickelt wurden, eine Art Flugmanöver vollführt. Zuschauer werden bei diesem Ereignis aufgrund der enormen Lärmentwicklung der Triebwerke voraussichtlich einen Sicherheitsabstand einhalten müssen.

SpaceX-Kooperation und das Projekt „Terafab“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Elektroauto-Pionier und dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk vertieft sich damit weiter. Bereits am 6. August wurde bekannt, dass beide Unternehmen gemeinsam eine Summe von 16,8 Milliarden US-Dollar investieren wollen, um in Grimes County, Texas, einen hochmodernen Halbleiterkomplex für Künstliche Intelligenz zu errichten.

Das Projekt unter dem Namen „Terafab“ unterstreicht die Ambition des Konzerns, die vertikale Integration bei Schlüsseltechnologien wie KI-Chips voranzutreiben, die sowohl für autonome Fahrsysteme als auch für künftige Fahrzeuggenerationen essenziell sind.

Parallel dazu gibt es Fortschritte bei der Software-Zulassung in Europa. Am 6. August wurde berichtet, dass niederländische Regulierungsbehörden das „Full Self-Driving“-System (FSD) von Tesla genehmigt haben. Das Unternehmen drängt in diesem Zusammenhang darauf, Details zu den Sicherheitstests vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, während es die Einführung seiner autonomen Fahrtechnologie auf internationalen Märkten vorbereitet.

Streik-Ende in Schweden und Produktionspläne

An der operativen Front gab es gestern eine bedeutende Entlastung für das Europageschäft. Die schwedische Gewerkschaft IF Metall hat ihren fast dreijährigen Streik gegen Tesla ausgesetzt.

Medienberichten zufolge beendete die Gewerkschaft die langwierigen Arbeitskampfmaßnahmen, nachdem Tesla den Gewerkschaftsmitgliedern ein Buy-out-Angebot unterbreitet hatte. Dieser Schritt beendet einen der längsten gewerkschaftlichen Konflikte in der Geschichte des Unternehmens.

In Asien zeigt sich hingegen ein differenziertes Bild. Zwar konnte Tesla im Juli bei den Verkäufen seiner in China produzierten Fahrzeuge einen Zuwachs von 37,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, was einem Absatz von 93.579 Einheiten entspricht.

Dennoch plant das Unternehmen laut Reuters-Berichten vom gestrigen Donnerstag, die Produktion in seinem Werk in Shanghai im Januar zu drosseln. Diese Reduzierung der Kapazitäten ist eine Fortsetzung bereits für den laufenden Monat geplanter Maßnahmen und soll bis in das kommende Jahr hineinreichen.

Rückrufe und aktuelle Marktlage

Neben den technologischen Vorstößen und Produktionsanpassungen sah sich der Konzern zuletzt mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gab am Dienstag bekannt, dass Tesla 20.349 Fahrzeuge in den USA zurückrufen muss.

Betroffen sind bestimmte Einheiten des Model 3 und Model Y, bei denen das Abblendlicht eine zu hohe Helligkeit aufweisen kann. Eine endgültige Lösung für dieses Problem stand zum Zeitpunkt der Meldung noch aus.

An der Börse notiert die Tesla-Aktie am heutigen Freitag bei 292,90 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,7 Prozent entspricht. Der Wert bewegt sich damit weiterhin in einem schwierigen charttechnischen Umfeld und liegt aktuell rund 9,4 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 323,43 Euro.

Trotz der positiven Nachrichten zum Roadster-Projekt und dem Ende des Streiks in Schweden konnte das Papier die kurzfristigen Abwärtstrends bisher nicht signifikant durchbrechen.

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