Apple meldet sich mit starken iPhone-Verkäufen in China zurück an der Spitze des dortigen Smartphone-Markts. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die neue KI-Partnerschaft mit Google – und auf wachsende regulatorische Risiken in Indien. Wie ordnen sich diese drei Entwicklungen zusammen ein?
- iPhone-Auslieferungen in China im vierten Quartal 2025: +28 % gegenüber Vorjahr
- Marktanteil in China im Weihnachtsquartal: 22 %, Nummer 1 im Markt
- Mehrjährige KI-Partnerschaft mit Google für Gemini-Integration in Siri und Apple Intelligence
- Wettbewerbsverfahren in Indien mit möglichen Strafzahlungen auf Basis des globalen Umsatzes
China: Starkes Schlussquartal
Eine Analyse von Counterpoint Research vom 19. Januar zeigt, dass Apple im vierten Quartal 2025 seine iPhone-Auslieferungen in China um 28 % gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. In einem insgesamt leicht rückläufigen Markt erreichte der Konzern damit einen Marktanteil von 22 % und sicherte sich im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Spitzenposition.
Haupttreiber war die hohe Nachfrage nach der iPhone‑17‑Reihe. Während Apple zulegen konnte, verzeichneten große lokale Wettbewerber wie Huawei und Xiaomi Rückgänge bei den Auslieferungen.
Der kräftige Zuwachs unterstreicht die anhaltende Anziehungskraft des iPhone-Ökosystems in einem Umfeld intensiven Wettbewerbs und konjunktureller Unsicherheit.
KI-Strategie: Google an Bord
Bereits eine Woche zuvor, am 12. Januar, hatten Apple und Google eine mehrjährige Kooperation angekündigt. Demnach integriert Apple Googles Gemini-KI-Modelle in Siri und weitere zentrale Funktionen von „Apple Intelligence“.
Strategisch ist dies ein deutliches Signal: Apple setzt im Bereich Generative KI nicht ausschließlich auf Eigenentwicklungen, sondern lizenziert ein führendes Basismodell. So lassen sich KI-Funktionen schneller erweitern, ohne die Zeit und die erheblichen Ressourcen aufzubringen, um ein eigenes Modell vergleichbarer Größenordnung von Grund auf zu entwickeln.
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Damit adressiert Apple einen Schwachpunkt, den Investoren zuletzt kritisch gesehen hatten: den Abstand zu Wettbewerbern im KI-Wettrennen.
Indien: Druck der Wettbewerbsbehörde
Parallel dazu sieht sich Apple in Indien mit zunehmendem regulatorischem Druck konfrontiert. Am 15. Januar wurde bekannt, dass die indische Wettbewerbsbehörde CCI dem Unternehmen eine letzte Warnung wegen Verzögerungen in einem laufenden Kartellverfahren ausgesprochen hat.
Die Behörde droht mit einseitigen Maßnahmen, falls Apple nicht zügig reagiert. Brisant ist die potenzielle finanzielle Dimension: Mögliche Strafzahlungen würden auf Basis des globalen Umsatzes berechnet – ein Ansatz, den Apple vor Gericht anzufechten versucht.
Der Fall steht exemplarisch für die weltweite Prüfung der App-Store-Politik, die Apple unter anderem auch im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) in Europa beschäftigt und damit einen anhaltenden Belastungsfaktor für die Aktie darstellt.
Wichtige Termine im Blick
Für die nähere Zukunft zeichnen sich zwei Ereignisse als richtungsweisend ab. Zunächst steht in Indien am 27. Januar eine Gerichtsanhörung an, die mehr Klarheit über Verlauf und finanzielles Risiko des Kartellverfahrens bringen dürfte.
Kurz darauf, am 29. Januar nach US-Börsenschluss, veröffentlicht Apple die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2026. Auf der anschließenden Telefonkonferenz werden die Märkte insbesondere auf Aussagen zum KI-Kurs mit Google, zur weiteren Entwicklung nach den starken China-Verkäufen und auf den Ausblick für das laufende Quartal achten.
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