Adidas Aktie: JENNIE-Kollektion weltweit veröffentlicht
Neue Adidas-Kooperationen und limitierte Produkte prägen den September, während die Aktie unter Marktzurückhaltung und technischem Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- JENNIE-Kollektion weltweit veröffentlicht
- Pharrell-Modell für 19. September geplant
- Barclays sieht 210 Euro Kursziel
- Aktie seit Jahresbeginn zwölf Prozent schwächer
Der Sportartikelhersteller Adidas forciert pünktlich zum Herbstgeschäft seine Strategie exklusiver Partnerschaften und Sondereditionen. Während das Unternehmen mit neuen Kollektionen und globalen Verkaufsaktionen Akzente setzt, kämpft der Kurs am Kapitalmarkt mit einem schwierigen Umfeld und technischem Gegenwind.
Globale Produkt-Offensive mit JENNIE und Pharrell Williams
Die Partnerschaft mit der Künstlerin JENNIE markiert einen strategischen Pfeiler in der Lifestyle-Sparte. Die Kollektion „Adidas Originals by JENNIE“ wurde am 1. September weltweit veröffentlicht und umfasst spezialisierte Modelle wie den „Superstar Square Ballet“ in den klassischen Farben Schwarz und Weiß.
Parallel dazu lancierte das Unternehmen in Singapur eine großangelegte Verkaufsaktion, um den Abverkauf bereits reduzierter Artikel durch zusätzliche Preisnachlässe von 30 Prozent anzukurbeln.
In der zweiten Septemberhälfte folgen weitere hochpreisige Veröffentlichungen im Rahmen der Zusammenarbeit mit prominenten Partnern. Medienberichten zufolge soll der Bad Bunny x Adidas Badbo 1.1 Low für 120 US-Dollar erscheinen.
Zudem ist für den 19. September die Veröffentlichung des Modells „Adistar Jellyfish“ aus der Kooperation mit Pharrell Williams geplant, das für 300 US-Dollar in den Handel kommen soll. Auch im Bereich der Fußballschuhe setzte das Unternehmen vergangene Woche Akzente durch das „F50 Formotion Pack“ zum Preis von 220 US-Dollar.
Analysten sehen deutliches Potenzial trotz Kursschwäche
Analystin Viktoria Petrova von Barclays hat am Mittwoch vergangener Woche ein Kursziel von 210 Euro für die Adidas-Aktie ausgegeben. Medienberichten zufolge stabilisierten sich die Papiere nach dieser Empfehlung und kehrten in ihre jüngste Handelsrange zurück, nachdem sie zuvor ein Zwischentief aus dem Juli getestet hatten. Die Experten trauen dem Wert damit eine deutliche Erholung von seinem aktuellen Niveau zu.
Trotz dieser positiven Analystenstimme spiegelt die Kursentwicklung am Freitag, der bei 148,70 € endete, die allgemeine Zurückhaltung am Markt wider. Das Unternehmen setzt weiterhin auf künstliche Verknappung als Marketinginstrument: So startete am Donnerstag vergangener Woche ein Losverfahren für den „Climacool Futurecool“, bei dem für den ersten Drop lediglich 400 Paare zu einem Preis von 180 US-Dollar bereitgestellt wurden.
Herausforderungen durch Boykott-Aufrufe und technisches Umfeld
Neben dem operativen Geschäft sieht sich der Konzern mit externem Druck konfrontiert. Am Samstag wurde über Boykott-Aufrufe pro-palästinensischer Aktivisten berichtet, die Konsumenten und Händler dazu aufforderten, die Marke nicht mehr zu unterstützen. Solche gesellschaftspolitischen Spannungen stellen für global agierende Sportmarken ein zusätzliches Risiko für die Umsatzentwicklung in einzelnen Regionen dar.
An der Börse zeigt sich die Skepsis der Investoren im bisherigen Jahresverlauf deutlich. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von -12%. Auch aus technischer Sicht bleibt die Lage vorerst angespannt: Das Papier notiert aktuell 11% unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Anleger beobachten nun, ob die dichte Abfolge von Produktveröffentlichungen im September ausreicht, um den Abwärtstrend zu brechen und das Vertrauen der Marktteilnehmer nachhaltig zurückzugewinnen.
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