IBM Aktie: Virginia Retirement hebt Position um 425 Prozent
Trotz Kursverlusten und KI-Risiken bauen Großanleger neue Positionen auf. Analysten sehen weiterhin Aufwärtspotenzial für den IT-Konzern.

Kurz zusammengefasst
- Institutionelle Investoren kaufen IBM-Aktien
- Kurs nahe Jahrestief mit deutlichem Minus
- KI-Konkurrenz bedroht Mainframe-Geschäft
- Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
IBM steckt in einer unbequemen Lage. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief, während mehrere institutionelle Investoren genau dort neue Positionen aufbauen. Dahinter steckt kein einfacher Turnaround-Call, sondern eine harte Debatte über alte Mainframe-Erlöse in einer KI-geprägten IT-Welt.
Institutionelle kaufen in die Schwäche
Rayburn West Financial Services baute im vierten Quartal 2025 eine neue IBM-Position auf. Die Firma kaufte 14.591 Aktien im Wert von rund 4,32 Millionen Dollar.
Für Rayburn West ist IBM damit keine kleine Beimischung. Die Aktie macht 2,7 Prozent des Portfolios aus und zählt zu den größeren Beteiligungen der Firma.
Das ist mehr als eine Randnotiz. Solche Käufe drehen keinen Abwärtstrend, sie zeigen aber: Einige Profis sehen den Rückgang als Einstiegschance.
Virginia Retirement Systems erhöhte den Anteil ebenfalls deutlich. Die Position wuchs um 424,6 Prozent auf 260.740 Aktien im Wert von etwa 77,2 Millionen Dollar.
Institutionelle Investoren und Hedgefonds halten zusammen 58,96 Prozent der ausstehenden IBM-Aktien. Der Markt ist also nicht nur von kurzfristigen Privatanlegern geprägt.
Der Kurs bleibt angeschlagen
Der Kurs zeigt trotzdem ein klares Bild. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 187,74 Euro, nur 2,41 Prozent über dem jüngsten Tief. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 24,50 Prozent.
Auch technisch wirkt das Papier schwach. Die wichtigen gleitenden Durchschnitte liegen klar über dem aktuellen Kurs, was den Druck auf die Aktie sichtbar macht.
Der stärkste Bruch kam im Februar. Am 23. Februar 2026 verlor IBM 13 Prozent und büßte mehr als 31 Milliarden Dollar Börsenwert ein.
Auslöser war Anthropic. Das KI-Unternehmen stellte Claude Code vor, ein Werkzeug zur Modernisierung von COBOL-Anwendungen. Genau dort liegt ein Teil von IBMs historischer Stärke.
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Das Thema trifft den Konzern an einer empfindlichen Stelle. Mainframes standen zuletzt für 23 Prozent des Umsatzes, Mainframe-Software für rund 29 Prozent der Softwareerlöse.
IBM hält dagegen. Das Unternehmen verweist auf Sicherheit, Systemintegration und die hohen Anforderungen geschäftskritischer IT. Der eigene Watsonx Code Assistant läuft nach Unternehmensangaben seit zwei Jahren.
Analysten bleiben konstruktiv
Die Wall Street hat IBM nicht abgeschrieben. Oppenheimer senkte das Kursziel von 380 auf 320 Dollar, blieb aber bei „Outperform“. JPMorgan setzt auf „Neutral“ mit 283 Dollar.
Der Analystenkonsens liegt weiter bei „Buy“. Das durchschnittliche Kursziel von 15 Analysten beträgt 291,33 Dollar und signalisiert rund 36 Prozent Potenzial.
Die Spanne ist allerdings breit. Sie reicht von 225 bis 340 Dollar und zeigt, wie unterschiedlich der Markt IBMs KI-Risiko bewertet.
Jefferies sieht IBM gut positioniert, um von Unternehmensnachfrage nach KI zu profitieren. Als Treiber gelten die Software-Pipeline und Cross-Selling rund um watsonx.
Operativ ist die Lage nicht einseitig schwach. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte IBM 67,5 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 6 Prozent.
Der freie Cashflow erreichte einen Rekordwert von 14,7 Milliarden Dollar. Margenverbesserungen stützen die Investmentstory, auch wenn der Markt derzeit stärker auf Risiken blickt.
Die Prognose für 2026 enttäuschte trotzdem. Mehr als 5 Prozent Wachstum reichen vielen Investoren nicht, wenn KI zugleich das klassische Servicegeschäft angreift.
Der nächste Impuls dürfte aus zwei Bereichen kommen: belastbare Nachfrage nach watsonx und Hinweise auf stabile Mainframe-Erlöse. Bis dahin bleibt die institutionelle Nachfrage ein Gegengewicht, aber noch kein Trendbruch.
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