Novo Nordisk: Pill-Umsatz 12% unter Konsens
Hohe Verschreibungszahlen der neuen Wegovy-Pille stehen niedrigen Durchschnittserlösen gegenüber. Analysten erwarten enttäuschende Umsätze.

Kurz zusammengefasst
- Wegovy-Pille mit 721.000 Rezepten im Startquartal
- Günstige Einstiegsdosis drückt Durchschnittspreis
- Eli Lilly bringt Konkurrenzprodukt Foundayo auf den Markt
- Generika-Angriff auf Wegovy-Spritze in mehreren Ländern
Starke Nachfrage, wackelige Umsätze. Bei Novo Nordisk klaffen Volumen und Ertrag derzeit auseinander. Die neue Wegovy-Pille verkauft sich in den USA blendend. Das drückt jedoch den Durchschnittspreis und weckt Zweifel an den ehrgeizigen Zielen des dänischen Pharmakonzerns.
Starker Start, schwacher Umsatz?
Im Januar brachte Novo Nordisk die erste GLP-1-Pille gegen Fettleibigkeit auf den US-Markt. Die ersten Daten zeigen eine rasante Verbreitung. Laut dem Analysehaus IQVIA verzeichnete das Medikament im Startquartal rund 721.000 Verschreibungen. Innerhalb weniger Wochen eroberte die Pille ein Drittel aller Neuverordnungen in diesem Segment.
Dieser Erfolg hat einen Haken. Ein Großteil dieser Rezepte entfällt auf die günstige Einstiegsdosis für 149 US-Dollar pro Monat. Analysten der BMO Capital Markets rechnen daher mit einer Enttäuschung. Der Quartalsumsatz mit der Pille könnte spürbar unter den Markterwartungen von einer Milliarde Dollar liegen.
Konkurrenz durch Eli Lilly
Die Schonzeit als einziger Anbieter einer Abnehmpille endete im April. Konkurrent Eli Lilly erhielt die Zulassung für sein Konkurrenzprodukt Foundayo. Bislang hat Novo Nordisk hier noch die Nase vorn. In der letzten Aprilwoche sammelte die Wegovy-Pille rund 135.000 Verschreibungen ein. Foundayo kam in seiner zweiten Marktwoche auf knapp 3.700 Rezepte.
Parallel dazu droht Ungemach bei der klassischen Wegovy-Spritze. Generika-Hersteller greifen die Marktanteile in Indien, China und Kanada an. Um gegenzusteuern, bereitet Novo Nordisk bereits den nächsten Produktstart vor. Die Ozempic-Pille für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes steht kurz vor der US-Einführung. Ein breites Netzwerk aus Apotheken und Telemedizin-Partnern soll den Vertrieb sichern.
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Prognose auf dem Prüfstand
Die heutige Vorlage der Quartalszahlen wird zeigen, ob das Management an seiner pessimistischen Jahresprognose festhält. Ohne einen milliardenschweren Sondereffekt bei US-Rabatten erwartet der Konzern operativ einen Rückgang. Umsatz und Gewinn sollen währungsbereinigt zwischen fünf und 13 Prozent sinken.
An der Börse spiegeln sich diese Sorgen wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie deutlich an Wert verloren. Zuletzt zeigte der Trend jedoch nach oben. Vom Tief Ende März bei 30,48 Euro kletterte das Papier wieder auf aktuell 38,38 Euro.
Der weitere Kursverlauf hängt nun von frischen Impulsen ab. Neben den heutigen Finanzdaten blicken Investoren bereits auf die kommende Woche. Vom 12. bis 15. Mai präsentiert Novo Nordisk auf dem Europäischen Adipositas-Kongress in Istanbul neue klinische Daten. Diese Ergebnisse liefern die nächste Grundlage für die Bewertung der langfristigen Marktführerschaft.
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