Argo Graphene: 7,8 Prozent Minus nach Kapitalerhöhung
Argo Graphene Solutions plant Privatplatzierung zur Finanzierung einer US-Raffinerie; Aktie fällt um 7,8 Prozent.
Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 7,8 Prozent
- Privatplatzierung von bis zu 1 Million Dollar
- Mittel für Raffinerie in Chicago
- Jahresplus bleibt bei 53 Prozent
Der Kurs von Argo Graphene Solutions ist am heutigen Freitag deutlich unter Druck geraten. Das Papier verzeichnete im Handelsverlauf einen Rückgang von 7,8 Prozent und notiert bei 0,6400 Euro. Diese Abwärtsbewegung folgt auf eine Woche, in der das Unternehmen eine wichtige Weichenstellung für die künftige Finanzierung und den Ausbau seiner Produktionskapazitäten vorgenommen hat.
Laut Unternehmensangaben vom Montag plant Argo Graphene Solutions eine nicht vermittelte Privatplatzierung von bis zu einer Million Einheiten. Der Preis pro Einheit wurde auf 1,00 Dollar festgesetzt, womit das Unternehmen einen Bruttoerlös von bis zu einer Million Dollar anstrebt.
Jede Einheit besteht aus einer Stammaktie und einem Optionsschein, der den Inhaber berechtigt, innerhalb eines Jahres eine weitere Aktie zum Preis von 1,20 Dollar zu erwerben.
Strategischer Fokus auf Standort Chicago
Die Erlöse aus dieser Kapitalmaßnahme sollen primär in die Infrastruktur fließen. Das Unternehmen beabsichtigt, die Mittel für die Entwicklung eines Standorts im Raum Chicago sowie für die Errichtung einer eigenen Graphen-Raffinerie zu verwenden. Ein weiterer Teil des Kapitals ist für die Weiterentwicklung der sogenannten STREAM-Technologie vorgesehen, die Argo Graphene Solutions für seine Produktionsprozesse nutzt.
Bereits im Juli konnte das Unternehmen operative Fortschritte vermelden. Im Rahmen eines Programms für Graphenoxid-Zementzusätze wurden erste Ergebnisse erzielt, welche die Leistungsfähigkeit der lizenzierten Produktionsplattform unterstreichen. Parallel dazu trat das Unternehmen dem Advanced Carbons Council bei, um seine Vernetzung innerhalb der globalen Industrie für Kohlenstoffmaterialien zu vertiefen.
Personalien und technologische Basis
Die technologische Grundlage für die aktuelle Expansion wurde Ende Juni durch den Abschluss eines Lizenzvertrags mit Grapherry gefestigt. In diesem Zuge kam es auch zu personellen Veränderungen in der Führungsebene: Sean McAlpine übernahm die Position des Interim-CEO, nachdem Scott Smale von seinem Amt zurückgetreten war.
Mitte Juli wurde zudem Dr. Vikas Berry, der Gründer von Grapherry, in das Board of Directors berufen, was die Verbindung zwischen dem Technologiegeber und Argo Graphene Solutions weiter stärkte.
Trotz der heutigen Kursverluste weist die Aktie im bisherigen Jahresverlauf eine positive Bilanz auf und liegt seit Jahresbeginn mit 53 Prozent im Plus. Anleger gewichten derzeit offenbar die kurzfristigen Auswirkungen der neuen Kapitalerhöhung und die damit verbundene Verwässerung gegen die langfristigen Wachstumspotenziale der geplanten Raffinerie in den USA.
Bereits Anfang Juni hatte das Unternehmen eine kleinere Platzierung erfolgreich abgeschlossen, bei der rund 635.000 Kanadische Dollar zur Stärkung des Betriebskapitals eingeworben wurden.
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