Antimony Resources Aktie: 606 Prozent in zwölf Monaten
Antimony Resources profitiert von geopolitischen Spannungen. Das Bald-Hill-Projekt in Kanada könnte zur Schlüsselquelle für Antimon werden.

Kurz zusammengefasst
- Kursanstieg von über 600 Prozent
- Bald-Hill-Projekt als zentraler Treiber
- China dominiert den Antimon-Markt
- Aktie notiert unter dem Jahreshoch
606 Prozent in zwölf Monaten — das ist keine Kursrallye, das ist ein Paradigmenwechsel. Antimony Resources hat sich in kurzer Zeit vom Explorationsunternehmen zum strategischen Baustein westlicher Rohstoffunabhängigkeit entwickelt. Das Bald-Hill-Projekt im kanadischen New Brunswick steht dabei im Zentrum.
Bald Hill: Was das Erz wert sein könnte
Das Antimon-Vorkommen auf Bald Hill ist der eigentliche Treiber. Geologische Einschätzungen deuten auf eine potenzielle Ressource von rund 2,7 Millionen Tonnen Gestein hin. Bei Gehalten zwischen 3 und 4 Prozent würde das zwischen 81.000 und 108.000 Tonnen Antimonmetall entsprechen — genug, um als ernstzunehmende Quelle für Nordamerika zu gelten.
Das laufende Bohrprogramm mit 19.000 Metern liefert bislang ermutigende Daten. Einzelne Proben zeigen Gehalte von bis zu 26,9 Prozent Antimon — ein Wert, der selbst in internationalen Vergleichen heraussticht. Antimon ist ein Metall mit wachsender Bedeutung: Es findet Einsatz in Rüstungsanwendungen, Flammschutzmitteln und der Hochleistungselektronik.
Geopolitik als Rückenwind
Der Kontext macht das Projekt besonders interessant. China kontrolliert rund 94 Prozent der weltweiten Magnetproduktion und baut mit der China Mineral Resources Group eine zentralisierte Struktur für den Zugriff auf Rohstoffe im Ausland auf. Westliche Regierungen reagieren: Die USA investieren in Seltene-Erden-Verarbeitung in Louisiana und Magnetfertigung in South Carolina.
Antimony Resources profitiert von dieser Entwicklung durch seine geografische Lage. New Brunswick liegt innerhalb der nordamerikanischen Jurisdiktion — ein handfester Vorteil gegenüber Projekten in politisch komplizierteren Regionen.
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Kurs weit unter Jahreshoch
Die Aktie notiert aktuell bei 0,45 Euro, knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 0,44 Euro. Das Jahreshoch von 1,05 Euro, erreicht im März 2026, liegt noch 57 Prozent entfernt. Der RSI von 39 signalisiert eine gewisse Überverkauft-Situation, während die annualisierte Volatilität von über 135 Prozent das Risikoprofil klar einordnet.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 77 Millionen kanadischen Dollar — gemessen an der potenziellen Ressource ein vergleichsweise niedriger Wert, der allerdings den frühen Entwicklungsstand des Projekts widerspiegelt.
Entscheidend für die weitere Bewertung wird der Abschluss des Bohrprogramms sein. Erst eine formelle Ressourcenschätzung nach internationalem Standard würde Bald Hill von einem vielversprechenden Vorkommen zu einem bankfähigen Projekt machen.
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