DeFi Technologies Aktie: Nasdaq-Frist bis Anfang September
DeFi Technologies kämpft gegen den Rauswurf an der Nasdaq. Ein Reverse Split soll die Notierung retten, während das operative Geschäft stark wächst.

Kurz zusammengefasst
- Nasdaq-Delisting droht bei Kurs unter 1 Dollar
- Aktionäre stimmen über Reverse Split ab
- Valour verwaltet über 550 Millionen US-Dollar
- Gebühreneinnahmen steigen um 51 Prozent
Starke operative Zahlen, schwacher Aktienkurs. Bei DeFi Technologies klaffen Realität und Börsenwert weit auseinander. Das Management baut das institutionelle Geschäft massiv aus. Parallel dazu tickt eine gefährliche regulatorische Uhr.
Kampf gegen das Delisting
Im Frühjahr schlug die US-Börse Nasdaq Alarm. Der Aktienkurs notierte wochenlang unter der Marke von einem US-Dollar. Bis Anfang September muss das Papier an zehn aufeinanderfolgenden Tagen über dieser Schwelle schließen. Andernfalls droht der Rauswurf.
Das Management steuert nun gegen. Am 29. Juni stimmen die Aktionäre über einen Reverse Split ab. Eine Zustimmung verschafft dem Unternehmen sofortige rechnerische Luft. Selbst eine Fristverlängerung um 180 Tage würde letztlich diesen Schritt erfordern.
Tiefer Fall trotz Erholung
Aktuell notiert das Papier bei 0,53 Euro. Auf Wochensicht verzeichnet der Kurs zwar ein Plus von knapp 14 Prozent. Das ändert aber wenig am langfristigen Bild.
Die Aktie liegt rund 82 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Juli. Auch der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit minus 45 Prozent massiv aus. Die annualisierte Schwankungsbreite von über 85 Prozent unterstreicht die Nervosität der Investoren.
Operatives Geschäft wächst
Abseits des Kurszettels liefert die Vermögensverwaltungstochter Valour starke Zahlen. Das verwaltete Vermögen übersteigt mittlerweile 550 Millionen US-Dollar. Diese Summe verteilt sich auf über 100 Krypto-Indexprodukte. Im April flossen netto 14,6 Millionen US-Dollar zu.
Die Gebühreneinnahmen kletterten im ersten Quartal um 51 Prozent. Insgesamt verfügt der Konzern über liquide Mittel und Krypto-Reserven von rund 156 Millionen US-Dollar.
Um diese Stärke besser zu verkaufen, holt das Unternehmen Russell Starr zurück. Der ehemalige CEO agiert nun als strategischer Berater. Er soll die Kapitalmarktstrategie schärfen. Flankierend dazu platziert eine neue Partnerschaft mit dem OMFIF-Institut die Valour-Produkte direkt bei Zentralbanken und Vermögensverwaltern.
Die Hauptversammlung am 29. Juni zwingt die Anleger nun zu einer Entscheidung. Stimmen sie dem Reverse Split zu, sichert sich DeFi Technologies den wichtigen Nasdaq-Zugang. Lehnt die Mehrheit ab, schrumpft das Zeitfenster bis zur September-Frist auf wenige Wochen zusammen.
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