Kioxia Aktie: 19 Prozent Sprung
Kioxia überflügelt kurzzeitig Toyota an der Börse. Auslöser ist ein neuer Speicherchip für KI-Rechenzentren mit höherer Dichte und Geschwindigkeit.
Kurz zusammengefasst
- Kioxia überholt Toyota an Börsenwert
- Neuer KI-Speicherchip mit 332 Schichten
- Produktion für 2026 bereits komplett ausverkauft
- Aktie steigt um fast 19 Prozent
Kioxia hat am Freitag ein historisches Ausrufezeichen gesetzt. Der Chiphersteller überholte beim Börsenwert kurzzeitig sogar Toyota. Auslöser für diesen massiven Kurssprung war ein technologischer Durchbruch. Das Unternehmen liefert ab sofort erste Muster seiner neuen Speicherchips aus. Die Börse reagierte euphorisch. Die Aktie schoss um fast 19 Prozent nach oben.
Kioxia zielt mit der neuesten Chip-Generation direkt auf den KI-Markt ab. Das Modul verfügt über 332 Schichten. Die Entwickler konnten die Speicherdichte im Vergleich zum Vorgänger enorm steigern. Auch die Datenübertragung läuft nun ein Drittel schneller. Speziell Rechenzentren profitieren von einem spürbar niedrigeren Stromverbrauch.
Volle Auftragsbücher und Werkstatt-Ausbau
Kioxia fertigt das neue Modul in seinem japanischen Werk in der Präfektur Iwate. Der Standort verdoppelt damit seine bisherige Kapazität. Die Erweiterung kommt zur richtigen Zeit. Laut Management ist die komplette Speicherchip-Produktion für das Geschäftsjahr 2026 bereits ausverkauft.
Um die hohe Nachfrage zu bedienen, prüft das Management eine dritte Fabrik. Die Entwicklungs-Partnerschaft mit SanDisk sichert die Herstellung bis Ende 2034 ab. Die Rahmenbedingungen am Markt sind ideal. Speicherchips werden rasant teurer.
Analysten der Großbank UBS rechnen im dritten Quartal mit einem Preisaufschlag von 30 Prozent. Hyperscaler können die neuen Kioxia-Module nun in künftige Hardware-Designs integrieren. Die offizielle Massenproduktion startet planmäßig im Jahr 2027.
Extremer Aufwärtstrend
Der Kursverlauf spiegelt diese fundamentale Stärke wider. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 465 Euro. Damit notiert das Papier extreme 91 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Einzig das Rekordhoch vom Juni bei knapp 520 Euro steht noch im Weg. Bis zu dieser Marke fehlen der Aktie rund elf Prozent. Fällt dieser Widerstand, ist der Weg nach oben charttechnisch frei.
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