XRP: Gesetz oder Stillstand?
Der US-Senat muss den CLARITY Act für XRP bald verabschieden, um regulatorische Klarheit zu schaffen. Das Gesetz könnte milliardenschwere ETF-Zuflüsse auslösen, während der Kurs aktuell stagniert.
Kurz zusammengefasst
- Senat muss Gesetz bis Ende April auf den Weg bringen
- Regulatorische Klarheit soll institutionelle Investoren anlocken
- Potenzial für Milliarden-Zuflüsse in US-ETFs
- XRP-Kurs stagniert trotz internationaler Nachfrage
Der US-Senat hat heute nach der Osterpause die Arbeit wieder aufgenommen — und für XRP beginnt damit möglicherweise die wichtigste Gesetzgebungsphase des Jahres. Der CLARITY Act, der bereits im Juli 2025 das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen passierte, muss nun den Bankenausschuss des Senats überwinden. Das Zeitfenster ist eng.
Warum behördliche Klassifizierung nicht reicht
Im März hatten SEC und CFTC XRP gemeinsam als digitales Rohstoff-Gut eingestuft. Eine bedeutende Entscheidung — aber keine dauerhafte. Behördliche Auslegungen lassen sich von einer künftigen Regierung rückgängig machen. Genau deshalb warten Banken und große Vermögensverwalter auf eine gesetzliche Grundlage, bevor sie größere Positionen aufbauen.
Der CLARITY Act würde diese Klassifizierung dauerhaft in Bundesrecht verankern. Senator Bernie Moreno hat öffentlich erklärt, dass ein Scheitern vor dem vollen Senat bis Mai das Gesetz für 2026 faktisch beerdigt. Galaxy-Research-Analyst Alex Thorn rechnet vor: Mit nur noch 18 Arbeitswochen bis zur Midterm-Pause am 5. Oktober wird jede verlorene Woche strukturell kritisch. Gibt der Bankenausschuss unter Tim Scott das Gesetz nicht bis Ende April frei, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr erheblich.
Am 16. April veranstaltet die SEC einen separaten Roundtable zum CLARITY Act — kein Markup, keine Abstimmung, aber eine öffentliche Diskussion mit denselben Kommissaren, die die Krypto-Agenda der Behörde vorantreiben. Die dabei entstehenden Signale dürften zeigen, wohin die Regulatoren tendieren, bevor der Kongress handelt.
Kapital wartet, Kurs stagniert
Institutionelles Interesse ist messbar vorhanden. CoinShares meldete für die Woche bis zum 11. April Netto-Zuflüsse in XRP-Investmentprodukte von 119,6 Millionen US-Dollar — die stärksten seit Dezember 2025. Der Großteil dieser Nachfrage kam aus Europa und anderen internationalen Märkten. Die fünf in den USA gelisteten XRP-Spot-ETFs von Canary, Bitwise, Franklin, 21Shares und Grayscale verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen nahezu keine täglichen Zuflüsse bei einem Gesamtnettovermögen von 940 Millionen US-Dollar. Analysten schätzen, dass der CLARITY Act im Falle seiner Verabschiedung XRP-ETF-Zuflüsse zwischen 4 und 8 Milliarden US-Dollar auslösen könnte.
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Parallel dazu baut Ripple sein institutionelles Netzwerk aus. Mastercard startete im März 2026 sein Crypto Partner Program mit über 100 Unternehmen, darunter Ripple. Ein Pilotprojekt zur Abwicklung von Kreditkartentransaktionen über den RLUSD-Stablecoin auf dem XRP Ledger wurde bereits angekündigt — vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Ripple Labs gab in den vergangenen Monaten rund 4 Milliarden US-Dollar für Akquisitionen im Finanzdienstleistungsbereich aus.
Allerdings weisen Analysten seit Monaten auf eine strukturelle Lücke hin: Ein Großteil dieser Aktivität fließt nicht durch den XRP-Token auf eine Weise, die den Preis bewegt. Der Kurs notiert aktuell mehr als 60 Prozent unter dem Zyklushoch und hat sich zuletzt in einer engen Spanne zwischen 1,28 und 1,45 US-Dollar eingependelt.
Standard-Chartered-Analyst Geoff Kendrick hält an seinem Jahresendziel von 2,80 US-Dollar fest, räumt aber ein, dass der kurzfristige Weg von regulatorischen Katalysatoren abhängt, die noch nicht eingetreten sind. Polymarket bewertet die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act in 2026 derzeit mit 63 bis 66 Prozent — die kommenden zwei Aprilwochen im Senat dürften diesen Wert deutlich verschieben.
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