IonQ Aktie: 13,3-Prozent-Rutsch trotz 805-Millionen-Gewinn
IonQ verzeichnet einen hohen Buchgewinn, der operative Verluste verdeckt. Der Aktienkurs fällt, Anleger zeigen sich vorsichtig.

Kurz zusammengefasst
- Kursrutsch von über 13 Prozent
- Operativer Verlust von 271 Millionen Dollar
- Liquide Mittel von 3,1 Milliarden Dollar
- Umsatzprognose zwischen 65 und 68 Millionen Dollar
Ein Nettogewinn von über 800 Millionen Dollar liest sich auf den ersten Blick wie ein Triumph. Bei IonQ reagiert der Markt trotzdem mit einem Kursrutsch von 13,3 Prozent am Dienstag. Der Grund liegt tief in der Bilanz versteckt. Ein massiver Buchgewinn kaschiert die anhaltend hohen operativen Verluste des Quantencomputer-Spezialisten.
Die Illusion der Profitabilität
Im abgelaufenen Quartal wies das Unternehmen einen Überschuss von 805,4 Millionen Dollar aus. Dieser Sprung resultiert primär aus einem nicht liquiditätswirksamen Ertrag von rund einer Milliarde Dollar durch Bewertungsänderungen bei Optionsscheinen. Rechnet man diesen buchhalterischen Sondereffekt heraus, zeigt sich ein anderes Bild. Das operative Geschäft verbrennt weiterhin massiv Geld. Der Verlust aus dem laufenden Betrieb belief sich auf 271,5 Millionen Dollar.
Volle Kassen für die Expansion
An Kapital für die weitere Entwicklung mangelt es nicht. IonQ sitzt aktuell auf liquiden Mitteln und Investments in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar. Diese Reserven fließen unter anderem in den Abschluss der SkyWater-Technology-Übernahme und den Ausbau der Hardware-Fertigung. Auf der J.P. Morgan Technologiekonferenz am Montag skizzierte das Management den Weg zur weiteren Kommerzialisierung. Quantensysteme sollen künftig stärker in bestehende Rechenzentren integriert werden.
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Gewerbliche Kunden steuern mittlerweile den Großteil des Gesamtumsatzes bei. Ein wachsender Anteil des Geschäfts stammt aus internationalen Märkten. Marktbeobachter registrieren indes eine vorsichtigere Haltung der Anleger. Das Optionsvolumen lag am Dienstag bei etwa 40.000 Kontrakten. Ein Put-Call-Verhältnis von 0,97 signalisiert eine gestiegene Nachfrage nach Absicherungen nach unten.
Für das kommende Quartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 65 und 68 Millionen Dollar an. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass sich die enormen Barreserven in nachhaltiges operatives Wachstum übersetzen lassen. Eine Abhängigkeit von weiteren finanztechnischen Sondereffekten gilt es zu vermeiden.
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