Johnson & Johnson Aktie: Janssen stoppt Simponi-Biosimilar vorläufig
Citigroup und RBC Capital erhöhten ihre Kursziele; Studiendaten und ein vorläufiger Gerichtsbeschluss ergänzen die Unternehmensmeldungen.
Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 2,2 Prozent
- Citigroup hebt Kursziel auf 303 Dollar
- RBC Capital setzt Ziel auf 290 Dollar
- ICOTYDE-Studie: 70 Prozent mit klarer Haut
Die Aktie von Johnson & Johnson verbucht am heutigen Donnerstag einen spürbaren Kursrückgang. Das Papier verliert 2,2 Prozent auf 225,80 Euro. Für die heutige Abgabe gibt es im operativen Geschäft keinen konkreten Auslöser. Die Marktteilnehmer richten ihre Blicke vielmehr auf die bevorstehende Veröffentlichung der Geschäftszahlen.
Kurszielanhebungen vor dem Quartalsbericht
Am 13. Oktober legt Johnson & Johnson vor Eröffnung der US-Börsen die Bilanz für das dritte Quartal 2026 vor. Trotz der heutigen Kursschwäche zeigten sich Experten im Vorfeld zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf. Am Montag hob die Citigroup ihr Kursziel für die Aktie von 298 $ auf 303 $ an und behielt ihre Einstufung mit „Buy“ bei.
Analysten von RBC Capital zogen am Dienstag nach. Das Institut schraubte den fairen Wert von 287 $ auf 290 $ nach oben und bestätigte die Bewertung „Outperform“. Beide Häuser sehen damit weiteres Aufwärtspotenzial für den Pharma- und Konsumgüterkonzern, der sich an den Börsen nach einem starken Jahresverlauf präsentiert. Gegenüber dem am 2. September erreichten 52-Wochen-Hoch von 242,55 Euro beläuft sich der aktuelle Abstand auf 6,9 Prozent.
Rechtlicher Teilerfolg und klinische Studiendaten
Auch an der juristischen Front gab es jüngst Neuigkeiten. Laut einem Bericht von Bloomberg erwirkte die Konzerntochter Janssen am 1. Oktober eine einstweilige Verfügung vor Gericht. Sie untersagt Accord BioPharma sowie Bio-Thera Solutions vorläufig die Herstellung eines Biosimilars für das Präparat Simponi, solange der Patentstreit verhandelt wird.
Im Zuge der richterlichen Anordnung müssen verbundene Janssen-Unternehmen bis zum 14. Oktober eine gesicherte Kaution von 98,8 Millionen $ hinterlegen.
Im Entwicklungsbereich präsentierte der Konzern am 2. Oktober neue Daten aus der klinischen Forschung. In der Phase-3-Studie ICONIC-TOTAL untersuchte Johnson & Johnson den Wirkstoff ICOTYDE zur Behandlung von schwer zu therapierender Plaque-Psoriasis über einen Zeitraum von zwei Jahren.
In Woche 112 erreichten 70 Prozent der behandelten Patienten eine erscheinungsfreie oder fast erscheinungsfreie Haut, ohne dass neue Sicherheitssignale festgestellt wurden.
Ebenfalls am 1. Oktober veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse einer Befragung von 6.000 Frauen zu hormonellen Umstellungsphasen, wonach lediglich 40 Prozent der Teilnehmerinnen Veränderungen der Augengesundheit mit den Wechseljahren verknüpften.
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