Xiaomi Aktie: 104.559 YU7 im Halbjahr
Xiaomi liefert im Juni erneut über 30.000 E-Autos aus, präsentiert die neue SUV-Serie Sky Nomad und kündigt Aktienrückkäufe an. Der Blick richtet sich auf die Q2-Zahlen im August.

Kurz zusammengefasst
- Viertes Rekordmonat in Folge
- Neue SUV-Serie Sky Nomad vorgestellt
- CXMT-Börsengang mit Kurssprung
- Rückkauf von 79,8 Millionen Aktien
Xiaomi hat am Samstag einen weiteren Meilenstein im Autogeschäft vermeldet: Zum vierten Mal in Folge lieferte der Konzern im Juni mehr als 30.000 Fahrzeuge aus. Für das erste Halbjahr 2026 kommt allein das Modell YU7 damit auf 104.559 ausgelieferte Einheiten. Die Zahlen bestätigen, dass Xiaomi sein Elektroauto-Geschäft trotz eines schwierigen Marktumfelds kontinuierlich hochfährt.
Neue SUV-Serie soll Wachstum verlängern
Parallel zur Auslieferungsmeldung stellte Xiaomi am Donnerstag seine neue Elektro-SUV-Serie „Sky Nomad“ offiziell vor. Die Reihe umfasst die Modelle N90 und N70, für das Flaggschiff N90 Max startete zugleich der Vorverkauf. Der Preis liegt bei 299.900 Yuan – ein deutlicher Schritt nach oben gegenüber den bisherigen Limousinen-Modellen und ein Signal, dass Xiaomi im Premiumsegment stärker Fuß fassen will. Der Konzern setzt damit sein bisheriges Portfolio aus Limousinen um eine SUV-Linie fort und erweitert die Zielgruppe im hart umkämpften chinesischen E-Auto-Markt.
Die Wachstumsdynamik im Autogeschäft trifft auf ein positives Signal aus der Zulieferkette: Vor wenigen Tagen feierte CXMT, ein Speicherchip-Hersteller, an dem Xiaomi als strategischer Investor beteiligt ist, ein Börsendebüt mit einem Kursanstieg von über 500 Prozent. CXMT gilt inzwischen als viertgrößter DRAM-Produzent weltweit. Das Management von Xiaomi hatte bereits Ende Juli sein Absatzziel für Smartphones im Gesamtjahr 2026 von 90 auf 110 Millionen Einheiten angehoben und dies mit einer Entspannung bei den Einkaufspreisen für Speicherchips begründet – eine Entwicklung, die sich angesichts der CXMT-Kapazitäten fortsetzen könnte.
Aktienrückkauf trifft auf volatiles Kursbild
Neben dem operativen Fortschritt hält Xiaomi auch an seinem Stabilisierungsprogramm fest: Der Konzern gab den Rückkauf von insgesamt 79,8 Millionen eigenen Aktien bekannt. Am Kapitalmarkt konnte das den jüngsten Rücksetzer allerdings nicht abfedern. Die Aktie hatte am Freitag zunächst ihre 100-Tage-Linie nach unten gekreuzt, bevor sie zum Wochenschluss bei 3,23 Euro aus dem Handel ging – ein Tagesminus von 5,00 Prozent.
Der Rückschlag relativiert sich im mittelfristigen Bild nur bedingt: Auf Sicht von 30 Tagen steht für das Papier noch immer ein Plus von 30,69 Prozent zu Buche, getrieben von der Serie positiver Nachrichten aus dem Autogeschäft und dem Chipumfeld. Zum langfristigen Trend besteht jedoch weiterhin Distanz: Gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt notiert die Aktie 13,27 Prozent im Minus, was zeigt, dass die Erholung der vergangenen Wochen den übergeordneten Abwärtstrend seit dem Rekordhoch im September noch nicht gebrochen hat.
Blick auf die Quartalszahlen
Anleger richten den Blick nun auf den 18. August, wenn Xiaomi seine ungeprüften Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorlegen soll. Die Zahlen dürften zeigen, ob sich der operative Schwung aus Autogeschäft und Smartphone-Sparte bereits in der Bilanz niederschlägt – und ob das angehobene Absatzziel von 110 Millionen Smartphones realistisch bleibt. Die Kombination aus Rekordauslieferungen, neuer SUV-Offensive und einem laufenden Rückkaufprogramm liefert dabei mehr fundamentale Substanz, als es der jüngste Kursrücksetzer auf den ersten Blick vermuten lässt.
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