Die Aktie des Website-Baukasten-Anbieters Wix verzeichnet zum Jahresauftakt deutliche Verluste. Auslöser sind eine Analysten-Herabstufung und wachsende Sorgen über die Profitabilität. Die teure Integration einer KI-Plattform drückt die Margen – und stellt Anleger vor die Frage, ob sich die Investition langfristig auszahlt.
Analysten senken Erwartungen
Der unmittelbare Auslöser für den jüngsten Abwärtstrend war eine drastische Herabstufung durch Zacks Investment Research auf „Strong Sell“. Parallel dazu passte RBC Capital sein Kursziel von 190 auf 155 US-Dollar an, behielt aber ein „Outperform“-Rating bei. Im Kern der Skepsis stehen die hohen Kosten für die im Juni 2025 übernommene KI-Plattform Base44. Während der Kauf langfristiges Wachstum sichern soll, belasten Ausgaben für Rechenleistung und Marketing die kurzfristige Profitabilität stärker als erwartet.
Die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2025 wurden bereits nach unten korrigiert. Analysten erwarten nun einen Gewinnrückgang von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar wird ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich prognostiziert, doch die Kluft zwischen steigenden Erlösen und schwindender Rentabilität verunsichert die Anleger.
Die Fakten im Überblick:
* Kursziel gesenkt: RBC Capital korrigierte das Ziel von 190 auf 155 US-Dollar.
* Gewinnerwartung: Der erwartete Gewinn pro Aktie für Q4 2025 wurde auf etwa 1,36 US-Dollar gesenkt – ein Minus von fast 30 %.
* Kritischer Termin: Die Veröffentlichung der Q4-Zahlen und der Jahresprognose ist für den 25. Februar 2026 angekündigt.
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Sektorale Rotation und technische Lage
Die Schwäche von Wix ist Teil eines breiteren Trends: Zu Jahresbeginn 2026 rotieren Anleger vermehrt aus wachstumsstarken Technologietiteln in defensivere Sektoren. Die anfängliche Euphorie um die Monetarisierung von KI-Tools weicht einer realistischeren Bewertung.
Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer kritischen Phase. Mit einem Kurs von rund 82,46 Euro (Stand Freitag) notiert sie etwa 65 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und nur knapp über dem Jahrestief von 80,94 Euro. Ein nachhaltiger Bruch dieser wichtigen Unterstützungsmarke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Der Fokus der Märkte liegt nun voll auf dem 25. Februar 2026. Die an diesem Tag erwarteten Quartalszahlen und der Ausblick für das laufende Jahr werden zeigen, ob die kostspielige KI-Transformation die versprochene Cashflow-Beschleunigung einleitet oder die Margen weiter belastet.
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