Workday Aktie: 2,66 Dollar EPS übertrifft um 19 Prozent
Workday übertrifft Analystenerwartungen mit Gewinn und Umsatz, KI-Geschäft treibt Neukundenverträge an.

Kurz zusammengefasst
- Aktie springt nach Zahlen um 12 Prozent
- Auftragsbuch wächst zweistellig auf 8,8 Mrd. Dollar
- KI-Lösungen generieren 500 Mio. Dollar Jahresumsatz
- Ausblick für Abonnement-Umsätze leicht angehoben
Der Cloud-Spezialist Workday meldet überraschend starke Quartalszahlen – und die Anleger reagieren erleichtert. Die Aktie sprang am Freitag um 12 Prozent auf rund 146 Euro. Dabei notiert das Papier mit aktuell 125,50 Euro immer noch 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von knapp 222 Euro. Die Talfahrt der vergangenen zwölf Monate scheint vorerst gestoppt.
Der Kursrutsch hatte die Bewertung auf Talfahrt geschickt. Jetzt könnte die Talsohle erreicht sein.
Auftragsbuch wächst zweistellig
Das Unternehmen stellte die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Der 12-Monats-Subscription-Backlog – also die vertraglich gebuchten Umsätze – stieg um 15,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Insgesamt erreichte der Backlog 27,3 Milliarden Dollar.
Der Gesamtumsatz legte um 13,5 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar zu. Davon entfielen 2,35 Milliarden Dollar auf Abonnementerlöse (plus 14,3 Prozent). Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 2,66 Dollar – 19 Prozent über den Prognosen der Analysten, die bei 2,51 Dollar lagen.
KI-Strategie trägt Früchte
Das Management bezeichnete das Quartal als das beste für Neukundenverträge seit fünf Jahren. Ein wesentlicher Treiber: die sogenannten Agentic-AI-Lösungen. Diese Künstliche-Intelligenz-Angebote generieren inzwischen einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von knapp 500 Millionen Dollar. Über 4.000 Kunden nutzen die Plattformen bereits.
Hinzu kommt eine technische Integration: Workday verknüpft seine Daten-Cloud per Zero-Copy-Technologie mit externen Systemen wie dem Google Cloud Lakehouse. Partner wie Alphabet, Accenture und Deloitte können so Personal- und Finanzdaten in Echtzeit abrufen – ohne manuelle Datenübertragung.
Ausblick angehoben
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Workday nun mit Abonnement-Umsätzen zwischen 9,925 und 9,95 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge soll bei 30,5 Prozent liegen – leicht über der bisherigen Prognose von 30 Prozent.
Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele nach den Zahlen angehoben: Wells Fargo sieht den Kurs bei 185 Dollar, Needham bei 180 Dollar, KeyBanc bei 158 Dollar. Goldman Sachs bleibt bei „Neutral“ mit 151 Dollar, Piper Sandler bei 145 Dollar.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mit Blick auf die kommenden zwölf Monate bei 12,3, das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 3,1. Das sind für ein wachsendes Softwareunternehmen moderate Werte. Die Frage ist, ob Workday das Tempo der vergangenen Quartale halten kann. Der Markt traut es dem Konzern nach diesem Signal zumindest wieder zu.
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