Xiaomi: 200-MP-Dual und 7.000-mAh-Akku geplant
Xiaomi leidet unter sinkenden Margen im Smartphone-Geschäft und setzt auf Premium-Modelle. Die Aktie fällt auf ein neues Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Bruttomarge fällt auf 8,3 Prozent
- Geplante Xiaomi-18-Serie mit 2-Nanometer-Chip
- Aktienrückkauf stützt Kurs nicht nachhaltig
- Hochpreisiger Absatzanteil steigt auf Rekordwert
Starke Hardware-Gerüchte, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Während Leaker Details zur nächsten Flaggschiff-Generation verbreiten, kämpft der chinesische Technologiekonzern mit schrumpfenden Margen im Kerngeschäft. Die Flucht nach vorn führt direkt in das margenstarke Premiumsegment.
Kompaktes Format, massive Hardware
Ein aktueller Leak des Informanten Digital Chat Station skizziert die geplante Xiaomi-18-Serie. Im Fokus steht ein kompaktes Gerät mit flachem 6,3-Zoll-Display. Unter der Haube plant der Hersteller offenbar den Einsatz einer neuen 2-Nanometer-Chiparchitektur.
Das Kamerasystem erhält laut den Vorabinformationen ein massives Upgrade. Zwei 200-Megapixel-Sensoren für Haupt- und Periskopkamera sollen verbaut werden. Ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 50 Megapixeln ergänzt das Setup. Ein Akku mit rund 7.000 Milliamperestunden verspricht lange Laufzeiten.
Parallel dazu beschleunigt das Unternehmen seinen Produktzyklus. Die Modelle 17T und 17T Pro sollen bereits im zweiten Quartal 2026 auf den Markt kommen. Die 18er-Reihe folgt voraussichtlich im Herbst.
Flucht aus dem Volumengeschäft
Das aggressive Hardware-Update kommt nicht ohne Grund. Im vierten Quartal 2025 brach die Bruttomarge der Smartphone-Sparte auf 8,3 Prozent ein. Die globalen Auslieferungen fielen auf knapp 38 Millionen Einheiten.
Der Konzern leidet unter dem harten Preiskampf im Einstiegs- und Mittelklassesegment. Die Strategie des Managements lautet daher: weg von der Masse, hin zu lukrativen High-End-Geräten.
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In Festlandchina zeigt dieser Ansatz erste Erfolge. Der Anteil hochpreisiger Smartphones am Gesamtabsatz kletterte im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 27,1 Prozent.
Aktienrückkäufe verpuffen
An der Börse honoriert bisher niemand diesen strategischen Umbau. Das Management kaufte bis Ende April eigene Aktien für 7,4 Milliarden Hongkong-Dollar zurück. Eine nachhaltige Stütze für den Kurs bot die Maßnahme nicht.
Die Aktie markierte gestern bei 3,28 Euro ein neues Jahrestief. Aktuell pendelt das Papier minimal darüber bei 3,29 Euro.
Seit Januar summiert sich der Kursverlust auf rund 27 Prozent. Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit minus 29 Prozent markant aus.
Im Mai präsentiert der Vorstand die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Dann müssen harte Zahlen belegen, ob die Premiumoffensive die operativen Belastungen aus dem Speicherchip-Zyklus abfedert.
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