Xiaomi Aktie: 130 Prozent teurer – DRAM-Krise bis 2026
Chinesische Behörden prüfen Xiaomis Preise, während Speicherchipkosten explodieren. Die Aktie verliert 2026 bereits 43 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- NDRC durchleuchtet Xiaomis Preisgestaltung
- DRAM-Chips könnten 130 Prozent teurer werden
- Jahresziel für Smartphones auf 95 Mio. gesenkt
- Aktie fällt auf 2,56 Euro zurück
Die Regulierungsbehörden stehen vor der Tür. In der ersten Juliwoche durchleuchtete die chinesische NDRC die Preisgestaltung von Xiaomi. Für den Technologiekonzern kommt dieser Besuch zur Unzeit. Parallel dazu explodieren die Kosten für kritische Bauteile.
Kostenkrise trifft auf Staatskontrolle
Unter der Leitung des Preisüberwachungszentrums prüften die Beamten die Tarife bei Elektroautos und Smartphones. Peking will den Wettbewerb regulieren und Konsumgüter bezahlbar halten. Xiaomi gerät dadurch unter Zugzwang. Das Management muss steigende Produktionskosten abfedern, ohne den Staat zu verärgern.
Branchenexperten sprechen bereits von einer Jahrhundertflut bei Speicherchips. Der enorme Bedarf an KI-Speichern verknappt die herkömmlichen Smartphone-Kapazitäten massiv. Das Forschungshaus Gartner rechnet mit einem drastischen Preissprung bei DRAM-Chips. Bis Ende 2026 könnten diese um bis zu 130 Prozent teurer werden.
Strategiewechsel unter Zwang
Die Folge: ein massiver Margendruck im Kerngeschäft. Xiaomi-Präsident Lu Weibing schließt nicht aus, dass Flaggschiff-Modelle bald 1.280 Euro kosten. Der Absatz im Einstiegssegment droht derweil um gut 31 Prozent einzubrechen. Folglich senkte das Unternehmen sein Jahresziel auf 95 Millionen verkaufte Smartphones.
Um gegenzusteuern, verlagert Xiaomi den Fokus auf Elektroautos und Haushaltsgeräte. Die Produkt-Pipeline bei Handys läuft indes weiter. Im Juli startet die Redmi Note 17-Serie in China. Das Topmodell soll mit einem leistungsstarken Akku und einer 200-Megapixel-Kamera punkten.
Tiefer Fall an der Börse
Am Markt spiegeln sich diese Belastungen deutlich wider. Die Aktie notiert am Freitag bei 2,56 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf knapp 43 Prozent.
Technisch bleibt das Bild angespannt. Das Papier handelt rund 61 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Mit einem RSI von 33 nähert sich der Titel zwar dem überverkauften Bereich. Eine Erholung der Margen hängt nun aber direkt von der weiteren Preisentwicklung am Halbleitermarkt ab.
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