Xiaomi Aktie: 57-Prozent-Gewinneinbruch im Q1
Xiaomi-Aktie fällt auf Jahrestief: Smartphone-Absatz bricht ein, während die neue E-Auto-Sparte hohe Verluste verursacht.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert 30 Prozent seit Jahresbeginn
- Smartphone-Markt schrumpft um 14 Prozent
- E-Auto-Sparte mit Milliardenverlust
- Konzern startet 20-Milliarden-Rückkauf
Starke Rückkäufe, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Anspruch und Realität derzeit weit auseinander. Die Aktie notiert am Donnerstag bei 3,12 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 30 Prozent an Wert verloren. Damit bewegt sich der Kurs gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 3,04 Euro.
Smartphone-Markt bricht ein
Der Grund für den Absturz liegt im Kerngeschäft. Der globale Smartphone-Markt schrumpft 2026 laut Prognosen um fast 14 Prozent auf 1,08 Milliarden Einheiten. Für Xiaomi rechnen Experten sogar mit einem Absatzminus von 28 Prozent. Die Folge: massiver Kostendruck.
Parallel dazu verteuern sich wichtige Bauteile extrem. Die Preise für mobilen Arbeitsspeicher steigen im zweiten Quartal voraussichtlich um rund 200 Prozent. Das schlägt direkt auf die Bilanz durch. Im ersten Quartal sank der Nettogewinn auf 4,7 Milliarden Yuan. Das entspricht einem Einbruch von 57 Prozent. Der Umsatz fiel zeitgleich um elf Prozent.
Teure Elektroautos und Milliarden-Rückkäufe
Neben dem Smartphone-Geschäft belastet die neue Auto-Sparte die Kassen. Das junge Elektroauto-Segment verbuchte im ersten Quartal einen Betriebsverlust von 3,1 Milliarden Yuan. Das entspricht einem Minus von etwa 5.600 US-Dollar pro ausgeliefertem Fahrzeug. Dennoch hält das Management am Jahresziel von 550.000 Einheiten fest.
Um den Kursverfall zu stoppen, greift der Konzern tief in die Tasche. Ein neues Rückkaufprogramm umfasst ein Volumen von 20 Milliarden Hongkong-Dollar. Allein in den vergangenen Tagen erwarb Xiaomi fast 15 Millionen eigene Aktien über die Börse.
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Hoffnung ruht auf dem Premium-Segment
Technologisch will sich der Konzern aus der Krise entwickeln. Im September präsentiert Xiaomi voraussichtlich das neue „18 Pro Max“. Leaks versprechen eine aggressive Hardware-Ausstattung mit einem riesigen 8.500-mAh-Akku und einer dualen 200-Megapixel-Kamera.
Analysten bewerten die Lage derweil extrem unterschiedlich. Jefferies rät zum Verkauf und sieht das Kursziel bei 25,49 Hongkong-Dollar. Goldman Sachs vergibt hingegen ein Kaufsignal mit einem Ziel von 40 Hongkong-Dollar.
Am 26. August präsentiert das Management die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin geben die Entwicklung der Speicherchip-Preise und die monatlichen Auto-Auslieferungen die Richtung für die Aktie vor.
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