Xiaomi Aktie: 90 Prozent Speicherpreis-Anstieg drückt Margen

Xiaomi kämpft mit einbrechenden Smartphone-Verkäufen und steigenden Speicherkosten, während HSBC und Goldman Sachs optimistisch bleiben.

Dieter Jaworski ·
Xiaomi Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 24 Prozent
  • Smartphone-Auslieferungen brechen um 19 Prozent ein
  • Speicherpreise steigen um rund 90 Prozent
  • E-Auto-Zentrum in München eröffnet

Starke Analystenstimmen, schwache Kurse — bei Xiaomi klaffen Erwartung und Börsenrealität derzeit weit auseinander. Während die Investmentbank HSBC ihr Kursziel anhebt und das E-Auto-Geschäft in Europa Fuß fassen soll, kämpft der Konzern an einer ganz anderen Front. Explodierende Speicherpreise setzen das margenschwache Smartphone-Kerngeschäft massiv unter Druck.

An der Börse ist der Gegenwind deutlich spürbar. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 24 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 3,42 Euro. Das Papier bewegt sich damit spürbar unter den langfristigen Durchschnittslinien.

Marktbeobachter wie die Analysten von HSBC lassen sich von dem Abwärtstrend jedoch nicht abschrecken. Sie bestätigten kürzlich ihre Kaufempfehlung und hoben das Kursziel auf 54 Hongkong-Dollar an. Auch Goldman Sachs rechnet im anstehenden Quartalsbericht mit positiven Überraschungen beim Gewinn.

Gegenwind im Kerngeschäft

Der Optimismus der Banken trifft auf handfeste operative Hürden. Im Auftaktquartal brachen die weltweiten Smartphone-Auslieferungen von Xiaomi laut Counterpoint Research um 19 Prozent ein. Der globale dritte Platz bleibt dem Konzern zwar erhalten, der Rückgang fällt allerdings härter aus als bei den Branchenführern Apple und Samsung.

Hauptgrund für die Schwäche sind drastisch gestiegene Kosten. Die Preise für DRAM- und NAND-Speicher kletterten im abgelaufenen Vierteljahr um rund 90 Prozent nach oben. Da der chinesische Hersteller traditionell stark im preissensiblen Einsteigersegment verankert ist, lassen sich diese Aufschläge kaum an die Kundschaft weiterreichen. Als Ausweg forciert das Management den Verkauf teurerer Modelle. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz von Premium-Smartphones um ein Viertel auf gut 13 Millionen Stück.

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München als Basis für den Auto-Markt

Parallel dazu treibt das Unternehmen seinen Vorstoß in die Mobilität voran. Das Auslieferungsziel für das laufende Jahr liegt bei 550.000 Fahrzeugen, was einem deutlichen Wachstum gegenüber den knapp 410.000 Einheiten aus dem Vorjahr entspräche. Allein in den ersten vier Monaten übergab Xiaomi schätzungsweise 109.000 Autos an Kunden.

Für die internationale Expansion rückt nun Deutschland in den Fokus. Xiaomi Auto hat ein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum in München eröffnet. Unter der Leitung von Rudolf Dittrich, der zuvor für BMW tätig war, arbeiten dort rund 50 Ingenieure und Designer mit Erfahrung bei europäischen Premium-Marken. Der Markteintritt in Europa ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.

Am 26. Mai legt der Vorstand die Bilanz für das abgelaufene Jahresviertel vor. Spätestens dann wird das Zahlenwerk offenlegen, ob die höheren Verkaufspreise bei Premium-Smartphones die gestiegenen Komponentenkosten tatsächlich auffangen können.

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Xiaomi Aktie

3,42 EUR

– 0,04 EUR -1,10 %
KGV 17,52
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 814,51 Mrd. EUR
ISIN: KYG9830T1067 WKN: A2JNY1

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