Xiaomi Aktie: Autogeschäft als Rettungsanker
Xiaomis Elektroauto SU7 startet mit starken Bestellzahlen, während Smartphone- und IoT-Umsätze im Kerngeschäft deutlich einbrechen. Die Aktie verliert weiter an Wert.

Kurz zusammengefasst
- Über 30.000 Bestellungen für E-Auto SU7 in drei Tagen
- Smartphone-Umsatz im Quartal um 14 Prozent gefallen
- Aktienkurs seit Jahresbeginn über 21 Prozent im Minus
- Ambitioniertes Ziel von 550.000 Auslieferungen für 2026
Der Verkaufsstart des überarbeiteten Elektroautos SU7 übertrifft die Erwartungen und beschert Xiaomi einen kräftigen Nachfrageschub zum Auftakt des zweiten Quartals 2026. Mehr als 30.000 verbindliche Bestellungen innerhalb von drei Tagen unterstreichen die Ambitionen des Technologiekonzerns im Mobilitätssektor. Allerdings offenbart ein Blick auf die jüngste Quartalsbilanz, warum der rasante Aufstieg der Autosparte derzeit zwingend notwendig ist.
Technisches Upgrade greift Tesla an
Mit dem Modelljahr 2026 wertet der Konzern seine Limousine deutlich auf. Eine 800-Volt-Architektur, LiDAR-Sensoren für autonomes Fahren und das KI-Sprachmodell XLA gehören nun zur Serienausstattung. Gleichzeitig steigt die Ladeleistung: In 15 Minuten fließt nun Strom für bis zu 670 Kilometer in den Akku.
Trotz dieser Verbesserungen ruft das Unternehmen einen Startpreis von 219.900 Yuan auf und unterbietet damit das Konkurrenzmodell Tesla Model 3 auf dem chinesischen Heimatmarkt um exakt 15.600 Yuan. Die Strategie zeigt frühe Erfolge, da der Hersteller bereits in der ersten Woche nach Verkaufsstart 5.000 Fahrzeuge an Kunden übergeben konnte.
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Divergierende Geschäftsentwicklung
Die rasante Entwicklung der erst 2024 gestarteten Fahrzeugsparte ist ein Lichtblick in einer ansonsten durchwachsenen Konzernbilanz. Zwar erwirtschaftete das Autogeschäft im vergangenen Jahr bereits einen operativen Gewinn von 900 Millionen Yuan. Das vierte Quartal 2025 offenbarte jedoch spürbare Schwächen im Kerngeschäft. Die Umsatzentwicklung der zentralen Segmente zeigte zum Jahresende ein stark gespaltenes Bild:
- Elektrofahrzeuge: +123 Prozent
- Smartphones: -14 Prozent auf 44,3 Milliarden Yuan
- AIoT-Bereich: -20 Prozent
Diese fundamentale Verschiebung der Einnahmequellen drückt auf die Stimmung der Investoren. Mit einem aktuellen Kurs von 3,53 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn einen Verlust von über 21 Prozent. Am heutigen Mittwoch gab der Titel um weitere 1,92 Prozent nach und spiegelt die Skepsis des Marktes wider.
Die Zielvorgabe für das laufende Jahr ist mit 550.000 anvisierten Auslieferungen ambitioniert gesteckt. Da eine Expansion auf den europäischen Markt frühestens für 2027 geplant ist, muss dieses Volumen vollständig im hart umkämpften chinesischen Heimatmarkt realisiert werden. Das dichte Vertriebsnetz von mittlerweile 477 Verkaufszentren in 138 Städten bildet dafür die logistische Grundlage.
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