Der chinesische Technologiekonzern baut humanoide Roboter für seine Autofabriken und pumpt Milliarden in Aktienrückkäufe. Doch an der Börse spiegelt sich dieser operative Tatendrang derzeit nicht wider. Warum strafen Anleger das Papier trotz greifbarer Erfolge im Elektroauto-Geschäft ab?
Roboter am Fließband und schwarze Zahlen
Xiaomi treibt die Automatisierung seiner Produktion massiv voran. In einem Pilotprojekt montieren selbst entwickelte humanoide Roboter bereits Komponenten für Elektroautos. Mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent bei einer strengen Taktzeit beweisen die Maschinen ihre Praxistauglichkeit. CEO Lei Jun plant, diese Technologie innerhalb der nächsten fünf Jahre großflächig in den Fertigungsstätten auszurollen.
Auch die Elektroauto-Sparte selbst liefert handfeste Ergebnisse. Im Jahr 2025 übertraf das Unternehmen mit 410.000 ausgelieferten Fahrzeugen das ursprüngliche Ziel deutlich und fuhr im dritten Quartal erstmals einen operativen Gewinn ein. Sinkende Komponentenkosten und Skaleneffekte ließen die Bruttomarge des Segments auf beachtliche 25,5 Prozent klettern.
Gegenwind drückt auf den Aktienkurs
Trotz dieser fundamentalen Meilensteine befindet sich die Aktie in einem anhaltenden Abwärtstrend. Mit einem aktuellen Kurs von 3,68 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn über 18 Prozent an Wert verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus sogar auf knapp 43 Prozent, womit sich der Titel weit von seinem 52-Wochen-Hoch bei 7,07 Euro entfernt hat.
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Verantwortlich für diese Skepsis der Anleger ist unter anderem ein verhaltener Ausblick: Das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen für 2026 enttäuschte den Markt angesichts des harten Preiskampfes in China. Zusätzlich belastet ein eskalierender Steuerstreit in Indien. Dort werfen die Behörden dem Konzern Zollhinterziehung vor. Mögliche Strafzahlungen von bis zu 150 Millionen US-Dollar und eingefrorene Vermögenswerte im Wert von rund 610 Millionen US-Dollar stellen ein konkretes finanzielles Risiko dar.
Aktienrückkäufe und Fokus auf den 24. März
Parallel zu den operativen Entwicklungen kauft das Unternehmen massiv eigene Anteile zurück. Allein gestern erwarb der Konzern drei Millionen Aktien für 100 Millionen Hongkong-Dollar. Im Vormonat flossen umgerechnet über 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar in das Rückkaufprogramm – der höchste monatliche Wert seit über zwei Jahren.
Die nächste Richtungsentscheidung für die Aktie fällt am 24. März mit der Vorlage der geprüften Jahresergebnisse für 2025. Neben den finalen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr wird der Vorstand an diesem Termin auch darüber entscheiden, ob das Unternehmen erstmals seit dem Börsengang eine Dividende ausschüttet.
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