Xiaomi Aktie: SU7-Auslieferungen fallen 14 Prozent
Xiaomis Elektroauto-Sparte leidet unter sinkenden Auslieferungen und schrumpfenden Margen. Der Aktienkurs fällt auf Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Lieferungen im Mai um elf Prozent gefallen
- Aktienkurs rutscht auf Jahrestief
- Operativer Verlust in der EV-Sparte
- Bruttomarge sinkt auf 20,1 Prozent
Starke Jahreszahlen, schwacher Monat. Bei Xiaomis Elektroautos klaffen Anspruch und Realität aktuell auseinander. Im Mai lieferte der Konzern 32.759 Fahrzeuge aus. Das ist ein Rückgang von fast elf Prozent gegenüber dem April.
Die Börse straft die Aktie ab. Der Kurs fiel am Mittwoch um 2,47 Prozent auf 2,92 Euro. Das Papier rutscht damit gefährlich nah an sein bisheriges Jahrestief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 35 Prozent.
SU7-Modell verliert an Tempo
Ein Blick auf die Modelle erklärt den Dämpfer. Der bekannte SU7 kam im Mai auf exakt 24.023 Auslieferungen. Das bedeutet ein Minus von rund 14 Prozent im Jahresvergleich. Auch die neue YU7-Serie verlor im Monatsvergleich spürbar an Fahrt.
Das eigentliche Problem liegt tiefer. Höhere Stückzahlen stützen zwar die Wachstumsstory, kosten aber viel Geld. Im ersten Quartal verbuchte die EV-Sparte einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden Renminbi. Der Umsatz lag bei 19 Milliarden Renminbi.
Hohe Subventionen und teure Bauteile treiben die Kosten. Die Bruttomarge des Segments schrumpfte infolgedessen auf 20,1 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei über 23 Prozent. Die Skalierung geht also direkt zulasten der Profitabilität.
Harter Preiskampf in China
Der Heimatmarkt bleibt hart umkämpft. Im Mai bestanden die zehn meistverkauften Autos in China ausschließlich aus Elektro- und Hybridfahrzeugen. Xiaomis SU7 sicherte sich dabei einen Platz in den Top Fünf.
Dieser Erfolg hat seinen Preis. Nahezu das gesamte Branchenwachstum kommt aus dem Bereich der alternativen Antriebe. Xiaomi konkurriert hier direkt mit etablierten Herstellern. Die Folge: ein brutaler Preiskampf.
Für eine Trendwende braucht Xiaomi mehr als reine Umsatzgröße. Das Unternehmen muss beweisen, dass es Autos profitabel bauen kann. Gelingt es im zweiten Halbjahr nicht, die Marge zu stabilisieren, dürfte der Abwärtsdruck auf die Aktie anhalten.
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