Xiaomi: April-Auslieferungen um 50 Prozent gestiegen
Xiaomi liefert im April über 30.000 E-Autos aus, doch Analysten erwarten einen deutlichen Gewinneinbruch im ersten Quartal 2026.

Kurz zusammengefasst
- April-Auslieferungen steigen um 50 Prozent
- SU7-Limousine treibt Nachfrage an
- Citigroup prognostiziert 45 Prozent weniger Gewinn
- Aktienkurs trotz Rückkaufprogramm unter Druck
Starke Auslieferungszahlen, trüber Finanzausblick — bei Xiaomi klaffen Absatzdynamik und Ertragslage weit auseinander. Wie lange trägt das EV-Momentum die Stimmung?
April-Lieferungen treiben Kurssprung
Im April lieferte Xiaomi mehr als 30.000 Elektrofahrzeuge aus — ein Plus von 50 Prozent gegenüber März. Die Aktie legte daraufhin in Hongkong um 6,75 Prozent zu. Das Handelsvolumen erreichte 5,2 Milliarden Hongkong-Dollar.
Treiber war vor allem die SU7-Limousine. Das aktualisierte Modell sammelte innerhalb von 48 Tagen nach dem Start am 20. März mehr als 80.000 bestätigte Bestellungen mit gezahlter Anzahlung ein. Die Lieferzeiten für SU7 und YU7 liegen aktuell bei sieben bis zwölf Wochen — ein Hinweis auf anhaltend hohe Nachfrage.
Das Jahresziel von 550.000 Einheiten bleibt allerdings ehrgeizig. Von Januar bis April lieferte Xiaomi insgesamt 109.000 Fahrzeuge aus. Um das Ziel zu erreichen, müssten die monatlichen Auslieferungen für den Rest des Jahres auf über 55.000 Einheiten steigen.
Citigroup erwartet Gewinneinbruch
Das EV-Wachstum überdeckt erhebliche Probleme im Kerngeschäft. Analysten der Citigroup prognostizieren für das erste Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent auf 98,4 Milliarden Yuan. Der bereinigte Nettogewinn soll um 45 Prozent auf 5,9 Milliarden Yuan einbrechen.
Das Smartphone-Segment belastet besonders stark. Der Umsatz dort soll um 14 Prozent sinken, das Liefervolumen sogar um 19 Prozent. Hinzu kommen Komponentenkosten, die seit Anfang 2025 massiv gestiegen sind — Speicherchippreise legten im ersten Quartal um bis zu 90 Prozent zu.
Kein Wunder, dass der Kurs trotz Aktienrückkäufen unter Druck bleibt. Bis Ende April kaufte Xiaomi eigene Aktien im Wert von 7,4 Milliarden Hongkong-Dollar zurück — mehr als im gesamten Vorjahr. Den Abwärtstrend stoppen konnte das Programm bislang nicht. Die Aktie notiert rund 24 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und liegt gut 49 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 6,69 Euro.
Vorstandssitzung am 26. Mai als Prüfstein
Am 26. Mai tagt der Vorstand, um die Ergebnisse für das erste Quartal zu prüfen und zu genehmigen. Der Markt erwartet dann konkrete Zahlen zur Profitabilität der EV-Sparte — also wie viel das rasante Volumenwachstum tatsächlich kostet.
Parallel plant Xiaomi für Ende Mai den Start des YU7 GT, weitere Modelle folgen in der zweiten Jahreshälfte. Ob die Produktoffensive reicht, um den Margendruck im Smartphone- und IoT-Geschäft auszugleichen, zeigen die Q1-Zahlen. Nach einem Kursrückgang von 24 Prozent seit Jahresbeginn liegt die Messlatte für eine positive Überraschung niedrig.
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