Xiaomi: Smartphone-Lieferungen um 19,1 Prozent eingebrochen
Xiaomis KI-Agent Miclaw besteht Regulierungsprüfung, während die Smartphone-Lieferungen weltweit um 19 Prozent sinken. Das EV-Geschäft zeigt positive Entwicklung.

Kurz zusammengefasst
- KI-Agent Miclaw erhält CAICT-Zulassung
- Smartphone-Lieferungen sinken um 19 Prozent
- DRAM-Preise steigen um 90 Prozent
- EV-Sparte liefert 80.000 Fahrzeuge aus
Starke KI-Agenda, schwaches Kerngeschäft — bei Xiaomi klaffen Ambitionen und Realität gerade weit auseinander. Der mobile KI-Agent Miclaw hat als eines der ersten Systeme die Bewertung der chinesischen Regulierungsbehörde CAICT bestanden. Zur gleichen Zeit brechen die Smartphone-Lieferungen weltweit ein.
Speicherkosten treffen Xiaomi hart
Der Grund für den Einbruch ist konkret: DRAM-Preise stiegen im ersten Quartal 2026 um rund 90 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Xiaomi, OPPO und Vivo gaben die Mehrkosten weiter und erhöhten Preise einzelner Modelle um bis zu 30 Prozent. Apple und Huawei verzichteten darauf — Apples Lieferungen stiegen daraufhin um 42 Prozent.
Das Ergebnis für Xiaomi: Global sanken die Smartphone-Lieferungen im ersten Quartal um 19,1 Prozent. Der Gesamtmarkt schrumpfte laut IDC um 4,1 Prozent auf 289,7 Millionen Einheiten. Xiaomis globaler Marktanteil fiel von 13,8 auf 11,7 Prozent. In China landete das Unternehmen mit 8,7 Millionen ausgelieferten Geräten auf Rang fünf.
Das Management räumt ein, dass der Preisanstieg bei Speicherchips länger und substanzieller ausgefallen sei als erwartet. Eine Weitergabe an Verbraucher sei kaum zu vermeiden.
Miclaw: KI-Assistent für das gesamte Ökosystem
Inmitten des Gegenwinds treibt Xiaomi seine KI-Strategie voran. Miclaw basiert auf dem hauseigenen MiMo-Sprachmodell. Der Agent verknüpft Smartphones, PCs, Fahrzeugplattformen und Smart-Home-Geräte. Er führt komplexe Aufgaben per Spracheingabe aus — von der Kalenderverwaltung bis zur Hausautomation.
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Die Betaphase startete im März 2026. Kurz darauf kündigte CEO Lei Jun an, in den kommenden drei Jahren mindestens 8,7 Milliarden US-Dollar in KI zu investieren. Allein für 2026 sind über 16 Milliarden Renminbi für KI-Initiativen vorgesehen.
EV-Geschäft als Gegengewicht
Ein echter Lichtblick ist das Elektrofahrzeug-Geschäft. Im ersten Quartal lieferte Xiaomi Auto schätzungsweise rund 80.000 Fahrzeuge aus. Bereits im November 2025 wurde die Sparte profitabel — nur 18 Monate nach dem Markteintritt. Das Jahresziel für 2026 liegt bei 550.000 Fahrzeugen.
Die Aktie notiert aktuell bei 3,41 Euro und damit knapp über dem 12-Monats-Tief vom 15. April. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 24 Prozent verloren. Ob das EV-Wachstum die anhaltende Schwäche im Smartphone-Segment ausgleichen kann, entscheidet sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen.
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