XPeng Aktie: 80-Prozent-Exportwachstum, Jahrestief bei 12,18 Euro
Trotz Rekordexporten und Europa-Start fällt die XPeng-Aktie auf ein neues Jahrestief. Die Börse ignoriert die operativen Erfolge des chinesischen Autobauers.

Kurz zusammengefasst
- Exportrekord mit 80 Prozent Plus
- Verkaufsstart des Vans X9 in Europa
- Aktie fällt auf neues Jahrestief
- Suche nach Produktionsstandort in Europa
Starke operative Zahlen, schwache Kurse. Bei XPeng klaffen Realität und Stimmung an der Börse weit auseinander. Der chinesische Autobauer feiert einen neuen Exportrekord. Die Aktie fällt indes auf ein neues Jahrestief.
Rekordzahlen und Europa-Start
Im Mai 2026 verschiffte das Unternehmen 6.503 Fahrzeuge ins Ausland. Das entspricht einem Plus von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Exporte machen nun ein Fünftel der gesamten Auslieferungen aus.
Parallel dazu startet der Verkauf des Vans X9 in Europa. Der Autobauer positioniert das Modell im Premiumsegment. Die Preise beginnen bei 77.600 Euro.
Vize-Verwaltungsratschef Brian Gu lehnt aggressive Preiskämpfe in Europa ab. XPeng setzt stattdessen auf technologische Innovationen und eigene Software. Die 800-Volt-Architektur soll die Marke von der Konkurrenz abheben.
Bei jüngsten Tests in Norwegen überzeugte der Van. Das Fahrzeug erreichte eine Reichweite von 646 Kilometern. Die Batterie lud in 13 Minuten auf 80 Prozent.
Börse ignoriert Erfolge
An der Börse verpuffen diese operativen Erfolge völlig. Investoren strafen den Autobauer ab.
Die Aktie verlor heute über drei Prozent und notiert bei 12,18 Euro. Damit rutscht das Papier bis auf ein Prozent an das Jahrestief heran.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 30 Prozent. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 32,8. Das deutet auf einen stark überverkauften Zustand hin.
Kein Wunder. Die Volatilität bleibt extrem hoch. Um europäische Zölle zu umgehen, prüft XPeng eine lokale Produktion.
Eine veraltete Fabrik von Volkswagen lehnte das Management bereits ab. Das Unternehmen sucht nun nach passenden Partnern.
Die technologische Roadmap steht fest. Bis Mitte 2027 will XPeng seine Software für autonomes Fahren nach Europa bringen. Ende 2026 startet obendrein die Massenproduktion von humanoiden Robotern.
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