XPeng Aktie: D11T soll 100.000 Yuan kosten

Chinesischer E-Auto-Pionier XPeng treibt globale Expansion voran und präsentiert neue Modelle in Asien und Australien. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

Redaktion Stock-World ·
Moderne Ladestation für Elektrofahrzeuge in urbaner Umgebung bei Dämmerung (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neue Modelle in Indonesien vorgestellt
  • Günstiger Kombi D11T für China geplant
  • Flugauto-Projekt startet in Australien
  • Aktie legt um über zwei Prozent zu

XPeng nutzt den Sommer für eine breit angelegte internationale Expansion. Innerhalb weniger Tage meldete der chinesische Elektroautobauer neue Modellstarts in Indonesien, Details zu einer neuen Kombi-Variante für den Heimatmarkt sowie einen weiteren Vorstoß mit seinem Flugauto-Projekt in Australien. Die Aktie honorierte die Nachrichtenlage: Am Mittwoch schloss das Papier bei 11,42 Euro und legte damit um 2,15 Prozent zu.

Ein Jahr Indonesien, neue Kombi-Variante für China

Auf der Automesse GIIAS 2026 in Indonesien präsentierte XPeng am Mittwoch und Donnerstag die Modelle G6 Pro AWD und New X9 unter dem Motto „Physical AI for All“. Der Auftritt markiert zugleich den einjährigen Jahrestag des Markteintritts in Indonesien, wo der örtliche Importeur Erajaya Active Lifestyle das Geschäft verantwortet. Dessen Geschäftsführer Djohan Sutanto betonte, künstliche Intelligenz sei die zentrale Grundlage für sichereres und intelligenteres Fahren, und kündigte einen weiteren Ausbau von Händlernetz und Kundendienst an. Medienberichten zufolge lässt XPeng den New X9 inzwischen lokal in Indonesien fertigen, was als Signal für ein langfristiges Engagement im südostasiatischen Markt gewertet wird.

Parallel dazu bereitet XPeng für den chinesischen Markt einen neuen Kombi unter der günstigeren Mona-Reihe vor. Der D11T soll rund 100.000 Yuan kosten, umgerechnet etwa 13.700 Dollar, und tritt gegen den BYD Seal 06 DM-i Touring sowie den Lynk & Co 07 GT an. Die bisherigen Mona-Modelle M03 und L03 stellten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres bereits rund 40 Prozent der Auslieferungen von XPeng. Das Design des D11T stammt von Juanma López, der zuvor für Ferrari tätig war. Ergänzt wird die Modellpalette um den L05, der sich an junge Familien richtet.

Flugauto in Australien, SUV ohne LiDAR

Auch außerhalb Asiens setzt XPeng auf Sichtbarkeit: In Australien zeigte das Unternehmen seinen Land Aircraft Carrier, ein sechsrädriges Trägerfahrzeug mit einem zweisitzigen Flugauto an Bord. Firmenpräsident Brian Gu sprach dem australischen Markt großes Potenzial zu. Für das rund 300.000 Dollar teure Gefährt liegen bereits tausende Bestellungen vor, mindestens ein australischer Kunde hat laut Berichten eine Anzahlung geleistet. Das Flugauto ist für den Freizeitgebrauch gedacht, nicht für den regulären Straßenverkehr, XPeng arbeitet zudem mit chinesischen Kommunen an speziellen Flugparks.

Zusätzlich stellte XPeng in Australien den L03 als Rechtslenker vor, ein rund 4,65 Meter langes SUV im Fastback-Design. Das Modell verzichtet komplett auf LiDAR-Sensorik und setzt stattdessen auf ein rein kamerabasiertes System. Zur Auswahl stehen Batterien mit 56 oder 71 Kilowattstunden, die je nach Ausstattung 249 beziehungsweise 520 Kilometer Reichweite ermöglichen sollen. In Europa soll der L03 ab 34.990 Euro angeboten werden. Damit positioniert sich XPeng in einer Marktdebatte, die durch den jüngsten Rückzug von Volvo aus der LiDAR-Technik zusätzlich befeuert wurde – während Wettbewerber wie BYD die Sensorik optional anbieten, bleibt XPeng bei seiner reinen Kamera-Strategie.

Aktie erholt sich vom Jahrestief

Die charttechnische Ausgangslage bleibt für XPeng-Anleger zweigeteilt. Zum 52-Wochen-Tief von 10,18 Euro, erreicht am 26. Juni, hat die Aktie mittlerweile einen Puffer von 12,18 Prozent aufgebaut. Zum Rekordhoch aus dem November klafft dagegen weiterhin eine deutliche Lücke. Die jüngste internationale Modelloffensive liefert zumindest kurzfristig positive Impulse, mittelfristig dürfte die Entwicklung des Chinageschäfts sowie der Auslieferungszahlen der Mona-Serie entscheidend bleiben.

Anzeige

XPeng-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XPeng-Analyse vom 22. September liefert die Antwort:

Die neusten XPeng-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XPeng-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XPeng: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

XPeng Aktie

10,47 USD

– 0,15 USD -1,41 %
KGV
KUV 0,13
Sektor Zyklischer Konsum
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 10,16 Mrd. USD
Ø Kursziel 127,99 CNY
ISIN: US98422D1054 WKN: A2QBX7

Community Forum zu XPeng

Ähnliche Artikel

Microsoft Aktie: Analysten überbieten sich mit Kurszielen

Microsoft Aktie: Analysten überbieten sich mit Kurszielen

Nasdaq ·
Circus Aktie: Erster Schritt am Golf

Circus Aktie: Erster Schritt am Golf

Industrie ·
BYD Aktie: Auslandsverkäufe schnellen um 135 Prozent hoch

BYD Aktie: Auslandsverkäufe schnellen um 135 Prozent hoch

Emerging Markets ·
BioNTech Aktie: Health Canada lässt XFG-Impfstoff zu

BioNTech Aktie: Health Canada lässt XFG-Impfstoff zu

Gesundheit ·
Apple Aktie: Konkurrent erobert App Store

Apple Aktie: Konkurrent erobert App Store

Nasdaq ·

Weitere Artikel zu XPeng

Alle Artikel anzeigen
XPeng Aktie: G9L startet am 12. Oktober in Paris

XPeng Aktie: G9L startet am 12. Oktober in Paris

KI & Quantencomputing ·
XPeng Aktie: IRON-Fertigung in Guangzhou gestartet

XPeng Aktie: IRON-Fertigung in Guangzhou gestartet

Industrie ·
XPeng Aktie: 48 Prozent Minus trotz 39.107 Auslieferungen

XPeng Aktie: 48 Prozent Minus trotz 39.107 Auslieferungen

Auto & E-Mobilität ·
XPeng Aktie: Robotik-Sparte mit 900 Millionen bewertet

XPeng Aktie: Robotik-Sparte mit 900 Millionen bewertet

Auto & E-Mobilität ·
XPeng Aktie: Robotik-Tochter sammelt 900 Millionen Dollar

XPeng Aktie: Robotik-Tochter sammelt 900 Millionen Dollar

Auto & E-Mobilität ·