XRP: 15,6 Millionen Dollar ETF-Zufluss am 26. Juni
Trotz massiver Kapitalzuflüsse in XRP-ETFs fällt der Token-Kurs auf Jahrestief. Ripple baut parallel sein Ökosystem in Japan aus.

Kurz zusammengefasst
- 15,6 Mio. Dollar Zufluss in XRP-ETFs
- Kurs fällt auf 1,04 US-Dollar
- Bitcoin-ETFs verzeichnen hohe Abflüsse
- Ripple startet Stablecoin RLUSD in Japan
Starke Nachfrage der Fonds, schwache Kurse an den Börsen. Bei XRP klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Während Anleger massiv Kapital aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs abziehen, sammelt der Ripple-Token frisches Geld ein.
Am 26. Juni verzeichneten die US-Spot-ETFs auf XRP einen Nettozufluss von rund 15,6 Millionen US-Dollar. Den Löwenanteil sicherte sich dabei Bitwise mit fast 12 Millionen US-Dollar. Franklin Templeton folgte auf dem zweiten Platz.
Parallel dazu erlebte der restliche Kryptomarkt einen Aderlass. Aus Bitcoin-ETFs flossen fast 445 Millionen US-Dollar ab. Auch Ethereum-Produkte verbuchten Abflüsse im zweistelligen Millionenbereich. Kurz gesagt: eine klare Divergenz am Markt.
Diskrepanz am Spotmarkt
Die institutionelle Nachfrage spiegelt sich auf dem Kurszettel kaum wider. Der XRP-Token notiert aktuell bei rund 1,04 US-Dollar. Damit bewegt sich der Kurs gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 1,01 US-Dollar.
Seit Jahresbeginn verlor die Kryptowährung über 44 Prozent an Wert. Ein harter Kontrast zu den kumulierten ETF-Zuflüssen. Die US-gelisteten XRP-Fonds verwalten mittlerweile rund 1,37 Milliarden US-Dollar. Sie starteten im November 2025. Der aktuelle Geldregen ist also kein reiner Start-Hype. Bitwise und Canary dominieren den Markt mit jeweils knapp 32 Prozent Anteil.
Expansion in Japan
Abseits der Börsen treibt Ripple den Ausbau seines Ökosystems voran. In Japan startete diese Woche der Stablecoin RLUSD. Die Handelsplattform SBI VC Trade integrierte den Token nach der Genehmigung durch die Finanzaufsicht.
RLUSD gilt dort nun als elektronisches Zahlungsinstrument der Kategorie 4. Dieser Schritt stärkt die Infrastruktur rund um Ripple. Er zeigt, dass das Unternehmen sein Zahlungsnetzwerk unabhängig von der XRP-Preisentwicklung ausbaut.
Die aktuelle Marktlage liefert Händlern einen klaren Indikator. Solange die ETF-Käufer den schwachen Spot-Kurs ignorieren, stützen institutionelle Gelder das Asset. Fällt XRP jedoch unter die Marke von einem US-Dollar, rückt das jüngste Jahrestief direkt in den Fokus.
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