XRP: 1,6 Milliarden Token an Börsen
Trotz eines Kursrückgangs von 40 Prozent seit Jahresbeginn nutzen Notenbanken die XRP-Infrastruktur für digitale Währungen.

Kurz zusammengefasst
- Börsenreserven auf Siebenjahrestief
- Wall Street investiert in XRP-ETFs
- Zentralbanken nutzen Ripple-Technologie
- Netzwerk-Update ermöglicht KI-Zahlungen
Der Kursverfall spricht eine deutliche Sprache, das Hintergrundgeschehen eine völlig andere. Während der XRP-Token nahe seinem Jahrestief notiert, trocknet das Angebot auf den Handelsplätzen massiv aus. Parallel dazu integrieren Zentralbanken die Technologie für ihre eigenen Währungen. Ein extremer Kontrast.
Aktuell kostet ein XRP rund 1,13 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Coin knapp 40 Prozent an Wert verloren. Er handelt damit weit unter seinem langfristigen Durchschnitt. Die On-Chain-Daten zeigen allerdings ein anderes Bild.
Die Reserven auf den Kryptobörsen sind auf 1,6 Milliarden Token gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit sieben Jahren. Seit vergangenem Oktober hat sich das Börsenangebot halbiert. Investoren ziehen ihre Bestände offenbar in die eigene Verwahrung ab.
Millionen für ETFs
Während Kleinanleger zögern, sammelt die Wall Street weiter XRP ein. In der vergangenen Woche flossen knapp elf Millionen US-Dollar in amerikanische Spot-ETFs. Franklin Templeton sicherte sich den Löwenanteil, gefolgt von Bitwise. Das gesamte verwaltete Vermögen dieser Fonds kratzt nun an der Marke von einer Milliarde Dollar.
Auch auf staatlicher Ebene wächst die Akzeptanz. James Wallis leitet bei Ripple die Zusammenarbeit mit Notenbanken. Er bestätigte kürzlich den aktiven Einsatz von XRP für internationale Abrechnungen. Die Zentralbanken nutzen dafür maßgeschneiderte private Versionen des öffentlichen Netzwerks. So behalten sie die volle Kontrolle über ihre digitalen Währungen.
Update bringt KI-Zahlungen
Im Hintergrund läuft derweil ein großes technisches Update. Die Version 3.2.0 soll den Speicherbedarf der Netzwerkknoten um bis zu 40 Prozent senken. Bisher hat gut ein Viertel der Betreiber die neue Software installiert. Entwickler melden noch einige Fehler bei der Synchronisation. Größere Ausfälle blieben aber aus.
Ein neues Detail sticht bei dem Update besonders hervor. Das Netzwerk unterstützt nun automatisierte Zahlungen für Künstliche Intelligenz. KI-Agenten können damit eigenständig Dienstleistungen bezahlen. Sie nutzen dafür XRP oder den Ripple-Stablecoin RLUSD. Manuelle Freigaben sind nicht mehr nötig.
Der Markt ignoriert diese fundamentalen Fortschritte bisher komplett. Der RSI-Indikator steht bei 39,5 und signalisiert eine überverkaufte Lage. Fällt der Kurs unter das 52-Wochen-Tief von 1,05 Dollar, droht ein weiterer Abverkauf. Hält diese Unterstützung, könnte das knappe Börsenangebot den Preis schnell stabilisieren.
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