XRP: 4.300 neue Wallets in 24 Stunden
Trotz Rekordzahl neuer XRP-Wallets bleibt der Kurs unter Druck und notiert unter wichtigen Durchschnittslinien.

Kurz zusammengefasst
- 4300 neue Wallets in 24 Stunden
- Kurs fällt auf 1,34 US-Dollar
- Widerstand bei 1,40 US-Dollar
- Neue DEX-Funktion seit Februar
XRP sendet ein klares On-Chain-Signal, der Kurs zieht aber nicht mit. Innerhalb von 24 Stunden entstanden 4.300 neue Wallets im XRP Ledger. Santiment-Daten ordnen den Sprung als viertgrößten Tagesanstieg des Jahres 2026 ein.
Das ist mehr als nur ein hübscher Aktivitätswert. Neue Wallets können zeigen, ob frisches Interesse in ein Netzwerk kommt. Genau hier liegt der Reiz der aktuellen Bewegung.
Neue Adressen, mehr Aktivität
Die Zahl neu erstellter Wallets stieg in kurzer Zeit deutlich. Zuvor hatte der Tageswert bei rund 2.500 gelegen, während die aktiven Adressen von 32.000 auf 43.520 kletterten.
Für XRP zählt dabei nicht nur die absolute Zahl. Eine neue Adresse im XRP Ledger ist erst dann ein vollwertiges Konto, wenn sie mit Guthaben unterlegt ist. Die Basisreserve liegt aktuell bei 1 XRP.
Hinzu kommt eine Owner-Reserve von 0,2 XRP je Ledger-Objekt. Dazu zählen etwa Angebote, Trust Lines, Escrows und Zahlungskanäle. Das macht den Wallet-Anstieg für die On-Chain-Analyse relevanter als reine Klick- oder Registrierungsdaten.
Kurs bleibt unter Druck
Am Markt fehlt die Bestätigung bislang. XRP notiert aktuell bei 1,34 US-Dollar und gab am Freitag um 1,83 Prozent nach. Auf Wochensicht steht ein Minus von 9,73 Prozent.
Der Abstand zu wichtigen Durchschnittslinien zeigt den Druck ebenfalls. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,39 US-Dollar und klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,70 US-Dollar.
Damit bleibt das Bild zweigeteilt. Die Netzwerknutzung zieht an, der Chart aber wirkt weiter angeschlagen. Seit Jahresbeginn hat XRP 28,59 Prozent verloren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?
Technisch liegt der nächste harte Bereich um 1,40 US-Dollar. Darüber reicht die breitere Widerstandszone bis etwa 1,55 US-Dollar. Genau dort war die jüngste Erholung nach einem Tief bei 1,27 US-Dollar ausgelaufen.
Ein weiterer Bremsfaktor kommt aus der Kostenbasis. Rund 3,75 Milliarden XRP liegen im Bereich von 1,37 bis 1,45 US-Dollar. Dort könnten viele Marktteilnehmer bei einer Erholung ihre Positionen glätten.
XRPL bekommt mehr Infrastruktur
Der Wallet-Schub fällt in eine Phase, in der das XRP Ledger seine Marktstruktur ausbaut. Die dezentrale Börse des Netzwerks läuft seit dem Start im Jahr 2012. Nutzer können dort XRP und ausgegebene Token direkt handeln.
Diese Struktur ist wichtig. Neue Konten können mehr tun als nur XRP versenden. Sie können Angebote einstellen, also Limit-Orders für XRP oder Token platzieren.
Seit Februar 2026 kommt mit XLS-81 eine Permissioned-DEX-Funktion hinzu. Sie erlaubt geschlossene Handelsplätze auf der Blockchain. Das richtet sich vor allem an Banken, Broker und andere regulierte Marktteilnehmer.
Der aktuelle Wallet-Sprung liefert damit ein echtes Aktivitätssignal. Er beweist aber noch keine dauerhafte Nutzung. Aussagekräftiger wird die Lage, wenn aktive Adressen und Transaktionen in den nächsten Tagen erhöht bleiben.
Kurzfristig zählt für XRP die Kombination aus On-Chain-Dynamik und Kursreaktion. Hält der Markt den Bereich über dem jüngsten Tief und arbeitet sich durch 1,40 US-Dollar, gewinnt der Wallet-Schub Gewicht. Prallt der Kurs dort erneut ab, bleibt die Bewegung vorerst ein isolierter Netzwerkausschlag.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 23. Mai liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...