XRP: 42 Prozent Minus seit Jahresbeginn
Ripple tritt einem Konsortium mit Visa und BlackRock bei, während der XRP-Kurs nahe dem Jahrestief verharrt und Abflüsse von Börsen zunehmen.

Kurz zusammengefasst
- Ripple in Stablecoin-Konsortium aufgenommen
- XRP-Kurs fällt auf 1,09 US-Dollar
- Nettoabflüsse bei XRP-Spot-ETFs
- Starke Zunahme neuer Wallets
Ripple schließt sich einem neuen Stablecoin-Konsortium um Visa, Mastercard und BlackRock an. Eigentlich ist das ein massiver Vertrauensbeweis der klassischen Finanzwelt. An der Börse verpufft die Nachricht völlig. Der XRP-Kurs notiert bei 1,09 US-Dollar und damit nahe seinem 52-Wochen-Tief.
Starke Partner, schwacher Kurs
Das neue Konsortium baut auf dem an den Dollar gekoppelten Open USD auf. Über 140 Unternehmen arbeiten an einer gemeinsamen Infrastruktur für Stablecoins. Analysten werten den Schritt für XRP selbst als neutral. Er bestätigt aber die technologische Vorreiterrolle des Netzwerks.
Der Preis spiegelt diese Entwicklung nicht wider. Im Gegenteil. Im Juni rutschte XRP von 1,30 US-Dollar auf rund 1,04 US-Dollar ab.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursminus auf knapp 42 Prozent. Der aktuelle Abverkauf trifft den gesamten Kryptomarkt. Spezifische Negativnachrichten aus dem Ripple-Netzwerk gab es nicht.
Kapitalabflüsse und volle Wallets
Ein wichtiger Preistreiber verliert zeitgleich an Kraft. Die XRP-Spot-ETFs sammelten seit ihrem Start rund 1,48 Milliarden US-Dollar ein. Jeder investierte Dollar fließt direkt in den Token auf dem freien Markt. Am letzten Junitag verzeichneten die Fonds jedoch erstmals wieder Nettoabflüsse.
Abseits der Börsen greifen Käufer kräftig zu. Die Abflüsse von den Handelsplätzen verdreifachten sich auf rund 123 Millionen XRP. Investoren ziehen ihre Bestände offenbar gezielt in private Wallets ab.
Die Netzwerkaktivität steigt ebenfalls rasant. An einem einzigen Tag im späten Juni entstanden fast 5.000 neue Wallets. Das ist der stärkste Zuwachs eines Vierteljahres. Auch die Stimmung im Netz dreht. Auf jeden negativen Kommentar kommen aktuell knapp vier positive Äußerungen.
Blick nach Washington
Abseits der reinen Fundamentaldaten blicken Händler auf die US-Politik. Der Senat entscheidet bald über ein neues Gesetz zur Struktur der Kryptomärkte. Der Zeitplan hat sich leicht nach hinten verschoben. Der Senat kehrt Mitte Juli aus der Sommerpause zurück.
Das Gesetz kommt voraussichtlich im August auf den Tisch. Als ein Senatsausschuss das Papier im Mai vorantrieb, sprang XRP an einem Tag um 4,5 Prozent nach oben. Ein ähnlicher Impuls für den Token steht für die anstehende Debatte im Spätsommer im Raum.
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