XRP: 82 Prozent RLUSD auf Ethereum statt Ledger
Trotz neuer Partnerschaften und Rekordzuflüssen bei ETFs bleibt der XRP-Kurs schwach. Die Nutzung des hauseigenen Stablecoins RLUSD umgeht den Token.

Kurz zusammengefasst
- XRP verliert trotz Ripple-Wachstum
- Stablecoin RLUSD umgeht XRP-Netzwerk
- Rekordzuflüsse bei XRP-Spot-ETFs
- SEC verzögert gehebelte XRP-Produkte
Werbetafeln auf dem Las Vegas Strip und eine große Community-Konferenz. Ripple feiert sein Ökosystem lautstark. Die Realität auf dem Kurszettel sieht anders aus. XRP handelt aktuell bei 1,37 US-Dollar. Auf Wochensicht verliert der Token fünf Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 27 Prozent. Der Grund für die Schwäche liegt in der Struktur der jüngsten Deals.
Das Stablecoin-Dilemma
Jeder große Ripple-Deal in diesem Jahr lief über den hauseigenen Stablecoin RLUSD. Dazu gehören die milliardenschwere Verarbeitungspartnerschaft mit Convera und die Integration der Deutschen Bank. Auch die neue Kooperation mit der südkoreanischen Kbank nutzt Stablecoins für grenzüberschreitende Überweisungen. XRP bleibt bei diesen Transaktionen außen vor.
Das Problem geht tiefer. Rund 82 Prozent der RLUSD-Token liegen derzeit auf der Ethereum-Blockchain. Das XRP-Netzwerk profitiert davon kaum. Die erhoffte Migration des Stablecoins auf die eigene Chain lässt auf sich warten. Das schwächt den direkten Nutzen von XRP.
Parallel dazu baut das Unternehmen die Handelsinfrastruktur aus. Die Kryptobörse OKX listete den RLUSD-Stablecoin kürzlich für hunderte Handelspaare. Das stärkt zwar das Netzwerk, erzeugt aber keinen direkten Kaufdruck für den hauseigenen Token.
ETFs zwischen Rekorden und Verzögerungen
Auf der Produktseite zeigt sich ein geteiltes Bild. Die Einstufung als digitaler Rohstoff bescherte den Spot-ETFs im April Rekordzuflüsse von knapp 82 Millionen US-Dollar. Emittenten wie Bitwise und Franklin Templeton sind erfolgreich am Markt.
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Bei Hebelprodukten bremst die US-Börsenaufsicht SEC. GraniteShares musste den Start seiner dreifach gehebelten XRP-ETFs auf den 7. Mai verschieben. Es ist bereits die fünfte Verzögerung. Die Behörde sorgt sich offenbar um die massiven Kursschwankungen. Die annualisierte Volatilität von XRP erreichte in den vergangenen Jahren in der Spitze über 95 Prozent.
Warten auf den CLARITY Act
Der entscheidende Impuls für XRP liegt nun in Washington. Der Bankenausschuss des Senats plant im Mai die Abstimmung über den CLARITY Act. Dieses Gesetz würde den Rohstoff-Status von XRP dauerhaft festschreiben. Ein genaues Datum für die Sitzung fehlt allerdings noch.
Die Zeit drängt. Die Sitzungspause des Senats beginnt am 21. Mai. Scheitert der Zeitplan in diesem Monat, droht eine jahrelange Hängepartie. Ohne rechtliche Klarheit werden große institutionelle Investoren kein massives Kapital in XRP umschichten. Ein Runder Tisch der SEC am 3. Mai könnte erste Hinweise auf eine Lösung liefern.
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