XRP: CASP-Lizenz für EU-weiten Betrieb erteilt
Ripple erhält wichtige EU-Lizenz für Kryptodienste, doch der XRP-Kurs fällt weiter und erreicht neue Tiefs.

Kurz zusammengefasst
- EU-Lizenz für Kryptodienstleistungen erhalten
- XRP-Kurs fällt auf 1,10 US-Dollar
- Spekulanten ziehen sich zurück
- Clearstream nimmt XRP in Verwahrung
Starke Nachrichten aus Europa, aber schwache Kurse an den Börsen. Bei Ripple und dem Krypto-Token XRP klaffen Anspruch und Realität weit auseinander. Während das Unternehmen wichtige Lizenzen einsammelt, ziehen sich Spekulanten zurück.
Grünes Licht für Europa
Die Finanzaufsicht in Luxemburg hat Ripple eine weitreichende Erlaubnis erteilt. Das Unternehmen darf nun offiziell als Kryptodienstleister in der Europäischen Union auftreten. Diese sogenannte CASP-Lizenz ermöglicht den grenzüberschreitenden Betrieb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum.
Ein echter Wettbewerbsvorteil. Nur rund 210 von mehr als tausend Firmen erfüllten bis zur Juli-Deadline die neuen strengen MiCA-Standards. Ripple baut seine Position damit deutlich aus. Das Unternehmen hält im Großherzogtum bereits eine E-Geld-Lizenz für sein globales Zahlungsnetzwerk.
Auch in der traditionellen Finanzwelt wächst die Akzeptanz. Clearstream nimmt XRP in seine regulierte Kryptoverwahrung auf. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Börse senkt damit die Einstiegshürden für europäische Großinvestoren massiv.
Parallel dazu investiert Ripple in die eigene Sichtbarkeit. Die University of Kansas trägt in der kommenden Saison das XRP-Logo auf ihren Trikots. Es ist der erste derartige Sponsorendeal im US-College-Sport.
Anleger bleiben skeptisch
Die Märkte honorieren diese Fortschritte aktuell nicht. Der XRP-Kurs notiert bei 1,10 US-Dollar und damit weit unter seinem langfristigen Durchschnittstrend. Seit Jahresbeginn verlor die Anlage mehr als vierzig Prozent an Wert.
Auf der Blockchain zeigt sich ein klares Bild. Das Interesse der Spekulanten kühlt merklich ab. Auf der Handelsplattform Binance rutschten die offenen XRP-Wetten auf ein markantes Drei-Monats-Tief.
Die Vorsicht greift auch auf regulierte Anlageprodukte über. Nach langen Phasen der Zuflüsse zogen Investoren zuletzt gut sieben Millionen US-Dollar aus XRP-Spot-ETFs ab. Der marktbreite Angst-Index signalisiert zeitgleich extreme Panik. Geopolitische Spannungen belasten das gesamte Umfeld.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Token pendelt nur knapp über seinem Jahrestief von 1,01 US-Dollar. Fällt der Kurs unter die massive Unterstützung bei 1,05 US-Dollar, droht weiterer Verkaufsdruck. Auf der Oberseite blockiert die Marke von 1,14 US-Dollar den Weg nach oben. Solange das makroökonomische Umfeld schwächelt, verpuffen fundamentale Lizenzerfolge am Markt.
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