XRP: Instant-Pay-Offensive!
Die angekündigte C2FO-Integration nennt XRP und RLUSD als Basis, beziffert aber keine zusätzliche Token-Nachfrage.

Kurz zusammengefasst
- C2FO plant Aktivitäten auf dem XRP Ledger
- XRP und RLUSD bilden gemeinsame Grundlage
- Ankündigungen beziffern keine XRP-Nachfrage
- Validatorenzustimmung entscheidet über technische Freigabe
Ripple und C2FO wollen Finanzierungs- und Abwicklungsaktivitäten von C2FO Instant Pay auf den XRP Ledger bringen. Die gestern angekündigte Initiative erweitert die vorgesehenen Anwendungen des Netzwerks. Ripple zufolge bilden XRP und RLUSD die Grundlage der Funktionen. Für XRP-Anleger ist dabei entscheidend: Die Ankündigung benennt eine Rolle des Tokens, beziffert aber keine daraus entstehende Nachfrage.
C2FO rückt Zahlungsabwicklung in den Mittelpunkt
Die Zusammenarbeit verbindet den XRP Ledger mit den Finanzierungs- und Abwicklungsprozessen von C2FO Instant Pay. Damit steht eine konkrete Anwendung im Vordergrund und nicht allein der Zugang zum Handel oder zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte.
Allerdings beschreibt Ripple XRP und RLUSD gemeinsam als Grundlage der Funktionen. Daraus lässt sich keine Aussage darüber ableiten, welchen Anteil XRP an den künftigen Abläufen übernehmen soll. Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig: Die Nutzung des XRP Ledger und die Nachfrage nach XRP sind nicht gleichzusetzen.
Eine weitere gestern angekündigte Partnerschaft mit Robinhood umfasst RLUSD, Ripple Treasury und Ripple Prime. Auch hier nennt Ripple XRP und RLUSD als Grundlage. Die beiden Ankündigungen weisen damit in dieselbe Richtung, liefern jedoch keine bezifferte Prognose für die XRP-Nutzung.
Nicht jede Ledger-Anwendung bedeutet XRP-Nachfrage
Wie unterschiedlich die Anwendungen ausgestaltet sind, zeigt die am 22. Oktober angekündigte Zusammenarbeit mit Arf. Geplant ist kurzfristige Abwicklungsliquidität in RLUSD für lizenzierte Unternehmen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Nach Angaben von Arf soll die erste Phase Liquidität direkt auf dem XRP Ledger bereitstellen.
Diese Initiative betrifft damit ausdrücklich RLUSD-denominierte Liquidität. Sie ergänzt die Anwendungen des Netzwerks, ist aber keine Ankündigung von XRP-Käufen. Ebenso sollte die C2FO-Nachricht zunächst an ihrem konkreten Inhalt gemessen werden: einer angekündigten Verlagerung von Aktivitäten auf den Ledger.
Technische Freigabe bleibt an Zustimmung gebunden
Parallel zu den geschäftlichen Initiativen wartet eine technische Änderung auf ihre Aktivierung. Medienberichten zufolge verzögerte sich die Freigabe von fixCleanup3_4_0, weil die Zustimmung der Validatoren unter die erforderliche Schwelle fiel. Dadurch begann die Genehmigungsfrist erneut.
Als neuer voraussichtlicher Aktivierungstermin gilt der 4. November. Voraussetzung bleibt, dass die Unterstützung während der Genehmigungsfrist oberhalb der erforderlichen Schwelle liegt.
Für XRP ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Neue Partnerschaften konkretisieren mögliche Anwendungen. Ob daraus zusätzliche Token-Nachfrage entsteht, bleibt durch die Ankündigungen jedoch unbeziffert. Die technische Weiterentwicklung folgt unterdessen ihrem eigenen, an Validatorenzustimmung gebundenen Verfahren.
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