XRP: Ripple Prime startet Delta-One-Handel
Ripple erweitert sein institutionelles XRP-Angebot, während ETF-Zuflüsse steigen, die SEC Optionen prüft und der Kurs kurzfristig überkauft wirkt.

Kurz zusammengefasst
- Neues Delta-One-Angebot für Institutionen
- Spot-XRP-ETFs sammeln 1,57 Milliarden Dollar
- SEC bestätigt Prüfung von ETF-Optionen
- RSI signalisiert kurzfristig überkaufte Lage
Ripple hat innerhalb seiner institutionellen Prime-Brokerage-Plattform Ripple Prime ein neues Delta-One-Geschäft gestartet. Das zusätzliche Derivate-Angebot für institutionelle Kunden fällt in eine Phase, in der XRP eine deutliche Rallye hinter sich hat und der Kurs bei 1,41 US-Dollar notiert, nach einem Plus von 32 Prozent auf Monatssicht.
ETF-Nachfrage nimmt spürbar zu
Die Zuflüsse in Spot-XRP-ETFs liefern den eigentlichen Unterbau für die jüngste Kursbewegung. Am 26. August verzeichneten die Fonds Netto-Zuflüsse von 28,14 Millionen US-Dollar, den zweithöchsten Tageswert des laufenden Jahres.
Bereits die Woche zuvor kamen laut Berichten 39,78 Millionen US-Dollar an neuem Kapital hinzu, angeführt von Bitwise Asset Management, Franklin Templeton und Grayscale Investments.
In der Woche zum 20. August hatten die Produkte mit 214 Millionen US-Dollar sogar ihre beste Woche seit Ende Juli eingefahren – die kumulierten Netto-Zuflüsse seit Marktstart summieren sich damit auf rund 1,57 Milliarden US-Dollar.
Parallel zu den ETF-Strömen hatte XRP zwischen dem 18. und dem 22. August einen Sprung von etwa 1,00 auf ein Hoch von 1,6963 US-Dollar hingelegt. Medienberichten zufolge speiste sich diese Bewegung aus einer Kombination von ETF-Zuflüssen, Whale-Akkumulation und regulatorischen Entwicklungen in den USA.
Mit dem neuen Delta-One-Geschäft von Ripple Prime bekommt genau diese institutionelle Nachfrage nun ein zusätzliches Instrument zur Absicherung und Positionierung.
Regulatorik und Infrastruktur ziehen mit
Auch auf regulatorischer Seite bewegt sich etwas: Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Einreichung der Terminbörse Cboe zur Notierung von Optionen auf mehrere Spot-XRP-ETFs formell bestätigt und damit eine 45-tägige Prüfungsphase eröffnet, die verlängert werden kann.
Zudem hat inzwischen ein vierter US-Bundesstaat einen Gesetzentwurf zu digitalen Reserve-Assets eingebracht, der XRP explizit als zulässiges Asset aufführt – nach ähnlichen Vorstößen in Texas, Utah und Arizona.
Auf der operativen Seite expandiert Ripple im Zahlungsverkehr weiter: Die südkoreanische Jeonbuk Bank wurde die erste Regionalbank des Landes, die Ripple Payments für grenzüberschreitende Transaktionen einsetzt. Bereits zuvor hatte Ripple Brasilien und Kolumbien in sein Netzwerk lateinamerikanischer Abwicklungskorridore aufgenommen, das damit sechs Länder umfasst.
Auf technischer Ebene passierten Validatoren der XRP Ledger zudem die 80-Prozent-Zustimmungsschwelle für einen Fix namens „fixPreviousTxnID“, der Fehler bei der Transaktionsidentifikation in Randfällen korrigiert.
Kursbild bleibt angespannt nach oben
Mit einem RSI von 70,4 signalisiert der Markt kurzfristig eine überkaufte Lage, was angesichts des Wochenplus von 11 Prozent nicht überrascht. Auf Jahressicht steht XRP dennoch mit einem Minus von 23 Prozent im Rückstand, ein Hinweis darauf, dass die jüngste Erholung frühere Verluste erst teilweise ausgleicht.
Bewegungen wie der Transfer von 50 Millionen XRP durch Ripple an eine unbekannte Wallet Mitte August, von denen ein Teil anschließend an Binance weiterging, unterstreichen, dass große On-Chain-Verschiebungen weiterhin genau beobachtet werden.
Die Kombination aus wachsendem institutionellem Angebot, anziehender ETF-Nachfrage und fortschreitender Regulierung dürfte das Bild für XRP in den kommenden Wochen prägen.
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