XRP meldet sich mit einer ungewöhnlichen Kombination aus Signalen zurück. Ein Handelsvolumen-Boom in Südkorea, Rekordwerte bei Netzwerk-Wallets und wachsende ETF-Zuflüsse trafen diese Woche zusammen — und hoben den Token erstmals seit Wochen wieder über die 1,50-Dollar-Marke.
Südkorea dominiert das XRP-Handelsgeschehen
Das auffälligste Datenpunkt der Woche kam nicht aus New York, sondern aus Seoul. Auf der koreanischen Börse Upbit entfiel zuletzt 18 Prozent des gesamten Handelsvolumens auf XRP — mehr als auf Bitcoin (11,5 Prozent) oder Ethereum (9,6 Prozent). Das Spot-Volumen auf Upbit und Bithumb schoss innerhalb von 24 Stunden um 115 beziehungsweise 81 Prozent in die Höhe und erreichte 1,84 Milliarden Dollar.
Analysten führen den Anstieg auf kapitalstarke Anleger in den Vierzigern und Fünfzigern zurück, die Mittel aus dem Aktienmarkt umschichten. Südkorea macht inzwischen rund ein Drittel des globalen XRP-Handelsvolumens aus — eine Konzentration, die dem Token eine hohe Sensitivität gegenüber asiatischen Handelssessions verleiht.
Netzwerkdaten auf Mehrjahreshochs
Parallel dazu zeigen On-Chain-Metriken eine strukturelle Verbreiterung der Nutzerbasis. Laut Santiment-Daten überstieg die Zahl nicht-leerer Wallets im XRP Ledger erstmals seit über 13 Jahren die Marke von 7,7 Millionen. Die aktiven Adressen erreichten am 16. März 2026 mit 46.767 ein Fünf-Wochen-Hoch. Das Transaktionsvolumen auf dem Ledger liegt mehr als 40 Prozent über dem jüngsten Durchschnittsniveau.
Eine breitere Halterstruktur kann den Verkaufsdruck durch konzentrierte Großhalter dämpfen — das ist ein strukturelles Argument, kein kurzfristiges Kurssignal.
Ripple Prime, DTCC und die institutionelle Ebene
Weniger im Rampenlicht, aber potenziell folgenreicher: Seit dem 2. März 2026 erlaubt ein Update der NSCC Ripple Prime, institutionelle Post-Trade-Volumina direkt über den XRP Ledger abzuwickeln. Ripple hatte zuvor den Prime-Broker Hidden Road übernommen, der jährlich rund drei Billionen Dollar für mehr als 300 institutionelle Kunden in FX, Derivaten und digitalen Assets abwickelt.
Analysten mahnen allerdings zur Differenzierung: Eine NSCC-Mitgliedschaft bedeutet nicht, dass die NSCC selbst den XRP Ledger nutzt. Der Preiseffekt hängt von Umsetzung und Skalierung ab — ohne sichtbares Wachstum der institutionellen Ledger-Nutzung stärkt die Entwicklung zunächst die Narrative, bevor sie die Bewertung materiell verändert.
ETF-Zuflüsse und strukturelle Gegenargumente
Auf der Produktseite nähern sich die kumulierten Zuflüsse in XRP-Spot-ETFs laut Bloomberg-Analyst James Seyffart der Marke von 1,4 Milliarden Dollar seit Auflegung. Das verwaltete Vermögen der US-Produkte übersteigt bereits eine Milliarde Dollar — ein Ergebnis des regulatorischen Kurswechsels nach der Beilegung des SEC-Verfahrens im August 2025.
Konservativere Analysten verweisen auf die Milliardenbestände, die Ripple in Escrow hält, und damit auf ein Angebotsmodell, das sich grundlegend von Bitcoin unterscheidet. Hinzu kommt Wettbewerb durch etablierte Stablecoins, die XRP als Brückenwährung unter Druck setzen könnten.
Ob die institutionelle Infrastruktur — Ripple Prime, DTCC-Integration, XRPL-Protokollentwicklung — bis Ende 2026 in messbares Abwicklungsvolumen übersetzt werden kann, wird die Kursentwicklung weit stärker bestimmen als die aktuellen Retail-Impulse aus Seoul.
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